Judo: Höxteranerin triumphiert in Málaga
Starke holt EM-Gold

Höxter (WB/syn). Sie klettert mit Freudentränen in den Augen auf das Siegerpodest. Die 19-jährige Höxteranerin Pauline Starke ist erstmals in ihrer noch jungen Laufbahn Judo-Europameisterin. Im spanischen Málaga lief die Bundesliga-Kämpferin zu absoluter Höchstform auf und belohnte sich selbst mit dem größten Triumph ihrer Laufbahn.

Montag, 19.09.2016, 09:24 Uhr aktualisiert: 19.09.2016, 09:27 Uhr
Nach dem EM-Triumph in Málaga genießt Pauline Starke (rechts) den Jubel (von links) Elna und Janne Ahrenhold, Mutter Kerstin Starke, Landestrainer Raik Schillbach, Trainerin Meike Ahrenhold und die neue Europameisterin Pauline Starke aus Höxter. Foto: European Judo Union
Nach dem EM-Triumph in Málaga genießt Pauline Starke (rechts) den Jubel (von links) Elna und Janne Ahrenhold, Mutter Kerstin Starke, Landestrainer Raik Schillbach, Trainerin Meike Ahrenhold und die neue Europameisterin Pauline Starke aus Höxter. Foto: European Judo Union

Vor der Reise nach Andalusien musste Pauline Starke, die im HLC Höxter mit dem Judo begann und seit drei Jahren im Olympiastützpunkt Niedersachsen trainiert, durch eine lange Qualifikationsphase. »Nur wer es in der ersten Jahreshälfte auf internationaler Ebene bei bestimmten Turnieren in die Medaillenränge schaffte, hatte Aussicht auf eine Fahrkarte nach Südspanien«, erklärt Vater Markus Starke. Bei fünf internationalen Starts 2016 holte die Höxteranerin vier Medaillen. Besser geht es kaum.

In Málaga hatte Pauline Starke schon in der Vorrunde starke Gegnerinnen. »Zu Beginn des Wettkampfes sah es nicht so aus, dass ich heute überhaupt eine Medaille holen könnte«, meinte die Höxteranerin. Doch sie sollte sich selbst überraschen. Mit drei souveränen Siegen im Haltegriff qualifizierte sie sich für das Halbfinale. Mit Stefania Dobre (Rumänien) stand ihr hier die Weltranglistenerste, Vizewelt- und amtierende Europameisterin gegenüber. Nur drei Minuten und sechs Sekunden später hatte Starke wiederum mit einem Haltegriff auch Dobre klar gemacht, dass sie an diesem Tag um den Titel kämpfen wollte.

Finalgegnerin Andreja Leski, Dritte der Junioren-WM 2015, musste anschließend ebenfalls die Stärke der Höxteranerin anerkennen. »Wir hatten Pauline perfekt auf Leski eingestellt. Ihr knallharter Griffkampf war Basis des Erfolges«, erklärt Landestrainer Raik Schillbach. Für eine blitzschnell angesetzte Außensichel bekam Starke eine mittlere Wertung und setze wiedermal mit Haltgriff nach, den sie zwar nicht über die Zeit halten konnte, für den sie aber dennoch eine hohe Wertung bekam. Die nun noch verbleibenden acht Sekunden bis zu Schlussgong brauchten wenig Routine, um den Sieg sicher einzufahren.

Am Sonntagabend gab es als Zugabe für Pauline Starke auch noch Gold mit der deutschen Mannschaft (Bericht folgt)!

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