Tischtennis-Bundesliga: TuS Bad Driburg erwartet Meister und Pokalsieger Berlin
Die Überflieger

Bad Driburg(WB). Beim Bundesligisten TuS Bad Driburg gastieren in diesen Tagen vor der Weltmeisterschaft die besten deutschen Tischtennisspielerinnen. Nach der DJK Kolbermoor stellt sich an diesem Samstag der Deutsche Meister TTC Berlin in der Grundschulhalle vor – auch er bringt Nationalspielerinnen mit nach Bad Driburg.

Freitag, 19.02.2016, 06:00 Uhr
Driburgs Nationalspielerin Nina Mittelham hat den Ball im Blick und zieht alle Augen der Zuschauer magisch an. Die 19-Jährige will sich vor der WM gegen Bundesliga-Spitzenreiter Berlin noch mal von ihrer besten Seite zeigen. Foto: Sylvia Rasche
Driburgs Nationalspielerin Nina Mittelham hat den Ball im Blick und zieht alle Augen der Zuschauer magisch an. Die 19-Jährige will sich vor der WM gegen Bundesliga-Spitzenreiter Berlin noch mal von ihrer besten Seite zeigen. Foto: Sylvia Rasche

»Berlin ist noch mal eine Klasse besser als Kolbermoor«, sagt Driburgs Manager Franz-Josef Lingens – und das, obwohl sein Team vor einer Woche gegen Tabellenvize Kolbermoor mit 0:6 verloren hat. Doch ein Blick in die Aufstellung der Überflieger aus der Hauptstadt bestätigt seine Einschätzung. Im Spitzenpaarkreuz bieten die Berlinerinnen, die in den vergangenen drei Jahren zweimal die Champions-League gewonnen haben und auch jetzt wieder im Halbfinale stehen, Petrissa Solja und Shan Xiaona auf. Solja führt die deutsche WM-Mannschaft in gut einer Woche in Malaysia an. Shan gehört auch zur deutschen Nationalmannschaft, ist aber bei der WM nicht startberechtigt. Das Duo belegt in der Weltrangliste die Plätze 16 und 17. »Trotzdem ist unser Spitzenpaarkreuz nicht chancenlos gegen Berlin«, meint Franz-Josef Lingens angriffslustig. Nina Mittelham, die bekanntlich auch mit der deutschen Mannschaft zur WM nach Malaysia fliegt, habe im Hinspiel nur knapp mit 2:3-Sätzen gegen Shan verloren und auch Shi Qi habe gegen Solja einen Satz gewonnen, begründet Lingens seine Einschätzung.

Im unteren Paarkreuz könnte die Bundesliga in Bad Driburg eine Debütantin erleben. Erstmals soll die Japanerin Miyu Kito für die Berlinerinnen zum Einsatz kommen. Die Hauptstädter hatten vor der Saison zwei junge Japanerinnen verpflichtet, die im Butterfly Table Tennis Center in Frickenhausen trainieren. Bisher stand in der Bundesliga nur Yui Hamamoto am Tisch und überzeugte mit einer 8:1-Bilanz. »Ich habe gehört, dass nun Kito spielen soll«, berichtet Lingens. Die Japanerin gewann 2012 mit ihrer Nationalmannschaft WM-Silber der Mädchen. Ist sie dabei, müsste Sarah DeNutte als erste gegen die Asiatin antreten. Die Luxemburgerin bereitet sie derzeit ebenfalls auf die Weltmeisterschaft in Malaysia vor. »Sarah hat bislang eine tolle Saison gespielt und damit auch andere Vereine auf sich aufmerksam gemacht. Ich sehe aber gute Chancen, dass sie uns erhalten bleibt«, gibt Lingens Einblick in seine Planungen. Vor einer Woche gegen Kolbermoor hatte DeNutte den Ehrenpunkt auf dem Schläger, vergab aber Matchbälle und verlor die Partie schließlich noch in fünf Sätzen. »Sie war danach sehr geknickt«, berichtet Lingens. Gegen Berlin kann die Luxemburgerin dagegen wieder befreit aufspielen.

Katharina Michajlova bekommt es im Spiel gegen den Meister mit einer weiteren WM-Teilnehmerin zu tun. Berlins Gina Pota ist die Nummer eins in Ungarn und mehrfache Team- und Doppeleuropameisterin. »Daran sieht man schon, dass Berlin gerade im unteren Paarkreuz noch mal deutlich besser besetzt ist als Kolbermoor«, untermauert Lingens.

Gefreut hat ihn vor einer Woche der große Fan-Zuspruch. »Trotz der zu erwartenden Niederlage hatten wir 125 Zuschauer in der Halle. Es scheint sich herumzusprechen, dass hier wirklich erstklassiger Sport geboten wird«, sagt der Manager. Eine Niederlage plant er auch gegen Berlin ein, verspricht aber »tolle Spiele«.

Vier WM-Teilnehmerinnen aus drei Nationen, zwei deutsche Spielerinnen der Top-20 der Weltrangliste und eine japanische Jugend-Team-Vizeweltmeisterin bietet der TuS Bad Driburg seinen Fans an diesem Samstag. Mehr geht kaum.

Zuschauer-Info

Das Heimspiel gegen den amtierenden Deutschen Meister, Pokalsieger und Tabellenführer Berlin beginnt an diesem Samstag um 14 Uhr in der Grundschulhalle, Jahnstraße. Das ursprünglich für diesen Sonntag geplante Heimspiel gegen den TV Busenbach ist verlegt worden und findet erst am Samstag, 7. Mai, statt.

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