Sa., 15.02.2020

VfR Borgentreich will in Rückrunde mehr Punkte auf Rolandkampfbahn behalten „In Heimspielen meiste Luft nach oben“

Niklas Mertens, der sich hier gegen zwei Gegenspieler behauptet, soll in der Rückrunde für die nötigen Tore sorgen.

Niklas Mertens, der sich hier gegen zwei Gegenspieler behauptet, soll in der Rückrunde für die nötigen Tore sorgen. Foto: Sylvia Rasche

Von Günter Sarrazin

Borgentreich (WB). „Wir wollen versuchen, vier oder auch mehr Mannschaften hinter uns zu lassen. Möglich ist es. Es wird aber sicher auch kein Selbstläufer“, sagt Thomas Schulte. Der langjährige Sportdirektor des VfR Borgen­treich weiß, dass zwei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang kein Polster für den Fußball-Bezirksligisten sind. „Wir stehen aber über dem Strich und so soll es bleiben“, betont der BVB-Fan.

 Mit 21 Punkten aus 19 Partien überwintern die Rot-Schwarzen auf Rang dreizehn der 18er-Staffel. Den ersten von vier Abstiegsrängen belegt der FC Blau-Weiß Weser mit 19 Zählern aus 18 Begegnungen, könnte also mit einem Dreier in dem weniger absolvierten Spiel am VfR vorbeiziehen. Der kleine Kader und die damit einhergehenden Personalprobleme sind der Hauptgrund dafür, dass Borgentreich in der Hinrunde nach einem starken Saisonstart immer weiter nach unten gerutscht ist und keinen größeren Vorsprung auf den Ligakeller hat.

 „Wir hatten in vielen Spielen nicht das nötige Quäntchen Glück auf unserer Seite, waren aber auch nicht konsequent genug“, sagt Thomas Schulte. Der 42-Jährige denkt dabei unter anderem an das 0:1 gegen den FC Blau-Weiß Weser in letzter Minute sowie an die Niederlagen gegen den SV Dringenberg und den FC Peckelsheim/Eissen/Löwen. „Sie waren unnötig“, unterstreicht er.

 Am Anfang der Saison, als Borgentreich auf Platz drei und fünf lag, stand der komplette Kader zur Verfügung. „Das war ein großer Vorteil“, verweist Schulte darauf, dass 15, 16 Akteure mit der Bezirksliga-Elf unterwegs waren und zwei, drei weitere an die Zweite abgegeben werden konnten. „Ende des Jahres war es dann umgekehrt. Da mussten immer zwei, drei Spieler aus dem B-Liga-Team in der Bezirksliga aushelfen“, erklärt der Sportdirektor, dass viele Positionen in der Mannschaft immer wieder neu besetzt werden mussten. So habe die nötige Konstanz gefehlt, um spielerisch geschlossen aufzutreten und mehr Punkte holen zu können.

 Für den neuen Trainer Frank Kleine-Horst und sein Team sei es manchmal nicht einfach gewesen. „Wir sind nicht eingebrochen, haben uns aber auch nicht wieder richtig stabilisiert“, fasst Thomas Schulte, der seit dem Jahr 2002 im Amt ist, zusammen.

Der Blick ist nun auf die Rückrunde gerichtet. Am 4. Februar hat der VfR wieder mit dem Training begonnen. „Die Beteiligung ist sehr positiv. Es waren immer 15 oder mehr Spieler da“, berichtet Schulte. Im ersten Vorbereitungsspiel sah es anders aus. Da spielte Borgentreich mit einer gemischten Mannschaft aus Akteuren der Ersten und Zweiten 2:2 gegen den Paderborner A-Ligsten TuS Altenbeken. Unter anderem urlaubsbedingt (Skiurlaub) fehlten mehrere Stammspieler. Die vier Seniorentorhüter Hendrik Dohmann, Tobias Arens (beide im Urlaub), Mike Niggemann (verletzt) und Oldie Sascha Tabaka (Arbeit) waren alle verhindert. „So hütete mit Maik Stadtfeld ein früherer Jugendtorwart nach mehrjähriger Pause als Keeper den Kasten“, sagt Schulte, der darauf hofft, dass die Personalsituation in der Rückrunde besser ist als in der Hinserie. Vor allem in den Partien gegen direkte Konkurrenten sei es wichtig, dass die Mannschaft komplett ist.

Das gilt gleich im ersten Punktspiel dieses Jahres am Sonntag, 1. März, gegen den TSC Steinheim. Das Ziel gegen das Tabellenschlusslicht ist klar – der sechste Saisonsieg soll eingefahren werden. Es wäre erst der zweite Borgentreicher Heimerfolg dieser Spielzeit. „Da ist sicher die meiste Luft nach oben“, sagt Thomas Schulte, dass das Team in der Rückrunde mehr Punkte auf der Rolandkampfbahn behalten will.

Da David Arendes in der Winterpause zu seinem Heimatverein 1. FC Bühne zurückgekehrt ist, hat der VfR eine Alternative weniger in der Offensive. Hier ruhen die Hoffnungen nun noch mehr auf Niklas Mertens und seinem jüngeren Bruder Luca. In den nächsten Testspielen an diesem Sonntag, 16. Februar (12.30 Uhr), gegen den FC Stahle und am Mittwoch, 19. Februar (19.30 Uhr), gegen den TuS Egge Schwaney sollen die nächsten Schritte gemacht werden, um zum Start der zweiten Saisonhälfte eingespielt zu sein.

„Es wird sicherlich eine schwierige Rückrunde“, sagt Thomas Schulte. Dennoch setzt er darauf, dass erneut der Klassenerhalt gelingt: „Wenn wir alle Mann an Bord haben und aus dem Vollen schöpfen können, bin ich sehr zuversichtlich, dass es klappt.“

Kommentare

Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7260566?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2198415%2F2514662%2F