Tischtennis-Kreisversammlung: Ikenhausener Günter Bickmann erhält Ehrenplakette des Verbandes
Klares Votum gegen die Fusion

Ossendorf (WB). Klarer geht es nicht: Kein einziger Vereinsvertreter des Tischtenniskreises Höxter-Warburg hat sich während der Kreisversammlung in Ossendorf für eine Fusion mit dem Kreis Paderborn ausgesprochen. Während der Versammlung ist der Ikenhausener Günter Bickmann besonders ausgezeichnet worden. Außerdem wurden Auswirkungen der Corona-Krise auf den Tischtennissport thematisiert.

Samstag, 27.06.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 27.06.2020, 11:50 Uhr
So geht Glückwunsch in Coronazeiten: Der Ehrenvorsitzende des Tischtenniskreises Höxter-Warburg, Hans-Joachim Fietz (links) hat dem Ikenhausener Günter Bickmann (rechts) die Ehrenplakette des Verbandes überreicht. Foto: Sylvia Rasche
So geht Glückwunsch in Coronazeiten: Der Ehrenvorsitzende des Tischtenniskreises Höxter-Warburg, Hans-Joachim Fietz (links) hat dem Ikenhausener Günter Bickmann (rechts) die Ehrenplakette des Verbandes überreicht. Foto: Sylvia Rasche

Strukturreform

Wie ausführlich berichtet, plant der Westdeutsche Tischtennisverband zur übernächsten Saison eine umfassende Strukturreform . Dabei sollen unter anderem die Kreise Höxter/Warburg und Paderborn fusionieren. Der heimische Kreisvorstand unter Vorsitz von Wolfgang Klare (1. FC Bühne) hatte seine Bedenken dem Verband bereits vor Wochen schriftlich mitgeteilt und wurde jetzt von den heimischen Vereinsvertretern in vollem Umfang unterstützt.

Die vom Verband erhofften Synergie-Effekte werde es wohl kaum geben, befürchteten die Delegierten einhellig. „Die Identifikation geht in einem so großen Gebilde verloren“, argumentierte Jürgen Ahlemeyer vom SV Vörden. „Die Teilnehmerzahlen an Kreismeisterschaften und Kreispokalspielen werden weiter zurückgehen“, prophezeite Ehrenvorsitzender Hans-Joachim Fietz (SV Menne). Der Kreisvorstand hat errechnet, dass es in dem neuen großen Bezirk Höxter/Paderborn fast 250 Anfahrten zu Auswärtsspielen gibt, die weiter als 50 Kilometer sind. „Das ist für Mannschaften, die auf der untersten Ebene spielen, viel zu weit“, betonte Vorsitzender Wolfgang Klare. Letztlich waren sich die Delegierten einig, dass die angedachte Reform dem Kreis Höxter/Warburg keinen Nutzen bringe. „Wir werden die Bedenken dem Verband erneut vortragen“, versprach Klare, war aber nicht besonders optimistisch, „dass wir die Strukturreform verhindern können.“

Tischtennis und Corona

Eine neue Saison in Corona-Zeiten zu planen, ist nicht einfach. Das hat die Kreisversammlung gezeigt. Die erste Absage für die kommende Spielzeit gibt es bereits. Die Kreismeisterschaften im September dürfen nicht stattfinden. Gastgeber SV Bergheim wird die Titelkämpfe dafür 2021 ausrichten. Der Kreispokalfinaltag im Januar in Brakel könnte gesplittet werden, wenn die Einschränkungen weiter bestehen. „Die Vorrunden werden wir vermutlich auch als einzelne Spiele austragen und nicht wie zuletzt üblich in Turnierform an einem Abend. Dann wären zu viele Sportler zeitgleich in der Halle“, blickte Wolfgang Klare voraus.

Die Saison auf Kreisebene wird mit normalen Staffelstärken geplant. Auf Anregung von Andreas Niggemeyer (SV Ossendorf) verständigten sich die Vereinsvertreter darauf, bei einer erneuten coronabedingten Saisonunterbrechung nur eine einfache Runde ohne Rückspiele zu absolvieren. Zunächst werde aber mit Hin- und Rückrunde geplant.

