Fußball-Westfalenpokal: SVB-Frauen erwarten am Feiertag Germania Hauenhorst
Bökendorf träumt vom Finale

Bökendorf(WB). Die Frauen des SV Bökendorf wollen Geschichte schreiben. Als erstes Team aus dem Sportkreis Höxter können sie sich an diesem Donnerstag für das Endspiel um den Fußball-Westfalenpokal qualifizieren. Im Halbfinale empfängt die Elf von Trainer Sven Schmidt um 13 Uhr Germania Hauenhorst.

Donnerstag, 05.05.2016, 03:00 Uhr aktualisiert: 05.05.2016, 03:10 Uhr
Yvonne Hansmeier enteilt ihren Verfolgerinnen – so eine Szene würden die Zuschauer auch gerne an diesem Donnerstag in Bökendorf sehen. Der Gastgeber hat gegen Germania Hauenhorst die große Chance, ins Finale des Westfalenpokals zu stürmen. Foto: Sylvia Rasche
Yvonne Hansmeier enteilt ihren Verfolgerinnen – so eine Szene würden die Zuschauer auch gerne an diesem Donnerstag in Bökendorf sehen. Der Gastgeber hat gegen Germania Hauenhorst die große Chance, ins Finale des Westfalenpokals zu stürmen. Foto: Sylvia Rasche

Beide Mannschaften kennen sich gut. Erst vor zwei Wochen war Hauenhorst in Bökendorf zu Gast und hat in der Liga die zweite Saisonniederlage erlitten. 1:0 für Bökendorf gegen den Westfalenliga-Spitzenreiter hieß es nach 90 Minuten. Ein Ergebnis, das Sven Schmidt auch an diesem Donnerstag sofort unterschreiben würde. Doch der Coach ist gewarnt. Hauenhorst zweimal innerhalb so kurzer Zeit zu besiegen, ist schwer. »Hauenhorst ist der stärkste Gegner, den wir im Halbfinale bekommen konnten«, meint Schmidt, der damit rechnet, dass die Gäste sogar ihre zweifache Weltmeisterin Kerstin Stegemann mit in den Kreis Höxter bringen. »Stegemann spielt sporadisch in den Heimspielen von Hauenhorst mit. Aber nicht nur für uns, auch für unseren Gegner ist es das Spiel des Jahres. Daher kann ich mir schon vorstellen, dass sie alles versuchen, um mit der besten Truppe anzureisen«, ist Schmidt gewarnt.

Eine erste Begegnung mit der ehemaligen Nationalspielerin ab es im Hinspiel. Damals wurde Stegemann eingewechselt, konnte aber nicht verhindern, dass Bökendorf einen Punkt mitnahm.

Der SVB hat in dieser Saison bisher viel investiert, um im Pokal so weit zu kommen. In der ersten Runde gab es den Überraschungs-Sieg gegen Regionalligist Warendorf. »Eigentlich war Warendorf mein Favorit auf den Titel«, hatte der damals einen hohen Stellenwert für Sven Schmidt. »Anschließend sind wir zweimal in der Woche nach Heesen und Coesfeld gefahren. Das waren enorme Anstrengungen, solche Auswärtsspiele an normalen Arbeitstagen zu bewerkstelligen«, betont der Coach. Daher hätten es seine Damen verdient, jetzt mit dem Finaleinzug den Lohn einzufahren. Für den DFB-Pokal qualifiziert sich übrigens nur der Westfalenpokalsieger. Im Vorjahr war das Billerbeck, die auf dem Weg zum Titel Bökendorf besiegt hatten, um am Ende gegen Champions-League-Sieger Wolfsburg aufs Feld zu dürfen.

So weit ist der SV Bökendorf noch nicht, war aber auch noch nie so nah an der großen Fußballbühne. »Wir werden alles geben und setzten dabei auch auf die Euphorie im Umfeld. Davon leben wir und hoffen, dass viele Leute kommen und uns ins Finale tragen.«

Die Gäste setzen übrigens eigens einen Fanbus ein. Schon um 8.30 Uhr geht es los. Das wird ein langer Tag. Vielleicht ist das ein Vorteil für den SV Bökendorf, der zu Hause erst eine einzige Niederlage in dieser Saison erlitten hat – und gegen Spitzenreiter Hauenhorst in dieser Saison sogar noch ungeschlagen ist.

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