Sa., 15.09.2018

Senioren-WM in Malaga: Drewes Siebte Medaillenchance mit der Staffel

Die Höxteranerin Kerstin Drewes hat bei der Weltmeisterschaft über 400 Meter Platz sieben belegt. Latrica Dendy (links) aus den USA ist die neue Weltmeisterin.

Die Höxteranerin Kerstin Drewes hat bei der Weltmeisterschaft über 400 Meter Platz sieben belegt. Latrica Dendy (links) aus den USA ist die neue Weltmeisterin.

Von Sylvia Rasche

Höxter/Malaga (WB). Den siebten Platz hat die Höxteraner Leichtathletin Kerstin Drewes über 400 Meter bei den Weltmeisterschaften der Senioren in Malaga belegt. Ihre Medaillenhoffnung hegt sie aber weiterhin.

Über 400 Meter hatte sich die W45-Athletin mit zwei souveränen Läufen für das Finale der besten acht qualifiziert. Auf Bahn sieben startend, lag die große Favoritin Latrica Dendy aus den USA auf Bahn acht direkt vor ihr. »Ich wusste, dass ich da nicht mitgehen durfte, weil ich sonst eingebrochen wäre. Einen anderen Anhaltspunkt hatte ich aber nicht. Das war sehr schwierig«, schildert die 46-Jährige das Rennen in Andalusien. In der letzten Kurve habe sie es dann verpasst, Gas zu geben und sei so in 62:26 Sekunden auf Platz sieben ins Ziel gekommen. »Mit der Zeit bin ich gar nicht zufrieden. Ich kann schneller laufen und hatte nach dem Halbfinale auch mit einer 60er Zeit gerechnet«, erklärt Kerstin Drewes, die im Sommer eine Verletzungspause einlegen musste. Daher fehlen ihr Tempo- und Wettkampfhärte. »Es ist trotzdem total schön, hier zu laufen. So eine hohe Leistungsdichte gibt es sonst nicht.«

An diesem Sonntag ist sie noch zweimal mit der deutschen Staffel am Start. Über 4x100-Meter wird das Team wohl in der jüngeren Altersklasse W40 an den Start gehen müssen, da nur drei der W45-Athletinnen noch vor Ort sind. »Die WM dauert ja fast zwei Wochen und die 100 Meter waren gleich zu Beginn, so dass einige Athleten schon abgereist sind«, berichtet die Höxteranerin. Die Altersklassenstarter sind fast alle berufstätig und müssen für die großen internationalen Wettkämpfe einen Teil ihres Jahresurlaubs opfern.

Mit der 4x400-Meter-Staffel rechnet sich Kerstin Drewes allerdings mit etwas Glück und gutem Rennverlauf Medaillenchancen aus. »Drei der vier Staffelläuferinnen waren im Halbfinale über 400 Meter, zwei von uns im Finale. Die vierte Athletin, Eva Trost, kommt aus der W50, ist dort aber Weltmeisterin über 800 Meter geworden«, berichtet Kerstin Drewes. Einer der Favoriten dürfte Australien sein, das ebenfalls zwei 400-Meter-Läuferinnen im Einzelfinale stellte. »Aber so genau weiß man das gerade in der Staffel nie. Da muss alles passen«, sagt Drewes und freut sich auf den letzten WM-Tag am Sonntag in Malaga. Am Montag geht es dann wieder zurück in die Heimat – und das ja vielleicht doch noch mit Edelmetall im Gepäck.

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