Sandra Grimm vom SV Brenkhausen/Bosseborn ist Kreismeisterin
Sieger Scherr läuft Geschichte

Lüchtringen  (WB). Die Startnummer eins ist Programm und Verpflichtung für Julius Scherr. Der Läufer vom TV Wattenscheid distanziert die Konkurrenz beim 15. Flutlicht- und Kreis-Crosslauf der Leichtathletikfreunde Lüchtringen über die Hauptdistanz von 7900 Metern.

Montag, 18.11.2019, 20:36 Uhr aktualisiert: 18.11.2019, 20:40 Uhr
Los geht es: Julius Scherr (Nummer eins) dominiert die 7900 Meter und gewinnt mit einer starken Zeit vor Mathias Nahen (Nummer drei) und Matthias Berkemeier (Nummer fünf). Schnellste Frau ist Tanja Lins (Nummer vier). Fotos: Heinz Wilfert

Starke Leistungen beim Flutlicht-Cross in Lüchtringen

1/28
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert
  • Foto: Heinz Wilfert

Die spannende Frage war: Kann Scherr den Streckenrekord (26.45) des Deutschen Marathonmeisters Tom Gröschel aus dem Jahr 2017 unterbieten. Das schaffte der 21-Jährige nicht ganz. Die Endzeit von 27.21 Minuten war trotzdem klasse und bedeutet die zweitbeste je in Lüchtringen gelau-fene Zeit. Scherr testete seine Form, die er für Darmstadt benötigte: Hier stand die Quali in Richtung Cross-Europameisterschaft auf dem Terminkalender. Auf der anspruchsvollen Crossstrecke schöpfte der Sieger sein läuferisches Potenzial (Bestzeit von 29.50 Minuten über zehn Kilometer) voll aus. Scherr demonstrierte eindrucksvoll, dass er in ganz Deutschland zu den Besten in seiner Altersklasse gehört. Zweiter über 7900 Meter wurde Mathias Nahen (Non-Stop-Ultra Brakel), der mit 29.56 Minuten noch unter der 30 Minuten-Marke blieb. Nahen hatte lange an Position drei gelegen, konnte sich aber am Ende der dritten Runde an Matthias Berkemeier (30.31, LF Lüchtringen) vorbeischieben. Berkemeier war mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden: »Meine Beine wollten nicht so recht.«

Janine Lons schnellste Frau

Schnellste Frau war Janine Lins (33.49, USC Bochum), die mit ihrer Zeit einen neuen Streckenrekord für Frauen aufstellte und die bisherige Bestleistung von Alexandra Müller um fast drei Minuten verbesserte. Den Kreismeistertitel sicherte sich Sandra Grimm (38.06, SV Brenkhausen/Bosseborn). Über drei Runden und 4000 Meter siegte Tobias Haase (LF Lüchtringen), der vom Start weg das Kommando übernommen hatte. Seine Siegerzeit wurde mit 15.46 gestoppt. Jana Palmowski (18.23, SV Brackwede) war schnellste weibliche Läuferin vor der Bad Driburgerin Alina Nahen (19.57), die derzeit vereinslos ist.

Starke Brackweder

Von Brackwede war eine ganze Gruppe von Teilnehmern angereist, die erstmals nach Lüchtringen gekommen waren. Hier überzeugte besonders Henri Krüger. Der Jüngste war der Größte in der Klasse U 10: Krüger gewann über eine Runde und 1400 Meter mit neuem Streckenrekord (5.59) in der Klasse M 8 vor Lou Rabehanta (Klasse W 9) in 6.04 (LF Lüchtringen). Jule Krüger (SB Brackwede) machte es mit ihrem Sieg über 2700 Meter ihrem Bruder nach – sie gewann in 12.42. Gustav Lewandowski (ebenfalls Brackwede) war Schnellster (11.14) in der Klasse U14/U16 vor Maurice Müller (11.16, SC Nammen) und Maximilian Helpenstein (11.33, DJK Adler Brakel). Schnellstes Mädchen war Tanja Unverzagt (12.16, TV Bodenwerder) knapp vor Julia Herrs (12.19, HLC Höxter).

Präsente

Auf alle Klassensieger aus dem Kreis wartete der Kreistitel mit einem Kreismeisterpferdchen zur Belohnung. Für die Klassensieger und die Gesamtsieger bei den ­Damen und Herren über 4000 und 7900 Meter gab es von der Laufschule Lange-Fit (Höxter) eine Laufanalyse als Präsent. »Die Analyse per Video gibt Hinweise, wie der Laufstil und die Leistung verbessert werden können«, stellte Christopher Suermann heraus.

Schwache Resonanz

Von der Resonanz war Organisator Hans-Jörg Friedrich enttäuscht. Waren im vergangenen Jahr alleine über 4000 Meter mehr als 70 Läufer am Start, wurde diese Zahl heuer nicht einmal in allen Läufen zusammen erreicht. Der Lüchtringer Crosslauf war eigens um eine Woche verlegt worden, um nicht mit den westfälischen Crossmeisterschaften in Hamm zu kollidieren. Doch weil dieser Wettkampf verschoben und auf das vergangene Wochenende angesetzt wurde, kam es zur Terminüberschneidung. »Für uns war das eine sehr unglückliche Ansetzung«, sagte Friedrich.

Nichtsdestotrotz war der Crosslauf in Lüchtringen eine Veranstaltung mit der besonderen Note: gut organisiert mit zügigen Siegerehrungen auf einem anspruchsvollen Rundkurs unter Flutlicht. Das wird auch bei der nächsten Veranstaltung am Sonntag, 2. Februar, so sein, wenn im Sollingstadion beim 39. Crosslauf die ostwestfälische Cross-Elite antreten wird.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7075721?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2198415%2F2514657%2F
Bundesregierung hebt Reisewarnung für Türkei teilweise auf
Ein Mann geht an einem leeren Strand in Antalya entlang. Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die Türkei teilweise aufgehoben.
Nachrichten-Ticker