Trainer Maik Schmitz kehrt zu seinem Heimatverein SV Albaxen zurück
Eine Herzensangelegenheit

Albaxen   (WB). Diese Trainer-Entscheidung hat sich in der Fußball-Kreisliga A seit Monaten angedeutet: Jetzt hat der SV Albaxen die Verpflichtung von Maik Schmitz als neuen Chef-Coach perfekt gemacht. Mit dem 37-Jährigen haben die Verantwortlichen der Blau-Weißen ihren Wunschkandidaten verpflichtet.

Montag, 04.05.2020, 17:49 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 17:52 Uhr
„Da geht es lang.“ Trainer Maik Schmitz gibt wieder die Richtung bei seinem Heimatverein und Fußball-A-Ligisten SV Albaxen vor. Foto: Rene Wenzel
„Da geht es lang.“ Trainer Maik Schmitz gibt wieder die Richtung bei seinem Heimatverein und Fußball-A-Ligisten SV Albaxen vor. Foto: Rene Wenzel

„Nach intensiven Gesprächen ist es uns gelungen, Maik zu gewinnen. Damit hält beim SVA in der nächsten Saison einer der qualifiziertesten und bekanntesten Trainer das Zepter in den Händen“, freut sich Fußball-Obmann Sascha Oberste-Berghaus auf die Zusammenarbeit. Schmitz ist Albaxer, lebt dort und kennt den Verein bestens. Bis zuletzt kickte der 37-Jährige gelegentlich für die zweite Mannschaft seines Vereins. Nach dem Absprung von Oliver Bönnighausen in der Winterpause führten zunächst die Spieler Artur Seibel und Jannik Wöstefeld das Team durch die Vorbereitung. Seit Anfang März ruht der Fußball-Spielbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie.

Seiler ist Co-Trainer

Schmitz übernimmt die Mannschaft spätestens zur kommenden Saison. Als Co-Trainer unterstützt Christian Seiler den Ex-Trainer der Bezirksliga-Reserve der Spvg Brakel II. Die Brakeler und Schmitz trennten sich im Winter. In Brakel übernahm Norbert Dölitzsch die Regie. „Die Jahre in Brakel waren überragend. Bei der Spielvereinigung habe ich seht viel gelernt. Der Austausch mit den Trainerkollegen war immer sehr gut“, blickt der 37-jährige Schmitz zurück.

Die Verhältnisse und Bedingungen in Albaxen kennt der A-Lizenz-Inhaber bestens. Von 2009 bis 2016 trainierte Schmitz die Blau-Weißen bereits und führte das damalige Team zwischenzeitlich für eine Saison in die A-Liga. „Nach sieben Jahren als Trainer in Albaxen war es einfach an der Zeit, etwas Neues auszuprobieren“, hatte Schmitz vor vier Jahren seinen Wechsel begründet. Und jetzt die Rückkehr – eine Liga höher ins Kreisoberhaus. „Ich sehe das hier als eine komplett neue Herausforderung. Es hat sehr viele Gespräche mit den Verantwortlichen gegeben“, erklärt der Coach. Das SVA-Konzept hat Schmitz überzeugt. Der Weg zurück hat den erfahrenen Coach gereizt.

Starkes Duo

Ausschlaggebend sei auch die Zusage seines Co-Trainers Christian Seiler gewesen. Als Duo funktionieren die Beiden schon länger sehr gut. „Wir sind vom Typ und der fußballerischen Ausrichtung identisch“, betont Schmitz. Seiler kommt ebenfalls aus Albaxen und besitzt eine Torwart- sowie die B-Lizenz. So schnell wie möglich will das Trainer-Duo an der Weser die Entwicklung ankurbeln. „Wir streben langfristig schon einen Platz unter den Top-Sieben der A-Liga an. Ich weiß, dass aus der Jugend Top-Qualität kommt. Wir werden eine sehr junge Mannschaft und einen breiten Kader haben“, blickt der neue (alte) Coach voraus.

Heiß auf die Aufgabe

Der 37-Jährige ist wieder heiß auf die neue Aufgabe – das ist deutlich spürbar. Die Auszeit habe ihm gutgetan. Jetzt sei der Akku wieder voll. „Der SV Albaxen liegt mir am Herzen – das steht komplett außer Frage. Es ist ein toller Verein. Extrem gereizt hat mich der geplante Kunstrasenplatz, der noch in diesem Jahr gebaut werden soll“, so Schmitz, der den genauen Start-Termin in seiner Heimat noch nicht kennt: „Ich würde natürlich am liebsten so früh wie möglich loslegen und einige Dinge auf dem Platz üben. Die Zeit jetzt könnten wir schon gut für die nächste Saison nutzen.“

In Albaxen können sich die Spieler auf einen anderen Schmitz einstellen. Einen, der während seiner Zeit in Brakel gereift ist und mit der A-Lizenz über eine hohe Qualifikation verfügt. „Das System und die Spielform werde ich definitiv verändern. Aber ich muss natürlich auch einmal sicherstellen, dass das System auch zur Mannschaft passt“, sagt Schmitz.

Ein Kommentar von Jürgen Drüke

Der SV Albaxen hat in schweren Zeiten den Deckel drauf gemacht: Maik Schmitz kehrt zu seinem Heimatverein zurück und will die Mannschaft, die im vergangenen Sommer in die A-Liga zurückgekehrt ist, an die Spitze heranführen.

Das Konzept, die Anzahl der Talente in eigenen Reihen sowie insbesondere der Kunstrasenplatz, der in diesem Jahr gebaut werden soll, haben den Ur-Albaxer überzeugt. Der Wunschtrainer ist da und weiß noch nicht, wann er denn wieder so richtig loslegen kann. In Zeiten von Corona spielt der Amateurfußball zwangsläufig und zu Recht so gut wie keine Rolle. Der Tag X ist trotzdem in den Kalendern der Vereine prophylaktisch angestrichen.

Wann immer dieser Tag sein wird – der SV Albaxen hat die wichtigste Personalie perfekt gemacht. In der aktuellen Saison, die so gut wie sicher nicht mehr beendet wird, belegt die Mannschaft mit 17 Punkten aus 15 Spielen Rang zwölf. Es gibt noch sehr viel Luft nach oben. Der neue (alte) Coach hat nun genügend Zeit, um der Mannschaft neuen Atem einzuhauchen. Schmitz, A-Liga und SVA – das passt sehr gut.

Kommentare

Michael Zierz (Benno)  schrieb: 10.05.2020 04:35
Auf zu neuen Ufern!
Ich denke, den Schritt den der SV Albaxen machte, indem man einen Einheimischen als Trainer installiert, tut nicht nur der Mannschaft, sondern dem Fussballsport im allgemeinen gut. Verbundenheit zu einem Verein wird mit Geld in der heutigen Zeit gekauft. Aus diesem Grund kann es nur positiv gesehen werden, wenn ein qualifizierter Trainer aus der eigenen Gemeinde stammt und die Spieler nicht nur mit Namen kennt. Ich,als gebürtier Albaxer würde mich mit dem Verein und ihren Anhängern freuen, wenn die gesteckten Ziele erreicht oder überschritten würden, und der Name Albaxen eine feste Grösse, vielleicht sogar auf Bezirksebene würde. Die Sportanlange in diesem Ort entspricht höheren Anforderungen. In dem Sinne. Viel Glück mit tollen, spektakulären Toren!
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