Handball: HC Steinheim bereitet sich in schweren Corona-Zeiten auf den Restart vor – 2020 gibt es keinen Handball mehr
Neue Qualität hält sich fit

Steinheim (WB). Zunächst sollte die Unterbrechung der gerade begonnenen Saison bis Ende November dauern. Zu Beginn der vergangenen Woche ist die Spielzeit für die Handballer bis Ende des Jahres auf Eis gelegt worden.

Montag, 23.11.2020, 19:32 Uhr aktualisiert: 23.11.2020, 19:34 Uhr
Auf den guten Start des HC Steinheim wird sogar der Kater aufmerksam. Foto: HC Steinheim
Auf den guten Start des HC Steinheim wird sogar der Kater aufmerksam. Foto: HC Steinheim

Auf ein Neues im Jahr 2021. Die Handball-Bezirksligamänner des HC Steinheim, die mit so großen Erwartungen gestartet waren, hoffen zunächst einmal, dass die Corona-Zahlen zurückgehen.

Gesundheit hat Vorrang

„Die Gesundheit hat absoluten Vorrang. Das gefährliche und unberechenbare Virus Covid-19 verlangt uns allen Disziplin und die Einhaltung der Regeln ab. Der Sport steht zwangsläufig hinten an“, betont Ex-Bundesliga-Handballer Jörg Harke. Der Trainer des HC Steinheim fügt an: „Niemand weiß, wie lange uns das Virus noch im Griff haben wird. Alle Sportler bereiten sich trotzdem auf die Stunde X vor.“ Die Stunde X bedeutet die Fortsetzung der Saison 2021. Die Emmerstädter hoffen, dass sie möglichst schnell wieder auf das Hallenparkett zurückkehren können. „Wir wussten alle, dass uns die Pandemie lange auf den Fersen bleiben würde. Eine Unterbrechung der Saison musste zwangsläufig einkalkuliert werden“, sagt Harke. Trotzdem haben sie in Steinheim eine starke Truppe auf die Beine gestellt. „Es ist das stärkste Team seit Jahren“, waren sich Experten vor dem Start Anfang Oktober sicher.

Sechs starke Neue

Sechs starke Neuzugänge und eine gute Vorbereitung mit einer klasse Trainingsbeteiligung hatten im Spätsommer 2020 trotz Corona eine regelrechte Euphorie ausgelöst. Nach den Enttäuschungen und Entbehrungen der vergangenen Jahre verfügte der HCS nun über einen starken Kader. Das Hygienekonzept für die Trainingseinheiten und die Heimspiele war ebenfalls bestens ausgearbeitet worden.

Nur drei Partien

Ganze drei Partien konnten die Emmerstädter austragen, dann war bereits wieder Schluss. Im ersten Meisterschaftsspiel bezog der HCS eine 18:24-Niederlage beim hocheingestuften TSV Oerlinghausen. Nach starken Leistungen in der Vorbereitung war das zunächst einmal ein Rückschlag – ausgerechnet zum Start. Doch die Moral der neuen Truppe passt. Das war in der Vorbereitung sehr deutlich geworden. Im zweiten Spiel und ersten Heimauftritt rief das Team das Potenzial ab: 31:24 lautete das Endresultat gegen die HSG Altenbeken/Bike II. Und dann war da auch noch der Pokal-Thriller gegen die SGH Detmold I: „Wir waren die etwas bessere Mannschaft“, sagte Trainerfuchs Harke später. Nach Verlängerung hatten die spiel- und kampfstarken Steinheimer die Lipper in die Knie gezwungen. Im Vorjahr waren die HCS-Protagonisten noch mit zehn Toren Differenz an den Residenzstädtern gescheitert. Die neue Qualität des HCS wurde deutlich.

In der Handball-Zwangspause sorgen individuelle Trainingsprogramme für die Fitness. „Wir hoffen, dass die Corona-Zahlen sinken und wir wieder spielen können“, blickt Jörg Harke nach vorne.

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