Di., 17.09.2019

Diese Saison müsse Aufstieg nicht sein, so Lüchtringens Trainer Sebastian Schwedhelm »Langfristig zurück in A-Liga«

»Alle ziehen an einem Strang und spielen diszipliniert«, lobt Sebastian Schwedhelm sein Team.

»Alle ziehen an einem Strang und spielen diszipliniert«, lobt Sebastian Schwedhelm sein Team. Foto: René Wenzel

Lüchtringen (WB). Der TuS Lüchtringen ist der erste Verfolger des Top-Favoriten SV Bredenborn in der Fußball-Kreisliga-B-Nord. Einen großen Anteil am Aufschwung des Klubs von der Weser besitzt Trainer Sebastian Schwedhelm. Im Interview stellt sich der 40-Jährige den Fragen unseres Mitarbeiters René Wenzel.

 

Herr Schwedhelm, 20 Punkte nach acht Spielen – mit dem Start und Platz zwei in der Tabelle dürften Sie sehr zufrieden sein.

Sebastian Schwedhelm: Das stimmt. Basis hierfür war eine gute Vorbereitung, in der alle Spieler sehr gut mitgezogen und in den überwiegend erfolgreichen Testspielen die neuen taktischen Vorgaben sehr gut umgesetzt haben. Hinzu kommen natürlich die Neuzugänge Simon Köhne und Arndt Raßmann, die sofort eingeschlagen haben. Thomas Zemella wird erst Ende des Monats in das Training einsteigen und wird das Team auch noch einmal positiv pushen.

Ist die Mannschaft im Vergleich zur Vorsaison daher auch in der Breite besser aufgestellt?

Schwedhelm: Ja, auch dank der hochgemeldeten A-Jugendlichen, die sich super integriert haben und den Konkurrenzkampf anheizen. Natürlich darf man aber auch nicht den alten Spielerstamm vergessen, der sich seit Beginn meiner Tätigkeit sehr diszipliniert verhalten hat und wie alle Spieler dem Fußball wieder einen höheren Stellenwert einräumt. Die Chemie stimmt bei uns.

Zuletzt gab es einen 4:2-Sieg bei der SG Bellersen/Aa-Nethetal/Bökendorf. Hat Ihre Mannschaft dabei die Ambitionen für einen Spitzenplatz untermauert?

Schwedhelm: Als Sportler möchte man immer das Bestmögliche erreichen und zurzeit stimmen unsere Leistungen. Gegen die SG haben wir verdient gewonnen, obwohl nicht alles in den 90 Minuten perfekt lief. Wir arbeiten weiter hart daran, dass wir zurecht in der Spitzengruppe bleiben.

Was macht den TuS Lüchtringen aktuell so stark?

Schwedhelm: Besonders gut ist bei uns, dass alle an einem Strang ziehen, Spaß haben und taktisch diszipliniert spielen. Offensiv stehen wir mit fast vier erzielten Toren pro Spiel natürlich sehr gut da. Aber auch die Defensive hat sich deutlich stabilisiert.

Sehen Sie Ihre Mannschaft mit dem Spitzenreiter SV Bredenborn auf einem Level?

Schwedhelm: Verstecken müssen wir uns vor Bredenborn auf keinen Fall, aber man muss natürlich auch deren sieben Siege in Folge loben. Im Gegensatz zu uns haben sie den Druck, unbedingt aufzusteigen und kommen damit derzeit sehr gut klar. Es wird am kommenden Samstag ein Spiel auf Augenhöhe, was sich meine Spieler aufgrund der gezeigten Leistungen verdient haben.

Ist das Spiel gegen Bredenborn so früh in der Saison schon richtungsweisend?

Schwedhelm: Für uns ist es natürlich ein Highlight, ungeschlagen auf eigenem Platz gegen den mit der perfekten Punkteausbeute gestarteten Tabellenführer zu spielen. Es ist ein sehr wichtiges Spiel für beide Teams, aber die Saison ist noch sehr jung und es kann noch viel passieren.

Wollen Sie um den Aufstieg mitspielen?

Schwedhelm: Unser Ziel vor Saisonbeginn war es, sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen. Wir haben langfristig die Ambition, den Sprung zurück in die A- Liga zu schaffen, aber das muss nicht in dieser Saison passieren. Ich kenne die A-Liga bestens von meiner Trainertätigkeit beim SV Brenkhausen/Bosseborn und weiß, dass wir uns auch dort behaupten könnten. Ich sehe viel Potenzial in der aktuellen Mannschaft, ansonsten hätte ich den Trainerposten nicht übernommen.

Sie sind mit Ihrer Mannschaft auch noch im Kreispokal mit dabei. Am 2. Oktober kommt der SV Dringenberg. Wie wichtig ist Ihnen dieser Wettbewerb?

Schwedhelm: Die ersten Pokalrunden vor dem Saisonstart werte ich ehrlicherweise als Testspiele mit Wettkampfcharakter. Jetzt stehen wir aber im Viertelfinale und wollen nicht nur ein Testgegner für Dringenberg sein, sondern einen ordentlichen Pokalfight vor unseren eigenen Fans abliefern. Als B-Ligist ins Pokalhalbfinale einzuziehen, wäre ein Highlight.

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