Tischtennis-Bundesliga: Heimsieg und Auswärtsniederlage zum Saisonabschluss
Driburg bleibt auf Bronzeplatz

Bad Driburg(WB). Der TuS Bad Driburg hat sein eigenes Saisonziel übertroffen und schließt die zweite Saison nach der Rückkehr in die Tischtennis-Bundesliga als Tabellendritter ab. »Das ist eine tolle Leistung«, schwärmt Manager Franz-Josef Lingens.

Montag, 09.05.2016, 04:00 Uhr
In der Ruhe liegt die Kraft: Mit viel Übersicht und Coolness hat Katharina Michajlova ihr Einzel gegen Busenbach gewonnen. Foto: Sylvia Rasche
In der Ruhe liegt die Kraft: Mit viel Übersicht und Coolness hat Katharina Michajlova ihr Einzel gegen Busenbach gewonnen. Foto: Sylvia Rasche

Schon nach dem 6:2-Heimsieg am Samstag war seinem Team der Bronzeplatz nicht mehr zu nehmen. Die 3:6-Niederlage am Sonntag bei der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim fiel da nicht mehr ins Gewicht.

Der Sieg gegen Busenbach war allerdings nicht so klar, wie es das Ergebnis erscheinen lässt. »Wir haben am Anfang ganz schön gezittert und uns dann glücklicherweise gefangen«, analysiert Lingens den Spielverlauf. Wie so oft in dieser Saison stand es nach den Doppeln 1:1. In den Spitzeneinzeln drohte ein 1:3-Rückstand, den Nina Mittelham aber abwehrte. Shi Qi fühlte sich nicht wohl, unterlag Tanja Krämer in drei Sätzen. Am Nebentisch lag Mittelham gegen die Ex-Driburgerin Jessica Göbel schon 0:2 zurück, fand dann aber besser ins Spiel und drehte die Partie noch zu ihren Gunsten. Im unteren Paarkreuz sorgte diesmal Katharina Michajlova für Schlagzeilen – und hatte sichtlich Spaß daran. In allen drei Sätzen gegen die italienische Nationalspielerin Debora Vivarelli lag sie in der Endphase zurück, wehrte insgesamt mehr als ein Dutzend Satzbälle ab, um mit 14:12/13:11/12:10 zu gewinnen. »Katharina bleibt in den entscheidenden Phasen immer cool«, lobte Lingens die Nervenstärke seiner glänzend aufgelegten Nummer vier. Da auch Sarah DeNutte ihr erstes Einzel gewann, lag Driburg erstmals in Führung. Aus dem 4:2 wurde ein kampfloses 5:2, weil Jessica Göbel wegen Achillessehnenproblemen nicht mehr gegen Shi Qi antrat. Nina Mittelham machte den Sack mit einem 3:1-Sieg gegen die ehemalige Deutsche Meisterin Tanja Krämer zu. »Endlich habe ich mal wieder beide Einzel gegen Angriffsspielerinnen gewonnen«, freute sich Mittelham über ihren Auftritt.

Am Sonntag war die Luft nach einer langen Saison und der Anreise nach Bingen allerdings raus. Shi Qi und Nina Mittelham gewannen noch einmal ihr Doppel und verbesserten sich damit auf Platz drei der Doppel-Rangliste der Bundesliga direkt hinter den Spitzendoppeln aus Berlin und Kolbermoor. Aus dem 1:1 nach der Doppelrunde wurde dann aber ein 1:3 zur Pause und sogar ein 1:4 direkt im Anschluss. So leicht wollten die Driburgerinnen Bingen die Punkte nicht am Mäuseturm lassen und bäumten sich noch ein letztes Mal auf. Sarah DeNutte und Shi Qi punkteten. Nina Mittelham musste sich Abwehr-Ass Ding Yaping nach hartem Kampf und einem vergebenen Matchball in fünf Sätzen geschlagen geben. »Das war trotz der Niederlage eines ihrer besten Spiele«, lobt Lingens. Insgesamt habe man dem Team angemerkt, dass vier Spiele in neun Tagen Kraft gekostet hätten. »Wir haben eine Wahnsinns-Saison gespielt. Mit dieser Niederlage gegen starke Bingener können wir leben«, fasst Lingens zusammen.

Die TuS-Statistik

TuS Bad Driburg - TV Busenbach 6:2 Mittelham/Shi Qi - Vivarelli/Sabo 3:1, DeNutte/Michajlova - Krämer/Göbel 0:3, Mittelham - Göbel 3:2, Shi - Krämer 0:3, DeNutte - Sabo 3:1, Michajlova - Vivarelli 3:0, Mittelham - Krämer 3:1, Shi - Göbel 3:0.

TTG Bingen - TuS Bad Driburg 6:3 Matelova/Cechova - DeNutte/Michajlova 3:1, Ding/Wan - Mittelham /Shi Qi 2:3, Ding - Shi Qi 3:0, Matelova - Mittelham 3:1, Cechova - Michajlova 3:1, Wan - DeNutte 1:3, Ding - Mittelham 3:2, Matelova - Shi Qi 2:3, Cechova - DeNutte 3:2.

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