Dalhauserin Gabi Menke ist erstmals Weltmeisterin ihrer Altersklasse
Vielseitigkeit mit Gold belohnt

Dalhausen (WB). Die Dalhauserin Gabi Menke ist Quadrathlon-Weltmeisterin der Altersklasse Master 50. Bei den Weltmeisterschaften im thüringischen Ratscher setzte sie sich knapp an die Spitze.

Dienstag, 15.09.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 16.09.2020, 14:16 Uhr
Mit einem Lächeln im Gesicht läuft die neue Quadrathlon-Altersklassen-Weltmeisterin Gabi Menke über die Ziellinie. Foto:
Mit einem Lächeln im Gesicht läuft die neue Quadrathlon-Altersklassen-Weltmeisterin Gabi Menke über die Ziellinie.

Nach dem EM-Titel im vergangenen Jahr ist die WM-Goldmedaille ein weiterer internationaler Erfolg der Dalhauserin, die sich allerdings andere Umstände gewünscht hätte. „Natürlich ist es etwas Besonders, wenn man Weltmeisterin wird. Aber ich habe schon bessere Leistungen gebracht“, merkt die 51-Jährige selbstkritisch an.

Wegen der Corona-Pandemie war der Quadrathlon in Ratscher der erste Wettkampf des Jahres überhaupt. „Und der stand bis drei Tage vorher auch noch auf der Kippe“, berichtet Menke. So war die Vorbereitung nicht ideal, was allerdings auch auf die übrigen Konkurrenten im Feld zutraf.

Für die 750 Meter Schwimmen benötigte Gabi Menke 16:35 Minuten. „Ich bin nicht so im Schwimmtraining. Daher habe ich es lieber langsamer angehen lassen“, erklärt sie. Auf dem welligen Radparcours hatten die Athleten auch mit dem Wind zu kämpfen. „Allerdings sind wir auf einer für den Autoverkehr gesperrten Strecke gefahren. Das war sehr angenehm.“ Für die 20 Kilometer benötigte die Dalhauserin 44:06 Minuten und ging dann auf die fünf Kilometer Kajakstrecke, die sie in 33:52 Minuten zurücklegte.

„Wir waren schon oft auf der Weser unterwegs, haben aber nicht so intensiv trainiert wie im Vorjahr, weil wir ja nie ein richtiges Ziel vor Augen hatten“, erklärt Gabi Menke. Trotzdem kam sie mit einem Vorsprung auf die Zweitplatzierte aus dem Boot und baute diesen auf der flachen Laufstrecke über fünf Kilometer weiter aus.

Im Ziel hatte sie zehn Minuten Vorsprung auf die Zweite ihrer Altersklasse und zwölf Minuten Vorsprung auf die Bronzemedaillengewinnerin. Dabei glänzte die Dalhauserin vor allem mit ihrer Vielseitigkeit. Während andere Athletinnen besondere Stärken in einzelnen Disziplinen aufweisen, punktet Menke durch ihre ausgeglichenen Leistungen in allen vier Sportarten.

Lebensgefährte Lars Koch, der im Vorjahr ebenfalls Europameister und zweifacher Deutscher Meister im Quadrathlon geworden war, hatte sich übrigens ausgerechnet kurz vor der Weltmeistershaft eine Knieverletzung zugezogen und musste in Ratscher mit der Rolle des Zuschauern vorlieb nehmen.

Im Sommer war das Duo gemeinsam mit dem Rad nach Garmisch gefahren und hatte von dort aus die Zugspitze bestiegen. Die knapp 700 Radkilometer Richtung Süden legten sie dabei in nur vier Tagen zurück. „Das war schon sportlich“, meint Gabi Menke rückblickend über die Reise aus eigener Muskelkraft zum höchsten Punkt Deutschlands. Den tiefsten Punkt des Landes haben beide ebenfalls in diesem Sommer mit dem Rad aufgesucht. Bei einer Tour in die schleswig-holsteinische Wilstermarsch legten sie an einem Tag 240 Radkilometer zurück. „Nach den Sommerferien war ich auf dem Rad fit“, lacht Gabi Menke – und hat mit dieser Grundfitness auch die drei anderen Disziplinen der Quadrathlon-Weltmeisterschaften in Thüringen gemeistert.

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