Fr., 12.10.2018

Fußball-Bezirksliga: Nieheim gewinnt 1:0 in Eissen – Weser 5:0 gegen Warburg Sitnikov trifft zum späten Sieg

»Puh«. Nieheims Vorsitzender Alfred Ruberg (rechts) atmet nach dem Abpfiff in Eissen einmal durch und gratuliert Torhüter Marcel Kickert (links) und Torschütze Roland Sitnikov (Zweiter von links). Trainer Raffaele Wiebusch (Zweiter von rechts) freut sich.

»Puh«. Nieheims Vorsitzender Alfred Ruberg (rechts) atmet nach dem Abpfiff in Eissen einmal durch und gratuliert Torhüter Marcel Kickert (links) und Torschütze Roland Sitnikov (Zweiter von links). Trainer Raffaele Wiebusch (Zweiter von rechts) freut sich. Foto: Günter Sarrazin

Von Günter Sarrazin und Felix Senftleben

Kreis Höxter (WB). Eine späte Entscheidung in Eissen und klare Verhältnisse in Lauen­förde – das gab es am Donnerstagabend in der Fußball-Bezirksliga. Derweil der FC Nieheim in der 87. Minute den 1:0-Siegtreffer gegen den FC Peckelsheim/Eissen/Löwen erzielte, dominierte der FC Blau-Weiß Weser mit 5:0 gegen den Warburger SV. 4:1 gewann Dringenberg gegen Borchen.

FC Peckelsheim/Eissen/Löwen – FC Nieheim 0:1 (0:0). Der Jubelschrei war lang und laut. »Ja«, riefen die Spieler des FC Nieheim am Donnerstag um 21.10 Uhr auf dem Aschenplatz in Eissen. Soeben hatte Kapitän Roland Sitnikov das 1:0 für den Titelanwärter erzielt. Alle Feldspieler kamen zum Feiern zusammen. Es war wenige Minuten vor Schluss (87.). Der Freude und Erleichterung bei den Gästen stand die Enttäuschung bei den Platzherren gegenüber.

Mit seinem Kopfballtreffer aus spitzem Winkel entschied Sitnikov eine Partie, die von beiden Mannschaften von der ersten Minute an engagiert geführt wurde. Peckelsheims Torwart Till Sickes, der eine starke Leistung bot, war noch am Ball, konnte das Gegentor in dieser Szene aber nicht verhindern. »Wir haben uns den Sieg erarbeitet. Wir haben uns am Ende für unser langes Anrennen belohnt. Jetzt heißt es, Sonntag nachlegen. Auf dem Kunstrasen in Borgentreich wollen wir den Ball anders laufen lassen. Von der Einstellung her müssen wir wieder so auftreten«, sagte Nieheims Trainer Raffaele Wiebusch. »Wir haben eine kämpferisch gute Leistung gezeigt. Der Gegentreffer ist unglücklich für uns gefallen, nach einem Ballverlust«, merkte Peckelsheim Betreuer Jens Brechtken an. Die Gastgeber hätten gerne einen Punkt am Platz behalten. Sie waren vor rund 200 Zuschauern, darunter andere Trainer und auch Paderborns Zweitliga-Spieler Sebastian Schonlau, nah dran.

Der erste Schuss auf das Tor resultiert aus der zehnten Minute. Absender war Manuel Trost. Auf der anderen Seite hatte Pascal Knoke eine Minute später freistehend die Chance zum 1:0 für Peckelsheim. Sein Heber ging jedoch über das Tor. Mit einer schnellen Reaktion verhinderte Sickes das 0:1 von Ahmet Aydincan (12./Kopfball im Fünfmetteraum). Bei der folgenden Ecke köpfte Trost knapp vorbei. In der 24. Minute parierte Sickes stark gegen Julian Herbst. Auch Lars Thorenmeier (53.) und Tobias Puhl (70.) scheiterten an dem Torhüer, der Sicherheit ausstrahlte und ein guter Rückhalt war. Bei Peckelsheim hatte Knoke noch eine Chance.

