Fr., 07.02.2020

Spvg Brakel kann wieder auf lange verletzte Leistungsträger zurückgreifen Sprung unter Top-Fünf ist das Ziel

Voller Elan will Brakel am 16. Februar in die Rückrunde starten. Hier zieht Nick Neumann an seinem Gegenspieler vorbei.

Voller Elan will Brakel am 16. Februar in die Rückrunde starten. Hier zieht Nick Neumann an seinem Gegenspieler vorbei. Foto: Rene Wenzel

Von Rene Wenzel

Brakel (WB). „Eine Serie mit Höhen und Tiefen.“ So beschreibt Trainer Haydar Özdemir den bisherigen Saisonverlauf der Spvg. 20 Brakel in der Fußball-Landesliga. Der 42-Jährige vermisst bis dato konstante Auftritte und teilweise auch eine geschlossene Mannschaftsleistung. Im neuen Jahr stehen den Schwarz-Roten wieder einige Rückkehrer zur Verfügung.

„Wir dürfen die Schuld für unsere unkonstanten Leistungen und Ergebnisse nicht bei den zahlreichen Ausfällen suchen – das wäre zu einfach. Es geht in schwierigen Phasen oft nur über die Geschlossenheit. Ich habe in einigen Partien Führungsspieler vermisst, die die Mannschaft richtig mitziehen. Man kann nur erfolgreich sein, wenn man noch enger zusammenrückt“, sagt Özdemir.

Dabei ging es echt gut los für den Nachfolger von Burkhard Sturm. Vier Siege und zwei Remis fuhr das Team in den ersten sechs Landesligaspielen ein. Dann gab es einen leichten Bruch nach der 2:5-Klatsche in Bad Oeynhausen. Ohne die gestandenen Landesliga-Spieler Dirk Büsse und Philipp Werner fehlte zunächst etwas Stabilität im Brakeler Team. Nach der Pleite in der Kurstadt folgten weitere Niederlagen gegen den Hövelhofer SV (1:3) sowie zweimal gegen den FC Nieheim – erst im Kreispokal-Wettbewerb (0:2), dann in der Landesliga (2:5).

„Das war überhaupt keine gute Zeit. Solche Phasen gibt es aber im Verlaufe einer Saison immer. Man kann nicht die ganze Zeit glänzen und erfolgreich sein. Die Mannschaft hat es dann gut gelöst und ist stark zurückgekommen“, sagt Özdemir. Die Rot-Schwarzen erholten sich – zumindest bis kurz vor Jahresende. Da gab es zwei deftige Niederlagen. Erst ging Brakel gegen den SC Verl II mit 1:5 unter und dann bei der Spvg. Beckum (2:5). Der Spruch „die Winterpause kommt zum richtigen Zeitpunkt“ passte perfekt. „Man hat schon gemerkt, dass die Luft weg war“, meint der 42-Jährige.

Seit fast drei Wochen stecken die Brakeler in einer intensiven Vorbereitung auf die Rückrunde. Viermal wird trainiert, einmal gespielt. Auf eine Woche Grundausdauer folgte der Abschnitt Kraftausdauer. Aktuell stehen Schnelligkeit und die Spielform auf dem Plan. „Die Dreckseinheiten haben wir hinter uns. Jetzt geht´s viel um Tempo und Geschwindigkeit. Zudem wollen wir Spielformen einstudieren“, so Özdemir, der in den Testspielen gegen den Bezirksligisten FC Peckelsheim/Eissen/Löwen (7:2 gewonnen) und den Westfalenligisten SC Herford (1:1) bereits gute Ansätze sah. Brakel arbeitet hart für den Wunsch, dass es in der restlichen Spielzeit eine bessere Punkteausbeute gibt.

„Wir können mit 26 Punkten zufrieden sein. Aber es hätten locker auch schon 30 sein können. Manche Spiele haben wir leichtsinnig hergegeben“, sagt der Trainer des Tabellensiebten. Mit der vorhandenen Qualität und dem großen Potenzial gehört die Spvg eigentlich noch etwas weiter nach oben. Wenn es nach Özdemir und seinem Team geht, dann soll der Sprung in die Top-Fünf klappen. Diesen Platz belegt aktuell der FC Nieheim mit ebenfalls 26 Zählern.

Von einem Duell um die Nummer eins im Sportkreis will Özdemir nichts hören. „Ich freue mich auch für die Nieheimer, wenn sie gut abschneiden und oben stehen. Für mich ist die Rivalität nicht so groß. Für mich ist es wichtig, dass ich bei uns eine Weiterentwicklung sehe – auch wenn es nur kleine Fortschritte sind. Ob wir dann am Ende vor oder hinter Nieheim stehen, ist mir egal“, erklärt er.

Für Haydar Özdemir ist das Gefühl, wenig Derbys zu haben, neu. In der Vorsaison erlebte er mit der Reserve noch einige Duelle auf Kreisebene. Dann gab es die Möglichkeit, als Nachfolger von Sturm bei der Ersten einzusteigen. Und der frühere Trainer von TiG Brakel sagte fix zu. Die ersten Wochen im Landesliga-Team beschreibt er rückblickend als „nicht einfach“. Özdemir sagt: „Es hat ja nicht nur Burkhard als Trainer aufgehört. Auch Matthias Filker als Co-Trainer und Mario Kropp als Betreuer sind seit dem Sommer nicht mehr mit dabei. Wie wir da auch nach dem Tod von Erdo (Anm. d. Red., Erdogan Acar sollte Co-Trainer werden) zusammengerückt sind und die Situation gemeistert haben, war schon sehr positiv.“

Büsse und Werner fit

Mittlerweile kennt er sein Team bestens. Und die Freude beim Blick auf den Kader ist groß. Denn mit Kapitän Dirk Büsse und Philipp Werner kehren zwei Langzeitverletzte zurück. Zudem soll Viktor Thomas nach eineinhalb Jahren Pause (Sprunggelenksverletzung) ungefähr im April auf den Platz zurückkehren. So ist die Ausgangssituation für die restliche Spielzeit im Jahr des 100. Vereinsgeburtstages mehr als ordentlich.

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