Dirk Heidemann ist Landesmeister des Bogensportverbandes NRW
Mit Vereinsrekord zum Titel

Brakel (WB). »Zu 90 Prozent ist es Willensstärke, die den Pfeil ins Ziel fliegen lässt«, sagt Dirk Heidemann. Der 48-jährige Bad Driburger hat diese bei den Landesmeisterschaften des Bogensportverbandes NRW in Leverkusen-Opladen unter Beweis gestellt und den Titel in der Altersgruppe Ü45 geholt.

Samstag, 26.01.2019, 04:04 Uhr aktualisiert: 26.01.2019, 04:10 Uhr
Dirk Heidemann ragt mit seinen 1,90 Metern Größe beim Training in Brakel heraus. An der Schießlinie stehen (von links): Jürgen Haber­hausen, Albert Galliardt, Dirk Heidemann, Guido Sondermann, An­dreas Winkelhahn und Philip Micus. Foto: Anja Kiele-Dunsche
Dirk Heidemann ragt mit seinen 1,90 Metern Größe beim Training in Brakel heraus. An der Schießlinie stehen (von links): Jürgen Haber­hausen, Albert Galliardt, Dirk Heidemann, Guido Sondermann, An­dreas Winkelhahn und Philip Micus.

»Das ist ein toller Erfolg für unseren Verein gleich zum Jahresbeginn. Dirk Heidemann hat sich in der Sporthalle des Landrat-Lucas-Gymnasiums in Leverkusen-Opladen souverän in seiner Altersgruppe durchgesetzt«, freut sich auch der Senior der aktiven Schützen der Bogensportabteilung des TV Brakel, Jürgen Haber­hausen (73), aus Frohnhausen.

Unter insgesamt 30 qualifizierten Schützen bewies Dirk Heidemann Treffsicherheit. Bei 33 von 60 Schüssen auf eine 18 Meter entfernte Zielscheibe landete sein Pfeil in der »Zehn«, die etwa so groß ist wie ein Zwei-Euro-Stück. Achtzehnmal traf er die »Neun«. »Ich bin begeistert, dass es so gut gelaufen ist«, blickt der Elektroinstallateur, der seit fünf Jahren im Bogensport aktiv ist, im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT auf seinen bisher größten Erfolg zurück. Mit 564 von 600 möglichen Ringen siegte er vor Mirko Swinnty vom TuS Grün-Weiß Holten, der 557 Ringe schoss. Auf Rang drei landete Thomas Dornik (555 Ringe/Polizeisportverein Mönchengladbach).

Als Vizebezirksmeister hatte sich Dirk Heidemann im November des vergangenen Jahres in Löhne für die Landesmeisterschaften des Bogensportverbandes NRW qualifiziert. »Ich bin ohne große Erwartungen nach Leverkusen gefahren. Dort ist es für mich überragend gelaufen«, sagt der 48-Jährige, der auch Wasserballer ist. Mit der Herren-Mannschaft des TuS Bad Driburg war er bis vor zwei Jahren in der Bezirksliga am Ball. Wegen Personalmangels spielt das Team zur Zeit nicht um Punkte. »Wir treffen uns aber weiter einmal in der Woche zum Training«, berichtet Heidemann. Als Wasserball-Schiedsrichter pfeift er in der Bezirksliga und in der Ostwestfalen-Liga.

»Wasserball ist für mich inzwischen ein guter Ausgleichssport zum Bogenschießen, bei dem die Rückenmuskulatur gleichmäßig belastet wird«, erklärt Heidemann. Bei seinen Wettkämpfen mit dem zweieinhalb Kilogramm leichten Recurvebogen habe er beim Ausziehen der Sehne etwa 21 Kilogramm auf drei Fingern. »Das ist körperlich schon anstrengend«, sagt er mit Blick auf die 60 Schüsse bei den Landesmeisterschaften.

»Nach jeweils drei Schüssen gehen wir nach vorne und werten das Ergebnis aus. Zugleich nehmen wir unsere Pfeile wieder mit zur Schießlinie, um dann die nächsten drei Pfeile innerhalb von zwei Minuten zu schießen«, beschreibt er den Ablauf des Wettkampfes. Mit seinen 564 Ringen stellte er zugleich einen neuen Brakeler Vereinsrekord auf. »Den alten Vereinsrekord hatte Norman Schulz vor 20 Jahren bei der Deutschen Meisterschaft in Krefeld geschafft. Er schoss 563 Ringe«, berichtet Dirk Heidemann.

Als Landesmeister des Bogensportverbandes NRW hat er sich für die Deutschen Meisterschaften des Deutschen Bogensportverbandes qualifiziert. An den Titelkämpfen im März kann er jedoch aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen. Seine Konzen­tration gilt jetzt diesem Sonntag, 27. Januar. Da startet er bei den Landesmeisterschaften des Westfälischen Schützenbundes in Dortmund. »Mein Ziel ist es, unter die besten 15 Teilnehmer zu kommen«, erklärt Dirk Heidemamn, dass die Leistungsdichte bei diesen Titelkämpfen höher sein wird. In einem starken Feld möchte er an die gute Leistung in Leverkusen-Opladen anknüpfen. »Ich werde wieder ohne großen Druck in den Wettkampf gehen«, sagt er.

Die Bogenschützen des TV Brakel drücken ihm die Daumen. Zugleich blicken sie bereits auf das fünfte Brakeler Generationenpark-Hallenturnier am Sonntag, 17. Februar. Dabei starten ab 9 Uhr fast 90 Schützen aus Westfalen und Hessen in der Nethestadt.

Am Rande notiert: Interessierte können sich bei den Brakeler Bogenschützen melden und Schnupperkurse oder ein Probetraining vereinbaren. Training ist mittwochs von 17.30 bis 20.30 Uhr und samstags von 16.30 bis 18.30 Uhr. Weitere Infos gibt es auf den Internetseiten der Abteilung.

www.tvbrakel-bogensport.de

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