Jonas Klur entzündet Feuer für Christus und ist Kicker beim SV Höxter
Vikar spielt ganz stark auf

Höxter  (WB). Jonas Klur ist seit 15 Monaten Vikar im Pastoralverbund Corvey und will das Feuer für Christus bei den Menschen entzünden. Der agile Sportler setzt dabei auch auf die Kraft des Fußballs.

Samstag, 29.12.2018, 06:10 Uhr aktualisiert: 29.12.2018, 06:20 Uhr
Tolle Einstellung und großer Wille: Jonas Klur in seiner Wohnung in der Dechanei am Markt in Höxter. »Hier in Höxter fühle ich mich sehr wohl«, stellt der Vikar heraus. Foto: Jürgen Drüke
Tolle Einstellung und großer Wille: Jonas Klur in seiner Wohnung in der Dechanei am Markt in Höxter. »Hier in Höxter fühle ich mich sehr wohl«, stellt der Vikar heraus. Foto: Jürgen Drüke

»Glaube und Fußball – das passt sehr gut zusammen«, sagt Klur, der am 10. Oktober 2016 in Rom zum Priester geweiht wurde. Der Mann aus dem Sauerland wohnt in der Dechanei am Markt in Höxter und schwärmt: »Hier fühle ich mich wohl. Die Menschen sind aufgeschlossen, sie hören zu und geben viel. Der Glaube ist hier im täglichen Leben verankert.«

Start mit dem Morgengebet

Der Tag von Jonas Klur beginnt morgens um 6.30 Uhr mit dem Morgengebet. Seine Hauptaufgabe sieht Klur darin, Kinder und Jugendliche zu begleiten. So gibt der Vikar Religionsunterricht am König-Wilhelm-Gymnasium in Höxter und an der Grundschule in Albaxen. Mit Ottberger Pfadfindern bringt der Geistliche Projekte voran. Gegen Ende der Sommerferien war Klur mit heimischen Messdienern in Rom. »Beim ­A-Ligisten SV Höxter spiele ich gerne Fußball. Wir sind ein tolles Team«, stellt der Ex-Westfalenligaspieler der SpVg. Olpe heraus. Mit dem SVH überwintert der Mittelfeldspieler nun auf dem achten Tabellenplatz. »Die Mannschaft hat Potenzial. Wir können uns in der zweiten Saisonhälfte noch verbessern«, ist der technisch versierte Kicker überzeugt. Die Höxteraner Kicker haben sich an ihren außergewöhnlichen Mitspieler gewöhnt: »Für sie ist es inzwischen normal. Allerdings kann ich nicht bei jedem Training und auch nicht in jedem Spiel dabei sein«, berichtet Klur. Seine Mission umschreibt er prägnant: »Bei den Menschen möchte ich das Feuer für Christus entzünden.«

Sauerländer in Höxter

Der neue Bürger Höxters stammt aus dem 1300 Einwohner zählenden Dorf Altenhof im Sauerland. Hier spielte er seit der F-Jugend Fußball. Als Seniorenspieler spielte der Altenhofer ­höherklassig. Sein Talent war offensichtlich – die Nachbarvereine wurden auf den Youngster aufmerksam. Mit der ersten Seniorenmannschaft der SpVg. Olpe kickte Klur in seiner Sturm- und Drangzeit in der Westfalenliga.

Der dynamische Vikar kennt die Aussage, dass Fußball Religion sei. Der Glaube an Gott sei einzigartig und fasziniere ihn. Allerdings wusste er zunächst nicht, wohin seine Reise gehen würde. Nach dem Abitur studierte Klur Deutsch und Religion in Marburg. Er wollte Lehrer werden. Doch zunächst begab sich der junge Mann nach Bolivien. »Hier habe ich ein Jahr in einer Ordensgemeinschaft in Santa Cruz gearbeitet. Die Menschen, die in ärmsten Verhältnissen leben, haben mich fasziniert«, blickt der Vikar zurück. Der unerschütterliche Glaube mache sie stark. Das Jahr Auszeit lieferte letztlich die Antwort auf die entscheidende Lebensfrage: »Priester ist der Beruf, in dem ich mich und meine Vorstellungen verwirklichen kann«, war sich Klur sicher.

Ein Jahr in Bolivien

Nach dem prägenden Jahr in Lateinamerika folgte ein zweijähriges Priesterseminar in Paderborn. Danach studierte Klur drei Jahre am Germanicum in Rom. Nach einem Jahr als Diakon in Unna schlossen sich zwei Jahre Aufbaustudium in Rom an.

Ende des Jahres 2018 klingt eine Aussage wie eine Liebes-Botschaft an seine neue Heimat: »Höxter ist eine sehr schöne Stadt. Die Landschaft ist faszinierend.« Corvey, der Heiligenberg und das koptische Kloster in Brenkhausen seien wundervolle Orte.

Aus der Bibel folgt Klur einem Leitspruch: »Feuer auf die Erde zu werfen, bin ich gekommen. Und wie wünschte ich, es würde schon brennen« (Lukas. Kapitel 12, Vers 49). Jonas Klur will das Feuer für Christus bei den Menschen entzünden. Der Höxteraner Vikar befindet sich weiterhin auf Entdeckertour. So wie vor einigen Jahren in Bolivien.

»Der Glaube und das Leben eröffnen tägliche neue Möglichkeiten und Perspektiven. Gott ist bei uns und begleitet uns«, sagt Klur und hat seine Mission gefunden. Vier Jahre wird der Vikar noch in Höxter sein. Jonas Klur wird in dieser Zeit stark aufspielen: »Glaube, Einstellung und Menschlichkeit sind wichtig«, sagt er.

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