Sa., 05.10.2019

Spannung bis zum Schluss beim Vergleich der OWL-Kreise in Höxter »Es war noch nie so knapp«

Noah Kluwe (vorn) vom TV Jahn Bad Driburg wird im 800-Meter-Lauf der Junioren U16 in 2:15 Minuten Dritter.

Noah Kluwe (vorn) vom TV Jahn Bad Driburg wird im 800-Meter-Lauf der Junioren U16 in 2:15 Minuten Dritter. Foto: Charlotte Fricke

Von Charlotte Fricke

Höxter (WB). »Noch nie waren die Wettkämpfe so knapp«, fasst Michael Kluwe, Vorsitzender des Leichtathletikauschschusses des Sportkreises Höxter, die Ergebnisse des OWL-Kreisvergleichs­kampfes zusammen, der am Tag der Deutschen Einheit auf der Weserkampfbahn in Höxter ausgerichtet wurde. Rund 350 Nachwuchs-Leichtathleten aus den sieben Kreisen Ostwestfalens hatten sich für die Teilnahme qualifiziert und durften für ihre Teams auf Punktejagd gehen. Eröffnet wurden die Wettkämpfe, die von 200 Zuschauern verfolgt wurden, mit dem Einmarsch der Kreisauswahlen ins Stadion.

»Die Kreise waren während des ganzen Vergleichskampfes sehr dicht beieinander. Es gab keine Mannschaft, die direkt in Führung ging und so blieb der Wettkampf auch spannend bis zum Schluss«, analysierte Kluwe, der auch die Moderation übernahm. Hürdenlauf, Speerwurf, Schlagball, Weit- und Hochsprung sowie Kugelstoßen standen zuerst auf der Tagesordnung. Mittags starteten die 50-, 75-, und 100-Meter-Sprints. Spannend wurde es bei den 800-Meter-Läufen sowie bei den abschließenden Staffelläufen.

Deppe dreimal platziert

»Wir vom Kreis Höxter sind gute Gastgeber. Deswegen belegen wir den siebten Platz«, stieg der Bad Driburger am Ende des Tages in die Siegerehrung ein. Die heimischen Athleten hatten zusammen 130 Punkte gesammelt. Mit fünf Punkten mehr belegte der Sportkreis Gütersloh den sechsten Platz. Auf Rang fünf landete Lippe (199). Der vierte Platz ging mit 207 Punkten an den Sportkreis Minden-Lübbecke. Der Sportkreis Bielefeld (241) holte Bronze. Ein Punkt mehr als Bielefeld verhalf Vorjahressieger Paderborn zum zweiten Platz. Damit durfte der Sportkreis Herford mit 272 Punkten als neuer Sieger den Wanderpokal mit nach Hause nehmen.

Zwar belegte der Sportkreis Höxter den letzten Platz, dennoch zeigten die heimischen Athleten gute Leistungen. Nils Deppe vom LV Bördeland Borgentreich erreichte in der Klasse M U12 nicht nur den dritten Platz im 50-Meter-Lauf in 7,92 Sekunden, sondern wurde im Weitsprung mit einer Leistung von 4,20 Metern und beim 800-Meter-Lauf in einer Zeit von 2:47 Minuten jeweils Zweiter.

Stark über 800 Meter

Auf der 800-Meter-Distanz waren weitere Sportler aus dem Kreis Höxter erfolgreich. Mia Kuhaupt (Warburger SV) siegte in der Klasse W U14 in 2:36 Minuten. Julia Herrs (HLC Höxter) folgte in 2:39 Minuten auf dem dritten Platz und Mirja Riedemann (HLC Höxter/2:46 Minuten) kam als Fünfte ins Ziel. Maximilian Helpenstein (DJK Adler Brakel) holte Bronze in der M U14 in 2:32 Minuten. Ebenfalls den dritten Platz belegte Noah Kluwe (TV Jahn Bad Driburg) in der Klasse M U16 in 2:15 Minuten. Er sicherte sich mit 29,80 Metern auch Rang fünf beim Speerwurf. In der Klasse W U12 lief Lou Rabehanta (LF Lüchtringen) in 2:54 Minuten auf Rang drei. Nur eine Sekunde länger brauchte Nika Kociper (HLC Höxter), die Vierte wurde. In der U16 belegte Klara Kuhaupt (Warburger SV) Platz vier in 2:42 Minuten.

Beim Hochsprung war Marie Stock (TV Steinheim) die erfolgreichste Athletin aus dem Kreis. Mit 1,42 Metern kam sie in der Klasse W U14 auf den dritten Platz des Siegertreppchens. Ihre Vereinskollegin Inka Schröder sicherte sich beim Weitsprung Rang fünf der W U14 mit 4,31 Metern. Außerdem erreichte Lea Albers (Warburger SV) beim Kugelstoßen den vierten Platz der W U16 mit 8,40 Metern. Die erfolgreichste Staffel aus dem Kreis Höxter stellten Lisa Siepler (DJK Adler Brakel), Hanna Trepczyk (HLC Höxter), Lena Reinold (DJK Adler Brakel) und Klara Kuhaupt, die für die 4x100 Meter 56,50 Sekunden benötigten und damit den fünften Platz der W U16 belegten.

Michael Kluwe zeigte sich mit den Leistungen der heimischen Akteure sehr zufrieden. »Der Kreis Höxter ist bei dem Traditionswettkampf erst zum dritten Mal dabei. Wir sind einer der kleineren Kreise und mussten durch eine Krankmeldung am Morgen auch noch auf einen unserer Sportler verzichten«, sagte der Driburger. »Insgesamt bestand unser Team damit aus 42 Personen. Das Besondere am Kreisvergleichskampf ist, dass Sportler, die normalerweise Gegner sind, jetzt in einem Team miteinander um den Sieg kämpfen. Außerdem sind einige in Disziplinen angetreten, die sie sonst nie machen«, führte er aus. Der Kampf um den sechsten Platz mit dem Kreis Gütersloh sei erst durch die Staffelläufe entschieden worden.

Zusammenhalt zählt

Eine gemeinsame Vorbereitung der Athleten hatte im April im Trainingslager in Bad Driburg stattgefunden. »Der Zusammenhalt stand für unser Team im Vordergrund«, sagte Kluwe, der auch betonte, dass die Punktzahl des Teams im vergangenen Jahr ähnlich gewesen sei.

Er freute sich auch über die guten Rahmenbedingungen: »Das Wetter hat weitestgehend mitgespielt und der Wettkampf, hinter dem zwei Monate Vorbereitung steckten, ist reibungslos abgelaufen. Das wurde natürlich erst durch den Einsatz der vielen Helfer und Unterstützer möglich, denen ich sehr dankbar bin.«

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