FC Peckelsheim/Eissen/Löwen: Sickes – Vogt (51. Fabian Rex), Hillebrand, Hahne, Stolte, Schindler, Gievers, Knoke, Schön (89. Gockeln), Riepe, Sander (89. Wendehals)

FC Nieheim: Kickert – Müller, Aydincan, Sitnikov, Herbst, Soethe (82. Basdas), Thorenmeier (68. Otte), Trost, Puhl (90. Ovenhausen-Martinez, Scherf, Wezorke

FC Blau-Weiß Weser – Warburger SV 5:0 (4:0). Auch im zehnten Saisonspiel blieb Warburg ohne Sieg. Die Personalnot bei den Hansestädtern war so groß, dass Trainer Jürgen Voss (51) selbst ein Trikot mit auf die Auswechselbank nahm, um im Notfall wieder eingreifen zu können. Nur 13 Feldspieler standen dem WSV in Lauenförde zur Verfügung. Erneut umstellen und einige Akteure ersetzen musste auch Wesers Trainer Heiko Bonan. Dennoch hatte sein Team die entscheidenden Trümpfe dabei und gewann auch das Rückspiel. Mit einem Doppelschlag in der 14. und 16. Minute stellte Stefan Lübke die Weichen. In der 42. Minute krönte er seinen starken Auftritt mit seinem dritten Treffer – so gelang ihm ein Hattrick. »Es freut mich für Stefan. Für uns ist es enorm wichtig, dass er trifft«, sagte Bonan.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erzielte Leon Krüger per Kopfball das 4:0 (46). Sieben Minuten nach Wiederbeginn stellte Simon Hartmann auf 5:0. Sein satter Volleyschuss aus 20 Metern schlug im oberen Eck ein. »Das war ein schönes Tor. Generell waren tolle Treffer dabei«, freute sich Bonan über die herausgespielten Buden. »Wir hatten noch mehr Chancen, zum Teil auch richtig gute. Warburg hatte über die gesamten 90 Minuten gerade einmal zwei Möglichkeiten. Daher ist der Sieg auch in der Höhe verdient«, führte der Ex-Profi aus.

FC Blau-Weiß Weser: Pape – Seibt, Menzel (46. Budalic), Voss, Krüger, L. Rikus, Wielert, Lübke (71. Rodermund), Bickmeier, Broer (58. F. Rikus), Hartmann

Warburger SV: Hilleke – Adam, Bertig, Tegethoff, Nutt, Werner, Hopp, Bassermann (66. Nietz), Härtlein (12. Dopatka), Niggemann, Galmadi

SV Dringenberg – SC Borchen 4:1 (2:0). Plan umgesetzt, Ziel erreicht. Mit einem überzeugenden 4:1-Erfolg hat der SV Dringenberg seine Rolle im erweiterten Verfolgerfeld untermauert. »Wir halten Anschluss an das obere Drittel, alles gut«, sagte Trainer Sven Schmidt. Bis auf die Fußverletzung von Christoph Richter. Er musste mit dem Krankenwagen abgeholt werden. Nach dem 1:0 von Daniel Neumann (7.) hatte Richter in der 13. Minute das 2:0 folgen lassen. Damit war der Grundstein gelegt. »Wir haben in den ersten 30 Minuten sehr gut gespielt, waren präsent in den Zweikämpfen und haben Nadelstiche gesetzt«, beschrieb Schmidt.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit entschied Philipp Hasse mit einem schönen Kopfballtreffer zum 3:0 die Partie im Burgstadion. Zwar verkürzte Stefan Wübbeke in der 56. Minute auf 1:3, doch am sechsten Saisonsieg des SVD war nicht zu rütteln. Beim 4:1 trug sich Dennis Hartramph in die Torjägerliste ein. Er schob das Leder nach einem Eckball ins Netz.

SVD: Hinz – Jacobi (71. Frederkind), Schipp, van der Kamp, Rempe, Richter (46. Kriger), Hasse, Steinig, Kirchhoff (82. Künemund), Neumann, Hartramph

 

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