Sa., 09.11.2019

FC Peckelsheim und FC BW Weser gegen Aufstiegsanwärter in Außenseiterrolle Wer schafft eine Überraschung?

Borgentreichs Dominik Schumacher (rechts) klärt und Alexander Fögen (Mitte) sichert ab. Mit konsequentem Einsatz will die Elf punkten.

Borgentreichs Dominik Schumacher (rechts) klärt und Alexander Fögen (Mitte) sichert ab. Mit konsequentem Einsatz will die Elf punkten. Foto: Günter Sarrazin

Von Günter Sarrazin und Fabian Scholz

Kreis Höxter (WB). Sie wollen nicht den Aufstand proben, sondern einfach punkten. Die heimischen Kellerkinder sind am Sonntag, 10. November (Anstoß 14.30 Uhr), in der Fußball-Bezirksliga gefordert. Derweil das Schlusslicht TSC Steinheim beim Drittletzten TuRa Elsen auf den ersten Saisonsieg hofft, möchten der Tabellenvorletzte Spvg Brakel II und der Viertletzte FC Peckelsheim/Eissen/Löwen gegen den Tabellenvierten Atteln und gegen Spitzenreiter Heide Paderborn für Überraschungen sorgen. Borgen­treich und Weser wollen ihren Abwärtstrend stoppen.

FC Peckelsheim/Eissen/Löwen – SV Heide Paderborn. Der Tabellenviertletzte empfängt den Primus – damit ist Peckelsheims Ausgangslage klar beschrieben. An den Abstiegsplatz möchten sich die Gastgeber nicht gewöhnen und dort auch nicht verweilen. Mit dem Tabellenführer, der mehr als doppelt so viele Punkte auf dem Konto hat (Peckelsheim 16, Heide 34), kommt allerdings einer der stärksten Gegner der Liga auf den neuen Kunstrasenplatz in Peckelsheim und so wird es schwer, die Zähler am Platz zu behalten. Peckelsheims Kunstrasenpremiere ist mit dem 1:4 gegen Barntrup enttäuschend verlaufen. Umso wichtiger war der am vergangenen Sonntag erzielte 2:1-Auswärtserfolg in Heidenoldendorf. Mit dem fünften Saisonsieg wurde der direkte Anschluss an das untere Mittelfeld der Tabelle gewahrt. »Auch wenn es etwas glücklich war in der letzten Minute, haben wir ein wichtiges Ziel erreicht«, sagt Matthias Rebmann. »Wir müssen wieder von Anfang an dagegenhalten und wollen eine frühe Führung des SV Heide verhindern«, erklärt Peckelsheims Trainer. Selber wolle seine Mannschaft aber auch mutig auftreten. Derweil Jonas Riepe ausfällt, kehrt Pascal Knoke nach seinem England-Aufenthalt ins Team zurück. Unser Tipp: 1:1

FC Blau-Weiß Weser – SF DJK Mastbruch. Die Gastgeber sind gegen den Aufstiegskandidaten aus Mastbruch Außenseiter. Für Weser lief es in den vergangenen Wochen nicht mehr ganz so rund. Nur vier Punkte aus fünf Spielen bedeuten aktuell Rang elf in der Tabelle, wobei der Abstand auf die Abstiegsränge nur noch drei Zähler beträgt. »Mastbruch erwarte ich ähnlich stark wie Heide Paderborn – vor allem in der Offensive. Ein kleiner Vorteil für uns könnte der tiefe Rasenplatz sein«, sagt Wesers Trainer Marcus Menzel vor der Partie in Lauenförde. Ein Punkt gegen den spielstarken Tabellendritten wäre für seine Elf ein Erfolg. »Wahrscheinlich fällt Stefan Lübke aus. Das würde uns in der Offensive extrem weh tun«, berichtet Menzel. Unser Tipp: 1:3

Post TSV Detmold – VfR Borgentreich. Ist der Zauber der erfolgreichen ersten Wochen der Saison verflogen, oder kann noch einmal daran angeknüpft werden? »Das hoffen wir auf jeden Fall«, sagt Borgentreichs Trainer Frank Kleine-Horst. Zwar werde es nicht einfacher und es kämen in den nächsten Wochen starke Gegner. »An guten Tagen haben wir aber gezeigt, wozu wir in der Lage sind. In diese Erfolgsspur müssen wir zurückfinden«, betont er. Was passiert, wenn es nicht gelingt, macht er gleich im nächsten Satz deutlich: »Dann sehen wir uns ganz schnell auf den Abstiegsplätzen.«

Seine Mannschaft müsse Laufbereitschaft und Willensstärke zeigen. Wenn sie sich so bissig und schnell präsentiere, wie der Delbrücker SC II am vergangenen Sonntag bei seinem 5:0 in Borgentreich, könne sie aus Detmold etwas mitnehmen. »In meinen Augen sind die Detmolder sehr schwer einzuschätzen. Wir sind gefordert, unser Spiel aufzuziehen. Wir müssen aber auch in der Lage sein, uns auf dem Platz auf den Gegner einzustellen«, hat er seinen Spielern deutlich gemacht.

Kapitän Sascha Unger ist wieder dabei, der VfR hat aber weiter Personalprobleme. Luca Mertens fällt wegen eines Muskelfaserrisses wohl den Rest des Jahres aus. »Er soll ihn richtig auskurieren«, so Kleine-Horst. Dass Detmold vorigen Sonntag erst in der Nachspielzeit 1:0 in Brakel gewonnen hat, kann Mut machen. Andererseits ist der VfR aber auch gewarnt, denn gegen Weser (4:0 am 20. Oktober) und Steinheim (4:1/24. Oktober) hat Detmold deutlich gewonnen. Tipp: 1:1

SV Atteln – Spvg Brakel II. Atteln geht als Favorit in die Partie, auch wenn es in den vergangenen vier Spielen nur einen Sieg errungen hat. Für Brakel II wäre ein Auswärtserfolg enorm wichtig. Der Abstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz beträgt bereits sieben Zähler. Doch die Formkurve der Elf von Maik Schmitz zeigt nach unten. Zuletzt gab es drei Niederlagen in Serie. Zudem ist sein Team die auswärtsschwächste Mannschaft der Liga. Alle sieben Spiele auf fremdem Platz gingen verloren. Die Zeichen stehen für Brakel also nicht gut. »Atteln ist sehr stark. Der Boden auf dem dortigen Rasenplatz wird tief sein. Über das Spielerische wird nicht viel gehen. Wir müssen den Kampf annehmen und über Zweikämpfe und Robustheit kommen. Jeder Spieler muss über seine Grenzen gehen. Sonst werden wir nichts holen können«, betont Spvg-Trainer Maik Schmitz. Tipp: 2:1

TuRa Elsen – TSC Steinheim. Abstiegsduell in Elsen: Der Drittletzte (zwölf Punkte) empfängt das Tabellenschlusslicht. Für beide Teams heißt es »Verlieren verboten«. Steinheim wartet nach 14 Spielen noch immer auf den ersten Saisonsieg. Nur zwei Zähler und 23:69-Tore sind eine enttäuschende Bilanz. »Wir müssen in diesem Spiel mindestens einen Punkt holen. Die Jungs haben im Training gut mitgezogen. Im Vergleich zu den Vorwochen müssen wir vor allem defensiv endlich besser stehen«, sagt TSC-Coach Rytis Narusevicius. »Personell haben wir leider noch ein paar Fragezeichen«, ergänzt er. Unser Tipp: 1:1

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