Sa., 23.05.2020

Leichtathletik: Steinheimer Karl-Josef Düwel und Marina Mönikes beteiligen sich an Wiedenbrücker Laufserie Hausaufgaben motivieren

Die sechste Aufgabe haben Marina Mönikes und Karl-Josef Düwel gemeinsam erledigt. Dabei ging es rund um den Schiedersee. Beide hoffen auf ein Treffen nach der Corona-Pause in Wiedenbrück.

Die sechste Aufgabe haben Marina Mönikes und Karl-Josef Düwel gemeinsam erledigt. Dabei ging es rund um den Schiedersee. Beide hoffen auf ein Treffen nach der Corona-Pause in Wiedenbrück. Foto: privat

Von Sylvia Rasche

Steinheim (WB). Eigentlich ist es die Zeit der Frühjahresklassiker. Weil es die in Corona-Zeiten nicht gibt, hat der Lauf-Verein LG Burg Wiedenbrück eine alternative Lauf-Serie aus der Taufe gehoben, zwei treue Mitstreiter in Steinheim gefunden und jetzt den Karnevalslauf an der Emmer fest im Terminkalender.

Serie von vier auf sechs Wochen verlängert

„Zuhause laufen - you´ll (never) run alone“ haben die Organisatoren ihre neue Serie betitelt. Im Internet ist der Steinheimer Man-Teou-Renner Karl-Josef Düwel darauf gestoßen, hat sich kurz entschlossen angemeldet und auch noch seine Vereinskollegin Marina Mönikes überzeugt. In vier Wochen sollten die Athleten eigentlich vier verschiedene Aufgaben erledigen. Weil die Serie so gut ankam, wurde sie auf sechs Wochen ausgedehnt und soll nach Ende der Corona-Beschränkungen mit einem gemeinsamen Lauf in Wiedenbrück enden.

Ergebnisse online verglichen

„Das war total schön. Es ist ja immer schwer, sich alleine zum Training aufzuraffen. Mit den Aufgaben aus Wiedenbrück hatte ich aber wenigstens einmal die Woche ein Ziel vor Augen. Das hat mich motiviert“, berichtet Marina Mönikes.

Die Laufresultate wurden im Internet hochgeladen, so konnten sich alle Athleten auf Distanz miteinander messen und vergleichen. „Dazu kam ein sehr schöner und intensiver Austausch per E-Mail. Die Serie ist vom Veranstaltungsteam mit sehr viel Herzblut betrieben worden“, schwärmt Karl-Josef Düwel. Diese positiven Erfahrungen haben ihn nicht nur zum Mitmachen, sondern auch zum Mitgestalten angespornt.

Karnevalistische Idee aus Steinheim

Als nach vier Wochen die ersten vier Aufgaben erledigt waren und die gut 130 Serien-Teilnehmer noch längst nicht genug hatten, schlug Düwel eine karnevalistische Strecke vor. „Ich hatte die Idee, dass jeder genau 1:11 Stunde laufen sollte. Das kam gut an“, berichtet der 58-Jährige.

Die Hausaufgaben begannen in der ersten Woche mit „Viermal zwei Kilometer“. Die beiden Steinheimer entschieden sich unabhängig voneinander für eine etwas längere Distanz und liefen je viermal um den Norderteich in Billerbeck. „Das war für mich richtig anstrengend, hat aber Spaß gemacht“, berichtet Marina Mönikes. Während sie sich bei den folgenden Aufgaben meist recht genau an die Vorgaben hielt, baute Vereinskollege Karl-Josef Düwel seine Läufe regelmäßig aus.

Düwel baut die Strecken aus

„Ich laufe eben gerne längere Strecken. Als ein Viertelmarathon auf dem Zettel stand, bin ich lieber einen Halbmarathon gelaufen, habe damit ja auch die Aufgabe erfüllt“, schmunzelt der Ausdauerathlet, der in den ersten fünf Monaten des Jahres schon fast 1200 Kilometer laufend zurück gelegt hat. Andere Teiletappen der Wiedenbrücker Serie waren „ein kleiner Hermann“, der auch Brücken oder Treppen enthalten sollte, ein Crosslauf oder ein Lauf am Wasser.

111 Stufen erklommen

Für den kleinen Hermann absolvierte Karl-Josef Düwel die Strecke, die ihm normalerweise zur Vorbereitung auf den echten Hermannslauf dient und erklomm dabei auch den Lattbergturm in Entrup. „Das sind passenderweise genau 111 Stufen“, kommt der Karnevalist im Steinheimer immer wieder durch. So freute er sich auch, dass sein Vorschlag, der 1:11-Stunden-Lauf, angenommen worden ist und folgte dabei vor allem den Hotspots des Steinheimer Karnevals wie die drei Runden des Rosenmontagsumzuges durch den Ring, zur Stadthalle, zur Grundschulhalle oder der Karnevalshalle. Marina Mönikes hat in den 1:11 Stunden übrigens nicht weniger jecke 9,88 Kilometer zurückgelegt.

Gemeinsam um den Schiedersee

Die sechste Aufgabe, „am Wasser“, absolvierten die beiden Steinheimer Serienteilnehmer gemeinsam und umrundeten dabei den Schiedersee, wobei Karl-Josef Düwel direkt vor seiner Haustür loslief und Marina Mönikes am Schiedersee in die Runde einstieg. „Das war ein schöner Abschluss einer sehr abwechselungsreichen Laufserie“, sind sich die beiden Steinheimer, die in dieser Zeit auch den Solo-Osterlauf absolviert haben, einig. Zusammen mit den anderen 130 Teilnehmern wollen sie nach Lockerung der Corona-Bestimmungen zu einem gemeinsamen Abschlusslauf nach Wiedenbrück fahren. „Es waren so schöne Kontakte, dass wir die anderen auch gerne mal persönlich kennelernen möchten“, sagt Karl-Josef Düwel. Den Gegenbesuch in Steinheim haben seine neuen „Lauffreunde“ bereits zugesagt. Beim nächsten Karnevalslauf sind sie mit von der Partie.

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