Achtelfinalspiel im Krombacher-Kreispokal: SpVg. Brakel – Höxter 1:3 (0:0)
Was für ein Schlussakkord

Brakel(WB). Der Jubel ist groß: Die Spieler des SV Höxter haben sich im Achtelfinale des Krombacher-Kreispokals mit 3:1-Toren bei der SpVg. Brakel durchgesetzt.

Donnerstag, 17.03.2016, 20:59 Uhr aktualisiert: 17.03.2016, 21:02 Uhr
Nach dem Schlusspfiff sind die Höxteraner erschöpft, aber glücklich. Die Brakeler wollen nur noch in die Kabine. Foto: Jan-Hendrik Schrick
Nach dem Schlusspfiff sind die Höxteraner erschöpft, aber glücklich. Die Brakeler wollen nur noch in die Kabine. Foto: Jan-Hendrik Schrick

Sieger im Prestigeduell ist der Vorletzte der Landesliga beim Spitzenreiter der Bezirksliga. »Wir sind glücklich, dass wir hier gewonnen haben. Das gibt einen zusätzlichen Push im Abstiegskampf der Landesliga«, sieht SVH-Trainer Stefan Zeisberg sein Team für den Schlussspurt in dieser Saison auf Kurs.

Die Partie nahm einen spannenden Verlauf. In den letzten Minuten nutzten die Gäste zwei Chancen und erzielten die Tore. Entsprechend enttäuscht und ärgerlich war SpVg.-Trainer Burkhard Sturm: »Wir haben uns selber geschlagen, weil wir die zahlreichen Chancen nicht genutzt haben.«

Die SpVg. begann offensiv und lief den SVH früh an. Bereits in der sechsten Minute gab es die erste Chance für den souveränen Primus der Bezirksliga, Staffel drei : Dominik Kling verzog nur knapp. Kurz danach mussten die Kreisstädter verletzungsbedingt Nico Trepschick auswechseln. In der 13. Minute die nächste Doppelchance für die Rot-Schwarzen. Erst scheiterte Andre Schmitt an SVH-Schlussmann Dennis Ferranti, dann setzte Rico Brandl den Nachschuss über das Tor. Der SVH wurde im ersten Abschnitt nur einmal gefährlich: Der Ball im Anschluss an einen Schuss von Kevin Malena war sichere Beute von Denis Siks. Thomas Frederkind konnte bei den Gastgebern aufgrund einer Verletzung im zweiten Durchgang nicht mehr mitwirken.

Kreisstädter gestalten Geschehen nach Pause ausgeglichen

Nach der Pause gestaltete der Landesligist die Geschehnisse offener. Höxter versuchte immer wieder, über Freistöße von Kevin Malena zum Erfolg zu kommen. Es fehlte allerdings die Präzision. SpVg.-Angreifer Andre Schmitt lief alleine auf Dennis Ferranti im Höxteraner Tor zu und scheiterte. Auf der anderen Seite zog Leon Krüger aus 40 Metern einfach mal ab, der Ball klatschte auf die Latte. In der 63. Minute forderten die Brakeler Ersatzspieler auf der Bank die rote Karte für Höxters Kapitän Maximilian Wöhler. Der Abwehrspieler hatte Andre Schmitt per Foul gestoppt und als letzter Mann eine große Chance vereitelt. Es gab zum Glück für den SVH nur Gelb.

In der 80. Minute durften die Höxteraner jubeln. Lucas Balch beförderte den Ball mit der Pike ins Tor. Die Brakeler zeigten sich davon unbeeindruckt. In der 85. Minute war Mark Riechmann nach einer Wetzler-Ecke per Kopf zur Stelle und stellte auf 1:1. Nur 120 Sekunden später war Sascha Zeisberg zur Stelle: Nach Fehler von Rico Brandl eroberte der Stürmer den Ball und schloss zum n 2:1 für Höxter ab. »Zwangsläufig mussten wir alles nach vorne werfen«, sagte Sturm später. Die Brakeler brachten nichts mehr zustande. In der Nachspielzeit wurde der schnelle Lucas Balch geschickt, der SVH-Youngster behielt die Nerven und schob den Ball zum 3:1 für die Gäste ein.

Kurz vor dem Treffer hatte SpVg.-Akteur Dominik Kling die rote Karte gesehen. Der Mittelfeldmotor soll seinem Gegenspieler Leon Krüger angespuckt haben. Krüger sagte später: »Das war nicht so.«

»Wir haben unsere Probleme aktuell in der Chancenverwertung. Machen wir die Tore, gehen wir als klarer Sieger vom Platz. Zudem hätte es für SVH-Abwehrmann Max Wöhler nach einer Stunde Rot geben müssen und das hätte uns in die Karten gespielt«, stellte Burkhard Sturm fest und fügte an: » Wir sind trotzdem auf einem guten Weg und waren spielerisch das bessere Team. Jetzt gilt die volle Konzentration der Liga, damit der Aufstieg klappt.«

»Wir sind nur langsam in das Spiel gekommen. Meine Mannschaft hat sehr konzentriert agiert und die Treffer zur richtigen Zeit gemacht. Wir sind verdient weiter gekommen. Die Zuschauer haben aber sicher gesehen, dass die beiden besten Teams aus dem Kreis gegeneinander gespielt haben«, analysierte Stefan Zeisberg.

SpVg. Brakel: Siks – Derenthal, Brandl, Kling, Frederkind (45. Suermann), Schmitt, Wetzler, Fofana (90. Wiechers-Wiemers), Hartmann (90. Kühlert), Riechmann, Thiel

SV Höxter: Ferranti – Hasenbein, Speith, Pietrzyk, Sa. Zeisberg, Krüger, Trepschick (10. Ifland), Malena, Balch, Wöhler, Werner

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