Aufstiegs-Portrait: Die Gelb-Schwarzen haben souveräne Saison gespielt
TuS Lüchtringen ist zurück im Oberhaus

Lüchtringen (WB). Nach vier Jahren ist der TuS Lüchtringen zurück im Kreis-Oberhaus. Die B-Liga-Zeit ist nach einer starken Serie endlich vorbei. Das homogene Team aus dem Weserdorf erlaubt sich in 15 Spielen nicht eine Niederlage und lässt lediglich drei Unentschieden zu. Trainer Sebastian Schwedhelm spricht zu Recht von einer erfolgreichen Saison. Der Traditionsverein hat Ausrufezeichen gesetzt und will mehr.

Donnerstag, 16.07.2020, 18:11 Uhr aktualisiert: 16.07.2020, 18:18 Uhr
Der TuS Lüchtringen setzt sich durch: Hendrik Jux (Mitte) lässt hier die Bredenborner Andreas Relzow und Jannik Reinhardt stehen. Foto: Jan-Hendrik Schrick
Der TuS Lüchtringen setzt sich durch: Hendrik Jux (Mitte) lässt hier die Bredenborner Andreas Relzow und Jannik Reinhardt stehen. Foto: Jan-Hendrik Schrick

„Bereits in der Vorbereitung haben wir vor einem Jahr intensiv gearbeitet. In den Testspielen gab es auch gegen höherklassige Gegner gute Ergebnisse. Somit hat sich das Team Selbstvertrauen geholt. Der Grundstein für eine erfolgreiche Saison war gelegt“, blickt der Coach zurück.

Starke Pokalauftritte

Die Lüchtringer siegten zudem vor dem Start des Meisterschaftsspielbetriebs in der ersten Runde des Kreispokals gegen den A-Liga-Meisterschaftsanwärter TuS Bad Driburg 2:1 und waren in der zweiten Runde mit 5:2-Toren gegen den ambitionierten B-Ligisten SV Alhausen/Pömbsen/Reelsen erfolgreich. Dem Team wuchsen die ersten Flügel: „Wir haben alle gespürt, dass wir in der B-Liga Nord ein Wort um die Aufstiegsticket mitsprechen würden“, verrät Sebastian Schwedhelm.

Dann allerdings stotterte der TuS-Motor beim Start: Gegen den SV Fürstenau/Bödexen und den SV Holzhausen/Erwitzen reichte es jeweils nur zu einem 1:1-Unentschieden. Im Anschluss allerdings schalteten sie einige Gänge höher – schnell und souverän traten sie auf. Sebastian Schwedhelm erinnert sich gerne an die Höhepunkte: „Wir haben beim 5:2-Erfolg gegen Alhausen, dem 4:0 gegen Drenke, dem 4:2 gegen Bellersen und dem 3:3 gegen unseren ärgsten Widersacher SV Bredenborn unsere stärksten Spiele abgeliefert. Gegen Bredenborn ist uns in der siebten Minute der Nachspielzeit der Ausgleich gelungen. Die Stimmung im Sollingstadion war sensationell.“

Heißes Pflaster

Der am Wald gelegene Platz gilt im Sportkreis als ganz heißes Pflaster. Es gibt kaum Mannschaften, die gerne nach Lüchtringen fahren. „Wir spielen vor einem überragenden Publikum“, nennt der TuS-Coach einen weiteren Grund für die Heimstärke. Der TuS habe auf der anderen Seite mit Geschlossenheit, großem Willen und Disziplin überzeugt und meistens gewonnen.

Das galt auch für die Auswärtsspiele. Auf fremden Plätzen gab es ganz starke Auftritte beim 4:2 -Erfolg gegen die SG Bellersen/Aa-Nethetal/Bökendorf und beim 6:1 auf der ungeliebten Asche des VfL Eversen.

Die Lüchtringer eilten voraus und hatten den Rückspiegel im Blick. „Wir haben immer nur auf uns geschaut. Da wir nie verloren haben, konnten wir Druck auf die Konkurrenz aufbauen“, sagt Schwedhelm. Der Anspruch des Teams sei mit jedem Sieg größer geworden: „Wir wollten ohne Niederlage aus der Saison hervorgehen. Im Winter konnte niemand ahnen, dass die Spielzeit wegen der Corona-Pandemie erst unter- und dann abgebrochen werden musste“, sagt der Coach.

Großes Plus

Der gesamte Verein stehe hinter der Mannschaft. Das sei das große Plus des TuS. Die Truppe sei von den Fans getragen worden. Der TuS Lüchtringen geriet in der Tat niemals aus dem Gleichgewicht und ließ Favoriten wie den SV Bredenborn und dem vorher als Favoriten gehandelten TuS Lütmarsen verdient hinter sich.

Aufgrund der Corona-Beschränkungen und Vorschriften habe die Aufstiegsfeier allerdings gefehlt. Ausgerechnet die feierwütigen Lüchtringer mussten sich zurücknehmen und es etwas kleiner angehen lassen. Schwedhelm und sein Team schauen in Anbetracht des Starts am 5. September nach vorne. „Wir werden am Ende der nächsten Saison den Aufstieg nachfeiern und uns über den Klassenerhalt freuen.“

Große Zuversicht

Mit dieser Aussage wird deutlich, dass die Lüchtringer die Aufgaben und Herausforderungen im Kreisoberhaus mit großer Zuversicht angehen: „Wir haben Potenzial und den Willen für eine gute Spielzeit. Der TuS Lüchtringen hat die Rückkehr in die A-Liga souverän geschafft und will hier eine gute Rolle spielen.“

Die Gelb-Schwarzen schauen nach vorne und freuen sich nach vier Jahren auf die A-Liga.

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