Mi., 02.10.2019

Brakels Christopher Wetzler und Nieheims Tobias Puhl im Sportgespräch Puhl: »Brakel ist der Favorit«

Brakel/Nieheim (WB). Die beiden Topfavoriten im Seniorenfußball-Kreispokal treffen bereits im Viertelfinale aufeinander. Die Spvg 20 Brakel empfängt am Tag der Deutschen Einheit den Landesliga-Kontrahenten FC Nieheim. Vor dem um 15 Uhr beginnenden Spiel hat sich Mitarbeiter René Wenzel mit Brakels Christopher Wetzler (29 Jahre) und Nieheims Tobias Puhl (28) unterhalten. Am Sonntag, 6. Oktober, folgt dann in der Landesliga das Derby in Nieheim.

 

Herr Wetzler, Herr Puhl, wenn Sie sich entscheiden müssten: Weiterkommen im Kreispokal oder drei Punkte am kommenden Sonntag in der Landesliga?

Christopher Wetzler: Wir wollen natürlich am liebsten beide Spiele gewinnen. Da das Pokalfinale im kommenden Jahr in Brakel stattfindet, wäre das schon ein Highlight. Aber auch in der Liga wollen wir uns weiterhin oben festsetzen und unseren Anspruch als Nummer eins im Sportkreis Höxter festigen. Tobias Puhl: Ich würde das Weiterkommen im Pokal bevorzugen. In der Liga hat man noch genug Zeit, die Fehler wieder gutzumachen. Im Pokal wären wir direkt raus. Außerdem war es einfach ein unglaublich geiles Gefühl, letztes Jahr den Pokal nach Nieheim zu holen.

Welche Bedeutung haben die beiden Spiele für Sie?

Wetzler: Es ist schon etwas Besonderes. Die Duelle auch in den Jahren zuvor gegen Nieheim waren immer heiß umkämpft. Da man jetzt in der gleichen Liga spielt, will man natürlich zeigen, wer die Nummer eins ist. Ich kenne den Großteil der Mannschaft persönlich und habe auch mit einigen zusammengespielt. Da freut man sich umso mehr auf die Duelle.Puhl: Für mich haben die beiden Spiele eine Riesen-Bedeutung. Brakel ist und wird für immer mein Heimatverein bleiben. Außerdem habe ich das erste Mal nach meinem Abgang richtig die Möglichkeit, gegen Brakel über 90 Minuten lang zu spielen.

Rechnen Sie damit, dass die Spvg 20 Brakel und der FC Nieheim in den kommenden Jahren die Aushängeschilder des Sportkreises Höxter bleiben?

Wetzler: Davon muss man aktuell ausgehen. Brakels Unterbau sorgt dafür, dass man jedes Jahr auf top ausgebildete Jugendspieler zurückgreifen kann und diese auch ohne Bedenken ins kalte Wasser werfen kann. Nieheim hat eine starke Truppe, die wahrscheinlich in den nächsten Jahren erst mal so zusammenbleibt und bei Bedarf verstärkt werden kann.Puhl: Brakel wird für immer das Aushängeschild im Kreis bleiben. Vielleicht schaffen wir es, für ein, vielleicht auch zwei Jahre, mitzuhalten oder mal eine bessere Saison hinzulegen. Allerdings ändert das nichts am Gesamtpaket der Spvg. Sie verfügt einfach über eine super Jugend und wird immer eine gute Truppe haben.

Wie sehen Sie die beiden Mannschaften im direkten Vergleich?

Wetzler: Ich kann die beiden Teams schlecht miteinander vergleichen, da ich in dieser Saison noch kein Spiel von Nieheim gesehen habe. Sie haben ihren ohnehin guten Kader vor der Serie noch einmal mit starken Einzelspielern verstärkt. Ich kann aber schlecht beurteilen, wie sie als Mannschaft funktionieren. Wir haben eine eingespielte Truppe, die seit Jahren über die mannschaftliche Geschlossenheit kommt.Puhl: Ich würde uns von der Erfahrung her besser aufgestellt sehen – auch qualitativ von den Einzelspielern her. Aber das alles bringt nichts, da man auf dem Platz nicht alleine spielt. Brakel macht das momentan besser und ist der Favorit.

Gibt es Spieler beim Gegner, mit denen Sie gerne in einem Team spielen würden?

Wetzler: Ich hätte gerne gewusst, wie es gelaufen wäre, wenn mehr Spieler aus dem A-Jugend-Aufstiegsjahr zusammengeblieben wären. Mit Philippe Soethe und Tobias Puhl spielen mittlerweile zwei davon in Nieheim. Wen ich auf jeden Fall lieber in meiner Mannschaft hätte, als gegen ihn zu spielen, ist Robert Wezorke. Es tut einfach jeder Zweikampf mit ihm weh.Puhl: Brakel hat mit Daniel Suermann, Nick Neumann, Lucas Morzonek, Dominik Kling und Christopher Wetzler einige gute Kicker mit dabei. Da fällt es nicht leicht, sich einen rauszupicken. Aber klar würde ich Wetzler nehmen. Wir haben uns in der Jugend auf dem Feld blind verstanden und würden das sicher auch jetzt wieder tun.

Sie kennen sich als Mitspieler und Kumpel. Wie würden Sie sich jeweils gegenseitig als Menschen und Fußballer beschreiben?

Wetzler: Ich konnte mich bisher immer auf Tobi verlassen. Auch wenn wir mittlerweile nicht mehr den Kontakt aus Kindertagen haben, freue ich mich immer, wenn man sich trifft. Er ist immer für einen Spruch zu haben und wir haben schon einige Abende bei alkoholischen Kaltgetränken über Fußball philosophiert. Tobi weiß, wo das Tor steht, ist wahnsinnig schnell und hat einen starken Abschluss. Dafür, dass wir in der Jugend mal gleichschnell waren, ist bei mir leider nicht mehr so viel davon übrig geblieben (lacht).Puhl: Ich habe selten einen Menschen gesehen, der wie Christopher immer so gute Laune hat und bei allem Musik hört. Ich denke, er würde es selbst beim Spiel machen, wenn es erlaubt wäre. Als Fußballer hat er ein unglaublich gutes Auge für den Mitspieler, spielt Bälle, mit denen niemand rechnet, und hat einen rechten Fuß, der schon sehr, sehr gut ist. Mit dem Außenrist spielt er bessere Bälle als teilweise Spieler mit der Innenseite.

Zum Abschluss: Wie lauten Ihre Tipps für die beiden kommenden Spiele?

Wetzler: Wir gewinnen beide Spiele. 2:1 im Pokal und 1:0 in der Landesliga.Puhl: Wir siegen in beiden Partien mit 3:2.

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