Do., 15.08.2019

Fußball: Starker Auftritt des Landesligisten - doch der Favorit hat das Glück auf seiner Seite Nieheim zwingt Regionalligist ins Elfmeterschießen

Ahmet Aydincan (links) hat den FC Nieheim gegen Haltern sogar in Führung geschossen. Am Ende kam der Regionalligist glücklich weiter.

Ahmet Aydincan (links) hat den FC Nieheim gegen Haltern sogar in Führung geschossen. Am Ende kam der Regionalligist glücklich weiter. Foto: Jan-Hendrik Schrick

Von Jan-Hendrik Schrick

Nieheim (WB). Der Landesligist FC Nieheim erkämpfte sich im Fußball-Westfalenpokal gegen Regionalligist TuS Haltern ein 1:1 und musste sich erst im Elfmeterschießen mit 4:5 geschlagen geben. »In diesem Spiel haben meine Jungs gesehen, dass auch ein Regionalligist große Probleme bekommen kann, wenn man mit der richtigen Einstellung und taktischer Disziplin in die Partie geht«, freute sich FC-Coach Ufuk Basdas.

Von Beginn an entwickelte sich ein offenes Spiel. Haltern hatte mehr Ballbesitz, aber Nieheim verteidigte sehr kompakt und clever. Auch im Spiel nach vorne hatte Nieheim gute Momente. Die erste große Chance des Spiels hatte Halterns Stefan Oerterer, der am Außenpfosten scheiterte. Auf der anderen Seite verzog Lars Thorenmeier nur knapp über das Tor. Halterns Trainer Magnus Niemöller war in der ersten Halbzeit fast der aktivste der Gäste.

Zur Halbzeit wechselte er dreimal. Doch auch nach der Pause änderte sich zunächst wenig. In der 50 Minute kam Tobias Puhl frei zu Abschluss. Der Ball war jedoch kein Problem für den Torhüter. In der 57. Minute brannte ein lauter Jubelschrei der rund 500 Zuschauer über den Platz. Der Außenseiter aus Nieheim ging in Führung. Pascal Otte behauptete im Mittelfeld klasse den Ball und legte raus auf Thorenmeier. Der flankte direkt und Ahmet Aydincan köpfte den Ball gegen die Laufrichtung des Torhüters in die Maschen. Jetzt war die Sensation auch für die Zuschauer zum Greifen.

Auch die Nieheimer Spieler puschten sich gegenseitig und warfen sich in jeden Zweikampf. In der 78. Minute verpasste es Giovanni Ovenhausen-Martinez den Ball lang zu klären. Er verlor das Leder an der eigenen Eckfahne. Die darauffolgende Flanke fand in Arda Nebi einen Abnehmer und Haltern glich aus. »Nach dem Ausgleich haben wir den Druck weiter erhöht und hatten eine gute Chance, die der Torhüter stark pariert«, analysierte Niemöller. Als der Unparteiische endlich nach vier Minuten Nachspielzeit Abpfiff, war die Erleichterung groß.

Da es im Westfalenpokal keine Verlängerung mehr gibt, ging es direkt in das Elfmeterschießen. Nieheims Schlussmann Rudolf Pisarenko war an allen Elfmetern chancenlos. Auf Nieheimer Seite verzog Fahri Isik über das Tor und Tobias Puhl traf nur den Pfosten. »Nieheim hat ein klasse Spiel gemacht. So einen Einsatz möchte man als Trainer sehen. Wir sind hier absolut glücklich weitergekommen, auch wenn das Remis nach 90 Minuten verdient war«, zollte Niemöller den Hausherren Respekt. »Ich bin einfach nur stolz. Wir haben alles gegeben. Viele Spieler hatte Krämpfe und konnten nicht mehr. Dennoch war es eine geschlossene Mannschaftsleistung und ein tolles Spiel für alle«, freute sich Basdas.

FC Nieheim: Pisarenko – Müller, Aydincan, Sitnikov (75. Isik), Otte (66. Kros), Soehte, Trost, Puhl, Cesa (67. Günther), Ovenhausen-Martinez, Yanik (22. Thorenmeier)

TuS Haltern: Oberwahrenbrock – Wolters (70. Schultze), Wiesweg, Pöhlker, Kaiser (46. Kallenbach), Oerterer, Mandla (46. Nebi), Diericks (46. Anan), Korczowski, Friedrich, Möllers

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