Handball-Bezirksliga: HC Steinheim macht gegen TV Hille II aus 7:16 zur Halbzeit ein 23:23
Verrücktes Spiel

Steinheim(WB). Die Bezirksliga-Handballer des HC Steinheim sind mit einem blauen Auge davon gekommen: 23:23 heißt es nach einer kuriosen Partie gegen das Kellerkind TV Sachsenroß Hille II.

Montag, 25.01.2016, 16:04 Uhr aktualisiert: 25.01.2016, 16:31 Uhr
Treffer: Per Siebenmeter ist hier Florian Günther vom HC Steinheim gegen den Keeper des TV Hille II erfolgreich. Mit sechs Toren hat der Routinier großen Anteil am Unentschieden. Zur Halbzeit wies der HCS noch einen Rückstand von neun Treffern auf. Foto: Heinz Wilfert
Treffer: Per Siebenmeter ist hier Florian Günther vom HC Steinheim gegen den Keeper des TV Hille II erfolgreich. Mit sechs Toren hat der Routinier großen Anteil am Unentschieden. Zur Halbzeit wies der HCS noch einen Rückstand von neun Treffern auf.

Es war ein verrücktes Spiel. Nach den ersten 30 Minuten haben selbst die HCS-Fans keinen Pfifferling auf ihre Mannschaft gegeben. 16:7 führten die Gäste beim Gang in die Kabine und hatten den Gastgeber vorgeführt. Abgezockt und kompakt – so agierte Hille. Ängstlich und ohne Zugriff – so spielte Steinheim.

Dabei waren die HCS-Protagonisten mit einer 4:1-Führung gut in die Partie gekommen. Doch nach dem verheißungsvollen Beginn erfolgte insbesondere im Defensivverbund der Einbruch. TV Sachsenroß warf ganz schnell drei Tore und glich zum 4:4 aus. Nach fünf Minuten führten die Schützlinge von Trainer Bernd Gartmann dann 6:4. Auf der anderen Seite war das Abwehr-Bollwerk des Viertletzten nicht zu knacken. Beim HCS war die Aggressivität vollends abhanden gekommen. Weil keine richtige Zuordnung herrschte, konnten die Gäste nach Belieben kombinieren und ihr Spiel aufziehen. Für die HC-Torhüter Korbinan Festing und Christian Rösler gab es angesichts der löchrigen Abwehr wenig zu halten. Das Team aus dem unteren Tabellendrittel baute den Vorsprung bis zur 15. Minute auf 10:4 und 12:4 nach 18 Minuten aus. Praktisch jeder Wurf auf das Tor war ein Treffer.

HCS zehn Minuten ohne Tor

Steinheim gelang in dieser Phase zehn Minuten lang kein einziger Treffer. Zahlreiche technische Fehler und schwache Abspiele erleichterten dem Gegner die Aufgabe. Der Viertletzte inszenierte schnelle Vorstöße, während vom HC-Rückraum mit Daniel Nunne und Torsten Waltemate kaum Gefahr ausging. Die Angriffe wurden überhastet abgeschlossen. Ein wenig Ergebniskosmetik gelang Florian Günther, der noch vor der Pause nach schnellen Vorstößen mit drei Treffern aufwartete. HC-Trainer Andre Bailey ließ in der Halbzeit eine Gardinenpredigt folgen. Diese zeigte Wirkung.

Tor um Tor kämpfte sich der HCS wieder heran. Es keimte Hoffnung auf. Die Aufholjagd lief auf Hochtouren. Jetzt stand aber die Abwehr, weil die Zuordnungen passten. 14:19 hieß es nach 41 Minuten. Die Steinheimer wollten und schafften mehr. Torhüter Korbinian Festing agierte in Höchstform. Jetzt traf auch Daniel Nunne, der in der ersten Halbzeit nur zwei Tore warf. Seine Treffer läuteten die Wende ein. Hille zollte dem hohen Tempo Tribut und wirkte platt. Beim 22:23 erhielten die Emmerstädter mit der letzten Aktion die Ausgleichschance. Der etatmäßige Siebenmeterschütze Daniel Nunne wollte die Verantwortung nicht übernehmen. Timo Brändel griff sich den Ball und verwandelte sicher zum 23:23-Ausgleich. Der HC Steinheim hatte ein längst verlorenes Spiel aus dem Feuer gerissen und fast noch gedreht.

Gästetrainer Bernd Gartmann war enttäuscht. »Mit sieben Toren in der zweiten Hälfte kann man aber nicht gewinnen.« Für die Steinheimer war das Unentschieden ein mit viel Glück, aber großartigem Kampfgeist gewonnener Punkt. »Ein Sieg für uns wäre nicht verdient gewesen«, urteilte HCS- Trainer Andre Bailey. Am Ende haben die Emmerstädter zumindest einen Punkt geholt.

HC Steinheim: Korbinian Festing, Verrücktes Christian Rösler (Tor) – Tim Brockmann, Matthias Dzikowski, Maarten van der Heijden, Daniel Nunne (7), Sven Lörscher, Tim Brockmann, Florian Günther (6), Christian Franzke, Torsten Waltemate (6), Timo Brändel (4), Carlo von Lowtzow

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