Di., 24.03.2020

Tennis: Kritik am Westfälischen Verband. Damen 30 des TV Höxter zum vierten Mal in der Regionalliga aktiv Sommerrunde mit Fragezeichen

Claudia Gronemeyer (links) holt einen wichtigen Sieg für die Höxteraner Regionalliga-Damen 30. Im Hintergrund applaudiert Teamkollegin Eva Zürker.

Claudia Gronemeyer (links) holt einen wichtigen Sieg für die Höxteraner Regionalliga-Damen 30. Im Hintergrund applaudiert Teamkollegin Eva Zürker. Foto: Inge Stegnjajic

Von Inge Stegnjajic

Kreis Höxter (WB). Anfang Mai soll die Tennis-Sommerrunde starten. 109 heimische Teams stehen in den Startlöchern. Doch in Zeiten der Corona-Krise gibt es mehr Fragezeichen als Antworten. „Auch wir mussten unsere getroffenen Entscheidungen schon mehrfach innerhalb von Stunden neu bewerten“, richtet sich WTV-Präsident Robert Hampe in einem öffentlichen Brief an die Vereine.

Der internationale Tennisverband hat Turniere schon jetzt bis zum 8. Juni ausgesetzt. „Wir können deshalb nicht nachvollziehen, dass der Westfälische Tennisverband die angesetzten Termine noch nicht nach hinten verschoben hat. Auch ein komplettes Aussetzten der Sommersaison 2020 wäre für uns nachvollziehbar“, sagt Thorsten Stein, 2. Sportwart des TV Rot-Weiß Höxter.

32 Vereine mit 109 Mannschaften

Im Kreis Höxter schicken 32 Vereine 109 Mannschaften ins Rennen. Es sind zwei Vereine weniger als zuletzt, da sich der TC Brenkhausen (95 Mitglieder) und der TC Neuenheerse (60) aus dem Westfälischen Tennisverband abgemeldet haben. So ist die Mitgliederzahl der Vereine im Kreis Höxter von 3277 um 283 auf 3037 geschrumpft. Während einige Vereine wie Brakel, Sandebeck, Nörde, Steinheim und Willebadessen Zuwachs verzeichnen konnten, haben die beiden größten Vereine des Kreises, der TC Bad Driburg (257) und der TC Warburg (223), einen leichten Rückgang hinnehmen müssen. Von den 109 Mannschaften sind 39 Jugend-Teams gemeldet. Der TC Bad Driburg ist im Jugendbereich gut aufgestellt und mit 80 Nachwuchsspielern Vorreiter im Kreis Höxter. Bergheim und Sandebeck arbeiten im Jugendbereich zusammen. Mit 28 Jugendlichen bilden sie sogar sechs Teams.

Zwei Neuzugänge aus den Niederlanden

Regionalliga Damen 30: Die Höxteranerinnen werden in der kommenden Saison zum vierten Mal in Folge in der Regionalliga Damen 30 spielen. „Da es ein Personalproblem gab, haben wir Kontakt zu niederländischen Spielerinnen aufgenommen. Zwei Spielerinnen konnten wir gewinnen und werden schauen, wie es läuft. Zu den Auswärtsspielen nach Hamm, Dortmund und Düssel-dorf haben diese eine kürzere Anreise als wir“, berichtet Peter Gronemeyer. Im Höxteraner Team werden Miriam Westerink (31), die 2019 erfolgreich in der Verbandsliga Damen für Eintracht Duisburg, an Position eins und Dido Blonk (34) an Position zwei aufschlagen. Es folgen Claudia Gronemeyer, Christine Menz, Eva Zürker, Ines Freimark und Nadja Becker.

Am 2. Mai steht der Saisonauftakt beim TuS Hamm auf dem Plan, doch Mannschaftsführerin Claudia Gronemeyer ist sich nicht sicher, ob überhaupt eine Sommerrunde stattfinden wird.

Höxter und Driburg in unterschiedlichen Staffeln

Verbandsliga Herren 30: Für den TC Bad Driburg war die Herausforderung in der Westfalenliga zu groß, und so mussten sie mit fünf Niederlagen den Abstieg akzeptieren. Nun werden sie in der Verbandsliga erneut angreifen. Dabei sind die Badestädter ähnlich aufgestellt wie 2019. „Die Holländer werden ab und zu eingesetzt“, merkt der Driburger Spitzenspieler Timo Heine an. Drei- von fünfmal werden die Driburger auf eigener Anlage aufschlagen, und hoffen dann auf die Unterstützung der heimischen Fans.

Sechs Spiele hat der TV Höxter zu absolvieren. „Die Gruppeneinteilung ist für den Sommer wenig nachvollziehbar. Der WTV lässt die regionalen Aspekte außer Acht. Zum letzten Spiel nach Gemen haben wir drei Stunden Anfahrt. Bad Driburg, als Nachbar, spielt in einer anderen Gruppe und hat zu den Auswärtsspielen auch eine weite Anreise. Auf ein Lokalderby hätten sich alle gefreut“, gibt Thorsten Stein zu bedenken. Rot-Weiß Höxter wird mit Constantin Meier, Thorsten Stein, Guido Reichmann, Niklas Petersen, Sven Lange und Henning Schulz aufschlagen. „Da man nun auch in zwei Mannschaften spielen darf, sind wir breiter aufgestellt und können im Bedarfsfall auf Markus Pötzke und Lars Warnecke aus der Herren 50 zurückgreifen“, merkt Thorsten Stein an. Der Klassenerhalt ist das Ziel. Die Vorbereitung läuft bei den Höxteranern momentan auch ohne Ten-nis, denn jeder absolviert seine privaten Fitnesseinheiten in der häuslichen Umgebung. Die Trainingspläne sind von professioneller Seite erstellt worden.

Thomas König schlägt auch für Warburg auf

Westfalenliga Herren 60: Der TC Warburg hatte 2019 die Altersklasse gewechselt und schaffte mit dem Gruppensieg in der Verbandsliga 60 den Aufstieg in die Westfalenliga 60. Nun ist das große Ziel der Klassenerhalt. „Durch die neue Wettspielordnung kann ich nun für Höxter in der Herren 50-OWL-Liga spielen und, wenn es sich ergibt, auch für Warburg in der Herren 60 spielen“ so der Höxteraner Thomas König.

Anmerkung der Redaktion: Wir haben uns hier auf die vier höchstspielenden heimischen Mannschaften beschränkt. Wenn die Sommerrunde stattfindet, veröffentlichen wir auch die Teams auf Bezirksebene.

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