Raus in Runde eins bei TT-DM in Bielefeld
Mittelham spielt im Tief

Bielefeld/BadDriburg (WB). Auf den Boden der Tatsachen ist Nina Mittelham nach ihrem Erstrunden-Aus bei den Deutschen Tischtennis-Meisterschaften in Bielefeld angelangt. Die Geheimfavoritin verlor gleich ihr erstes Einzel und verabschiedete sich früh aus dem Wettbewerb.

Montag, 21.03.2016, 20:01 Uhr aktualisiert: 21.03.2016, 20:04 Uhr
Bei den Deutschen Meisterschaften scheidet Nina Mittelham in Runde eins überraschend aus.

Nicht nur bei der Nummer eins des Bundesligisten TuS Bad Driburg saß der Stachel tief, auch bei Franz-Josef Lingens: »Die Erwartungen wurden nicht erfüllt, das weiß Nina«, stellte der TuS-Manager fest. Dabei ging Driburgs Spitzenspielern gegen die 14-jährige Natalia Mozler vom TSV Schwabhausen II, die in der dritten Liga aufschlägt, als klare Favoritin ins Match, wurde ihrer Rolle jedoch keineswegs gerecht. Mozler überstand so gerade die Qualifikation, zeigte sich einen Tag später kämpferisch extrem gut aufgelegt und witterte ihre Chance. Auf der anderen Seite tappte Mittelham noch im Ungewissen, eine Standortbestimmung hatte sie noch nicht, da die sie in der Vorrunde nicht antrat.

Außenseiterin Mozler trumpft auf

Zwar holte die Nationalspielerin einen 2:3-Rückstand gegen die Außenseiterin auf, musste sich dann allerdings im entscheidenden siebten Satz mit 6:11 geschlagen geben. Mozler wuchs über sich hinaus, feuerte sich immer wieder lautstark an und zeigte die Faust. Mittelham dagegen erreichte ihr Top-Niveau nicht. »Ihr fehlt es an Selbstbewusstsein, das nur durch Erfolge kommen kann. Nach der langen Verletzungspause mangelt es ebenso an der Sicherheit. Vielleicht ist das wie bei anderen Sportlern normal. Den Kopf in den Sand stecken dürfen wir allerdings nicht. Wir müssen nach vorne schauen, denn es wird wieder aufwärts gehen«, ist Lingens felsenfest überzeugt.

Gegen Mozler zeigte sich aber auch, dass die TuS-Protagonistin weiterhin Probleme mit Angriffsspielerinnen hat, wenn diese das Tempo anziehen. Andererseits verdeutlicht sie ihre Möglichkeiten, laut Lingens, immer wieder gegen Abwehr-Akteurinnen im Ligabetrieb. »Das hat sie gegen Svetlana Ganina oder Ting Yang gezeigt«, verdeutlichte der Manager.

Trost gab es dann auch nicht in der Doppel-Konkurrenz. An der Seite von Alena Lemmer von TUSEM Essen wurde die erste Aufgabe gegen Sonja Busemann (TSV 1909 Langstadt)/Anna Heeg (DJK BW Münster) gemeistert. Nach dem 3:0-Sieg folgte eine 0:4-Niederlage im Viertelfinale gegen das an eins gesetzte Doppel Kristin Silbereisen/Sabine Winter (beide SV DJK Kolbermoor).

Um die einstige Form wie bei den German Open 2013, als sie die einzige Europäerin im Achtelfinale war und Tischtennis-Deutschland begeisterte, zu erreichen, muss Mittelham weiter hart arbeiten. Gesundheitlich ist die Leidgeprüfte inzwischen wieder stabil. Dennoch bleibt der Weg zurück ein steiniger. Das haben die Deutschen Meisterschaften gezeigt.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3884548?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2198415%2F2514657%2F
Ein Jahr rollt der Widerstand
Nach den Offiziellen kamen die Demonstranten: Das Bild ist am 15. Juli 2020 entstanden, direkt im Anschluss an die Verkehrsfreigabe der nagelneuen Weserbrücke.
Nachrichten-Ticker