Wesers Spielertrainer Marcus Menzel will junge Mannschaft nicht unter Druck setzen
„Erfahrung ist Gold wert“

Beverungen (WB). Marcus Menzel ist im zweiten Jahr als Chefcoach des Fußball-Bezirksligisten FC Blau-Weiß Weser auf und neben dem Platz aktiv. Wie schon in der vergangenen Saison wirft den jungen Spielertrainer jedoch eine Verletzung zurück. „Es ist schon ein bisschen verflucht“, sagt er.

Samstag, 12.09.2020, 03:30 Uhr aktualisiert: 12.09.2020, 05:01 Uhr
„Zum Glück ist nichts gebrochen“, sagt Marcus Menzel. Er muss wegen seiner Rippenverletzung aus dem ersten Spiel pausieren. Foto: Rene Wenzel
„Zum Glück ist nichts gebrochen“, sagt Marcus Menzel. Er muss wegen seiner Rippenverletzung aus dem ersten Spiel pausieren. Foto: Rene Wenzel

„Die Vorbereitung lief super, ich konnte voll mitgehen. Dann kommt das erste Ligaspiel und ich ziehe mir eine Verletzung zu“, ärgert sich der 37-Jährige. Schon im Vorjahr war für ihn auf dem Platz früh Schluss gewesen. Seinerzeit brach er sich in der dritten Woche der neuen Serie in der Partie gegen den RSV Barntrup einen Fuß. „Zum Glück ist es dieses Jahr nur eine Rippenprellung“, schmunzelt Menzel. Der Verdacht auf einen Rippenbruch habe sich bei der ersten Untersuchung zum Glück nicht bestätigt. „Ich bin optimistisch und hoffe, dass ich in drei Wochen wieder trainieren kann“, ergänzt er.

In seiner Anfangszeit als Cheftrainer wollte sich Menzel, der im Sommer 2019 die Nachfolge von Heiko Bonan angetreten hat und bis dahin drei Jahre dessen Co-Trainer war, mehr auf die Coaching-Tätigkeit neben dem Platz konzentrieren. Angesichts der Personalsituation in der jetzigen Saison sollte seine Rolle jedoch wieder mehr auf dem Platz liegen. „Wir haben eine super junge Mannschaft. Erfahrene Spieler sind auf dem Feld Gold wert. Die Youngster brauchen Leute, an die sie sich auf dem Feld wenden können. Fabian Bickmeier, Dennis Ferranti, Alessio Carmisciano, Bastian Seibt oder auch ich übernehmen diese Rolle“, berichtet Menzel. Auch aufgrund der diversen Abgänge wird der Routinier nach seiner Verletzung wieder auf den Rasen zurückkehren.

Eine dritte Funktion übt Marcus Menzel in dieser Saison nicht mehr aus. Bis zum vergangenen Jahr coachte er zusätzlich die Minikicker des FC BW Weser. „Als ich unter Heiko Bonan Co-Trainer war, konnte ich das zeitlich gut unter einen Hut bringen. Aktuell passt es mit Beruf, Familie und Seniorenmannschaft nicht mehr zusammen“, berichtet Menzel.

In die Trainerrolle bei den Youngstern war der Übungsleiter durch seinen eigenen Sohn gerutscht. „Kinder zu trainieren ist nicht so einfach, wie man sich am Anfang denkt. Grob gesagt muss man einem vogelwilden Haufen von vier- bis sechsjährigen Kindern die Grundtechniken des Fußballs erklären. Bei den Senioren ist es da schon etwas einfacher, da sie wissen, was man von einem wirklich möchte. Zumindest meistens“, lächelt Menzel.

Zu Saisonbeginn gibt es für ihn und seine Mannschaft in der Bezirksliga Staffel 3 drei Derbys in Serie. Ob diese Ansetzungen Fluch oder Segen sind, kann der 37-Jährige nicht sagen. „Man kann die drei Teams natürlich gut einschätzen. Man kennt sich. Nichtsdestotrotz wäre eine Aufgabe gegen einen unbekannten Gegner zwischendurch vielleicht auch eine gute Abwechslung gewesen“, so Menzel, der (wie berichtet) zum Saisonauftakt mit seiner Elf eine 1:2-Heimniederlage gegen den FC Peckelsheim/Eissen/Löwen hinnehmen musste. An diesem Sonntag steht Marcus Menzel mit dem FC BW Weser im Kräftemessen beim VfR Borgentreich nur an der Seitenlinie. Ebenso wird es auch eine Woche später in der Partie beim SV Höxter sein.

In den beiden Spielen erwartet er in erster Linie, dass seine junge Mannschaft bestätigt, was sie zu leisten im Stande ist und sich weiterentwickelt. Natürlich solle das im besten Fall Punkte mit sich bringen. „Ich möchte da aber keinen Druck aufbauen. Die Saison ist lang und es wird nicht alles von diesen beiden Spielen abhängen.“

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