Beim Landesliga-Schlusslicht SV Höxter bahnt sich Lösung in der Trainerfrage an – Viehöfer zuversichtlich
Es liegt was in der Luft

Höxter (WB). Der Trainer im Übergang freut sich auf das erste Spiel des Jahres. Der sportliche Leiter wiederum ist guter Dinge. Beim Landesliga-Schlusslicht SV Höxter liegt etwas in der Luft.

Donnerstag, 18.02.2016, 12:55 Uhr aktualisiert: 18.02.2016, 12:57 Uhr
Kritischer Blick: Stefan Zeisberg (links) ist beim SV Höxter seit zweieinhalb Wochen hauptverantwortlicher Trainer. Der 31-Jährige ist beruflich stark beansprucht und übt das Amt nur im Übergang aus. Zeisberg setzt auf eine schnelle Lösung in der Trainerfrage. Foto: Jürgen Drüke
Kritischer Blick: Stefan Zeisberg (links) ist beim SV Höxter seit zweieinhalb Wochen hauptverantwortlicher Trainer. Der 31-Jährige ist beruflich stark beansprucht und übt das Amt nur im Übergang aus. Zeisberg setzt auf eine schnelle Lösung in der Trainerfrage. Foto: Jürgen Drüke

Dafür sorgt allein die Aussage des sportlichen Leiters Thomas Viehöfer: »Sonntag könnte bereits ein neuer Trainer auf der Bank sitzen.« Es seien gute Gespräche geführt worden. Mit einem oder mehreren Kandidaten – das verrät Viehöfer nicht. Zunächst ist für heute Abend eine Vorstandssitzung anberaumt worden. Hier sollen die Weichen für den Neuen gestellt werden. »Wir haben allerdings noch keine definitive Zusage«, sagt der sportliche Leiter.

Stefan Zeisberg, der nach dem überraschenden Rücktritt von Coach Pierre Gröne zu Beginn des Monats, von der Rolle des Co- in die des Haupt-Trainers geschlüpft war, konnte aufgrund beruflicher Projekte und entsprechender zeitlicher Beanspruchung nur im Übergang die alleinige Verantwortung übernehmen: »Ich bin in der Notsituation eingesprungen. Auf Dauer kann ich das allerdings nicht schaffen«, stellt der 31-Jährige klar und hat den SVH-Vorstand um Unterstützung gebeten. Für das Privatleben bleibe kaum noch Zeit. »Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, geht es sofort zum Training.«

Zeisberg ist in schwieriger Lage der Feuerwehrmann. Viermal in der Woche Training plus Testspiele. Das war seit Vorbereitungsbeginn am 18. Januar ein strammes Programm. »In der Woche fehlen Spieler, weil sie aufgrund ihres Studiums oder Berufs verhindert sind. Freitags sind sie bei der letzten Einheit alle da. Alle wollen in der zweiten Saisonhälfte zeigen, dass sie besser sind als der aktuell letzte Platz. Wir haben aufgrund des Abstands von 14 Punkten auf das rettende Ufer keinen Druck«, hebt Zeisberg einen Vorteil für den Tabellenletzten hervor.

Die Leistungen in den drei Testspielen, welche die Rot-Weißen in den vergangenen zehn Tagen absolviert haben, seien durchweg gut gewesen und stimmen den Coach optimistisch: 4:3 gegen das Bezirksliga-Spitzenteam Warburg 08, 3:3 gegen den Bezirksligisten FC BW Weser und nun am vergangenen Sonntag ein 5:2-Erfolg beim Paderborner A-Ligisten FC Fortuna Schlangen, dem neuen Verein des Ex-Höxteraner Trainers Werner Koch. Positiv dabei: Das Team hat zwölf Treffer erzielt. Die chronische Torflaute war damit zumindest in den Vorbereitungspartien dieses Winters behoben. Zeisberg hat einige Umstellungen vorgenommen. »Das Ziel in der Vorbereitung war, die Durchschlagskraft zu verbessern. Das sah schon ganz gut aus«, lobt der Interimscoach. Offensivmann Sascha Zeisberg, der Bruder von Stefan, steht wieder im Kader. Der technisch versierte Akteur hat in der Hinrunde eine schwerwiegende Verletzung auskuriert. Mittelfeldspieler Chris Malena ist nach seinem Kreuzbandriss wieder ins Training eingestiegen. »Das sind zwei ganz wichtige Personalien«, sieht Zeisberg einen Schub für alle.

An diesem Sonntag steigt das erste Spiel des Jahres gegen den Drittletzten RW Kirchlengern. »Wir wollen natürlich siegen«, glaubt der Interimscoach fest an den ersten Dreier im 17. Spiel. »Die Jungs waren in vielen Partien des abgelaufenen Jahres ganz nah dran. Sie haben den Erfolg verdient«, hebt wiederum Viehöfer hervor.

Vielleicht können sie beim SVH den Neuen bereits vorher präsentieren. Alles ist geheime Kommandosache und Spekulation. Es könnte Andreas Wegener, der beim SVH bis Sommer 2014 drei erfolgreiche Trainerjahre hatte, sein.

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