Fußball-Kreisliga A: Trainer Michael Busch setzt auf eine solide Rückrunde mit dem TuS Bad Driburg
»Uns fehlt die Kaltschnäuzigkeit«

Bad Driburg(WB). Fußball-Bezirksliga-Absteiger TuS Bad Driburg hat womöglich mit 13 neuen Akteuren den größten Umbruch der Liga gehabt. Die Mannschaft von Michaelbefindet sich noch immer in der Findungsphase und blickt auf eine ordentliche Hinrunde mit 20 Punkten aus 15 Spielen zurück. Mit dem Trainer sprach WB-Mitarbeiter Fabian

Samstag, 06.02.2016, 07:16 Uhr
Der TuS Bad Driburg (hier rechts: Philipp Zwack) hat dem Umbruch nach dem Bezirksliga-Abstieg gut gemeistert und eine solide Hinrunde gespielt. In der Rückrunde will Trainer Michael Busch weiter an seiner neuen Mannschaft feilen. Foto: Anna Beckmann
Der TuS Bad Driburg (hier rechts: Philipp Zwack) hat dem Umbruch nach dem Bezirksliga-Abstieg gut gemeistert und eine solide Hinrunde gespielt. In der Rückrunde will Trainer Michael Busch weiter an seiner neuen Mannschaft feilen. Foto: Anna Beckmann

Herr Busch, Sie sind sehr solide und vielleicht auch besser als erwartet in die Saison gestartet. Wieso lief es direkt zu Beginn so gut?

Michael Busch: Wir haben in den ersten acht Spielen lediglich eine Partie verloren. Unter anderem haben wir ein starkes 1:1 gegen den vermeintlichen Titelfavoriten aus Stahle geholt. Außerdem waren wir für viele Gegner aufgrund der komplett neuen Mannschaft schwierig einzuschätzen.

 

In der Zeit, in der Sie kürzer getreten sind, lief es nicht mehr ganz so rund für Ihre Mannschaft. Wieso gab es einen leichten Bruch innerhalb der Teams?

Michael Busch: Es wäre zu einfach zu sagen, dass der Schicksalsschlag in meiner Familie mit meiner anschließenden Abwesenheit der Ausschlag dafür war. Ich denke, der Hauptgrund für den Einbruch liegt eher in der Offensive. Wir hatten vor allem in der Endphase der Hinrunde enorme Probleme mit der Chancenverwertung. Außerdem war die Trainingsbeteiligung teilweise nicht gut, da wir auch einige Studenten im Team haben. Trotzdem kann letztendlich auch meine Abwesenheit ein Faktor gewesen sein.

 

Sie haben mit fünf Siegen, fünf Niederlagen und fünf Unentschieden eine ausgeglichene Bilanz. Fehlt der Mannschaft das Besondere?

Michael Busch: Nein, das würde ich nicht sagen. Wir spielen einen guten Fußball, wie viele andere Mannschaften auch. Uns fehlt die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Die Chancen sind in jedem Spiel da, doch nutzen können wir sie leider nicht. Unsere offensive Schlagkraft ist zu harmlos. Defensiv stehen wir sehr solide. Unsere Routiniers halten den Laden gut zusammen, was eine gewisse Grundstabilität mit sich bringt.

Ist der personelle Umbruch Ihrer Mannschaft gelungen?

Michael Busch: Größtenteils ja. Die meisten jungen Spieler haben sich an die A-Liga gewöhnt und in die Mannschaft integriert. Natürlich dauert es bei einigen länger als bei anderen. Routiniers und Stützen, wie zum Beispiel Karsten Klunker helfen dabei super mit.

 

Was macht Ihre Mannschaft aus?

Michael Busch: Das sind ganz klar die Disziplin und der Kampfgeist innerhalb des Teams. Wir bringen viel taktisches Verständnis mit. Die Einstellung und der Teamgeist stimmt trotz des großen Umbruchs.

 

Ihre 21 geschossenen Tore verteilen sich auf sehr viele verschiedene Spieler. Bewerten Sie dies als gut oder schlecht?

Michael Busch: Primär finde ich die Variabilität in unserer Offensive gut, da wir so unberechenbar für den Gegner sind. Trotzdem würde uns ein richtiger Knipser im Sturm gut tun. Wir haben leider keinen Spieler, der in der Lage ist konstant in einem Spiel ein bis zwei Tore zu schießen.

 

Wird sich personell im Winter noch etwas verändern?

Michael Busch: Ja, wir konnten bereits Jan-Hendrik Hölscher und Christian Plaß verpflichten. Beide standen zuletzt in Altenbeken auf dem Feld. Jan-Hendrik ist ein junger Spieler, der in der Offensive überall einsetzbar ist. Christian ist ein defensiver Allrounder, der Erfahrung mitbringt. Die Beiden stärken unseren Kader in der Breite. Momentan stehen wir auch noch in Gesprächen mit anderen Spielern. Allerdings gehe ich davon aus, dass es beim aktuellen Kader bleibt. Eventuell werden im Verlaufe der Rückrunde noch ein bis zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft zu uns stoßen. Aber das wissen wir noch nicht genau.

 

Was erwarten Sie sich aus der kommenden Rückrunde? Ist die Bezirksliga im nächsten Jahr wieder ein Thema?

Michael Busch: In der Rückrunde versuchen wir eine schlagkräftige junge Truppe zu formen. Ein konkretes Ziel haben wir dabei nicht. Wenn am Ende Platz fünf oder sechs herausspringt, wäre es für die Mannschaft ein Erfolg. Mittelfristig gesehen ist die Bezirksliga auf jeden Fall das Ziel. Dies ist der eigentliche Anspruch, der in Driburg herrscht.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3786891?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2198415%2F2514657%2F
Rentner schießt auf Nachbarn
Justizbeamte brachten den gehbehinderten Angeklagten von der Pflegeabteilung der Justizvollzugsanstalt Hövelhof zum Landgericht nach Detmold, wo sich der 76-Jährige am Montag verantworten musste. Foto: Althoff
Nachrichten-Ticker