So., 04.11.2018

Deutscher Meister Gröschel top in Lüchtringen – Rekorde purzeln Unter Flutlicht geht die Post ab

Beim 14. Flutlicht-Crosslauf und den OWL-Meisterschaften geht es los: Mit 76 Teilnehmern verzeichnet Gastgeber LF Lüchtringen das bisher größte Teilnehmerfeld über die Distanz von 4000 Metern (drei Runden).

Beim 14. Flutlicht-Crosslauf und den OWL-Meisterschaften geht es los: Mit 76 Teilnehmern verzeichnet Gastgeber LF Lüchtringen das bisher größte Teilnehmerfeld über die Distanz von 4000 Metern (drei Runden). Foto: Heinz Wilfert

Von Heinz Wilfert

Lüchtringen  (WB). Die Startnummer eins auf der Brust ist für Tom Gröschel ein gutes Omen und Ansporn zugleich: Der Vorjahressieger wird beim 14. Flutlicht-Crosslauf der LF Lüchtringen über die Hauptstrecke von 7900 Metern seiner Favoritenrolle vollends gerecht und beeindruckt mit einem Start-Ziel-Sieg.

Der Flutlicht-Crosslauf in Verbindung mit den OWL-Meisterschaften und den Kreismeisterschaften – für jeden war im Lüchtringer Sollingstadion etwas dabei. Nationale Spitzenläufer gaben sich die Ehre. Die Gastgeber von den Leichtathletikfreunden Lüchtringen, die erstmals Flutlicht-Cross und OWL-Meisterschaften an einem Abend ausrichteten, freuten sich über 200 Starter. Das war Teilnehmerrekord.

Der 27-jährige Gröschel, der für den TC Fiko Rostock startet, ist Deutschlands schnellster Polizist. In Lüchtringen war er als Deutscher Marathonmeister angetreten. Bei den LA-Europameisterschaften in Berlin war Gröschel im August als Elfter im Marathon bester Deutscher. »Es ist ein besonderer Reiz, hier zu laufen«, war der Topfavorit und Deutsche Meister vor dem Start voller Vorfreude. Gesagt, gelaufen – Gröschel spulte die 7900 Meter, das waren sechs Runden, präzise wie ein Schweizer Uhrwerk herunter. Im Ziel wirkte er so fit, als sei nichts passiert. Seinen famosen Streckenrekord aus dem Vorjahr von 26:45 Minuten konnte Gröschel allerdings nicht knacken – die Stoppuhr blieb nach 27:37 Minuten stehen. Das war immer noch eine Superzeit. »Die Strecke war top ausgeleuchtet«, lobte der souveräne Sieger.

Kaschura auf Platz zwei

 

Auf Platz zwei lief der starke Jan Kaschura von »RunArtist« Holzminden in 29:17 Minuten. Der Holzmindener, Vierter beim Hermannslauf im Frühjahr, befindet sich nach wie vor in einer ausgezeichneten Form. »Gröschel, der an den Anstiegen bärenstark war, konnte ich nicht Paroli bieten. Ich wollte nicht mehr als zwei Minuten verlieren. Das habe ich geschafft«, frohlockte Kaschura. Hinter Thomas Kruse (Laufladen Endspurt) wurde Mathias Nahen vom TV Jahn Bad Driburg Vierter. Der Bad Driburger lief seine Runden gleichmäßig und duellierte sich lange mit Sebastian Schär. Letztlich legte der Bad Driburger zu und blieb mit 29:59 Minuten knapp unter der 30 Minuten-Grenze. »Am Ende des Laufes hatte ich noch Reserven«, sagte Nahen. Ich wollte noch einmal zulegen, das ist mir letztlich gelungen«, so Nahen. Sebastian Schär vom TSV Schloß Neuhaus belegte in 30:20 Minuten Platz fünf. Der talentierte Eversener Matthias Berkemeier, der für die LF Lüchtringen läuft, wurde in 31:02 Minuten Sechster.

Meder schwärmt

»Der Lauf hat Bock gemacht«. war Damensiegerin Madeline Meder vom HLC Höxter nach längerer Wettkampfpause begeistert. »Ich wollte an den Schneider-Drillingen dran bleiben und unter 38 Minuten laufen. Das habe ich in 37:46 Minuten geschafft. Der Titel OWL-Meisterin macht mich stolz«, war Meder happy.

Sieger über 4000 Meter wurde Jan Hense, der wie Gröschel zur Wattenscheider Trainingsgruppe um Jonas Beverungen gehört. Hense triumphierte in 13:59 Minuten vor Lokalmatador Jan Holtbrügge in 14:27 Minuten. Jonas Beverunger wurde in seinem Heimatdorf in 14:33 Minuten Dritter. »Nach einer Trainingspause haben mir noch einige Körner gefehlt«, sagte Beverungen. Tim Holtbrügge wurde in 14:34 Minuten Vierter. Gesamt-Damensiegerin wurde Janine Lins. Die schnelle Frau vom TV Wattenscheid wurde ihrer Favoritenrolle über 4000 Meter gerecht und triumphierte in 16:59 Minuten. Die Ottbergerin Kea Wagemann, die für den LC Paderborn läuft, schaffte in 17:24 Minuten eine glänzende Zeit.

»Mit 76 Athleten waren über 4000 Meter so viele Athleten wie noch nie zuvor am Start«, stellte Hans-Jörg Friedrich heraus. Der 14. Flutlicht-Crosslauf sorgte in vielerlei Hinsicht für Rekorde.

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