Anders als zuletzt ist es inzwischen auch wieder erlaubt, Doppel zu spielen, teilte Klare mit.

Hohe Auszeichnung

Günter Bickmann von der TTG Ikenhausen hat während der Kreisversammlung die Ehrenplakette des Westdeutschen Tischtennisverbandes für seine herausragende Leistungen um den Tischtennissport verliehen bekommen. Die Laudatio hielt sein langjähriger Tischtennis-Weggefährte Hans-Joachim Fietz, der Bickmann als Gründungsmitlied der TTG Ikenhausen, als dessen langjähriger Vorsitzender und Motor der Errichtung der TTG-Freizeithalle herausstellte. Zudem habe Bundesliga-Schiedsrichter Günter Bickmann jahrzehntelang im Kreisvorstand mitgearbeitet, zuletzt 24 Jahre als Geschäftsführer. Aktuell gehört er immer noch dem Spruchausschuss des Westdeutschen Verbandes an.

Neues Mitglied

Jan Schwerdtfeger ist seit Donnerstag neues Mitglied im Kreisjugendvorstand. Der 21-Jährige Brakeler übernimmt das vom Verband neu geschaffene Amt des Kreisbeauftragten für Kinder- und Jugendarbeit. Er ist einstimmig von der Kreisjugendversammlung, die unmittelbar vor der Kreisversammlung in Ossendorf ausgetragen worden ist, gewählt worden. „Ich freue mich auf die Mitarbeit im Jugendvorstand“, sagte der Brakeler, der zuletzt im Helferteam der Westdeutschen Jugendmeisterschaften in Büren mitgearbeitet hatte.

Jugendmeister-Ehrungen auf Abstand (von links) Karsten Oeynhausen (DJK Brakel), Lukas Richling (TTV Höxter), Andreas Niggemeyer (SV Ossendorf) und Kevin Kösling (TuS Bad Driburg).

Jugendmeister-Ehrungen auf Abstand (von links) Karsten Oeynhausen (DJK Brakel), Lukas Richling (TTV Höxter), Andreas Niggemeyer (SV Ossendorf) und Kevin Kösling (TuS Bad Driburg). Foto: Rasche

Jugendschutz

Zum Thema „Kinder- und Jugendschutz im Verein“ hat Rouven Speith von der Kreisverwaltung Höxter die Delegierten informiert und auf das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis für ehrenamtlich Tätige verwiesen. Auch Reiner Stuhldreyer, Vorsitzender des Kreissportbundes, appellierte an die Vereine, eine freiwillige Selbsterklärung zu unterzeichnen. „Ein Engagement im Kinder- und Jugendschutz ist eine Zertifizierung für den Verein“, unterstrich Stuhldreyer, der außerdem die sportlichen Leistungen der heimischen Tischtennisspieler und das Engagement des Tischtennis-Kreisvorstandes in der Arbeit des Kreissportbundes positiv herausstellte.

Keine Feiern

Der TTC Oeynhausen sowie die Tischtennisabteilungen des TuS Bad Driburg, des SV Bergheim und des SV Ossendorf „feiern“ in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Die Veranstaltungen dazu sind allerdings wegen des Corona-Virus verschoben worden. Die Ehrenteller und Auszeichnungen des WTTV durften die Vereinsvertreter aber schon mal mitnehmen.

Meister geehrt

„Fühlt Euch gedrückt“, sagte Kreisvorsitzender Wolfgang Klare als Kreisjugendwart Michael Evers im ersten Versammlungsteil und später Sportwart Jens Zirklewski und Damenwartin Gaby Daly die Meister und Pokalsieger der Saison auszeichneten. Die Vereinsvertreter mussten sich ihre Urkunden und Medaillen diesmal (mit Schutzmaske ausgestattet) eigenhändig von einem dafür bereit gestellten Tisch nehmen. Persönliche Übergabe und Handschlag fielen in Corona-Zeiten aus.

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