Fußball: Die Süd-B-Liga-Clubs setzen auf Konstanz
Alle 16 Trainer weiter an Bord

Kreis Höxter (WB). Das ist eine ungewöhnliche Konstante: Alle 16 Mannschaften, die in der kommenden Spielzeit in der Fußball-Kreisliga B Süd an den Start gehen, vertrauen auf ihren bisherigen Coach. Beim SV Hohenwepel steht zwar schon fest, dass es in der Winterpause einen Wechsel geben wird, doch bis dahin steht Franz Böddeker weiter in der sportlichen Verantwortung.

Mittwoch, 15.07.2020, 05:00 Uhr
Thorsten Viereck (rechts, hier mit Schiedsrichter Lukas Meier) geht beim FC Peckelsheim/Eissen/Löwen in sein siebtes Trainerjahr und hilft im Notfall auch schon mal im Tor aus. Foto: Sylvia Rasche
Thorsten Viereck (rechts, hier mit Schiedsrichter Lukas Meier) geht beim FC Peckelsheim/Eissen/Löwen in sein siebtes Trainerjahr und hilft im Notfall auch schon mal im Tor aus. Foto: Sylvia Rasche

Richtig lagen sämtliche Trainer in der vergangenen Winterpause mit ihrem Aufsteigertipp: Herbstmeister SG Bühne/Körbecke hat in der abgebrochenen Saison das A-Liga-Ticket gelöst. Sportliche Absteiger gibt es nicht, allerdings geht Schlusslicht SV Dringenberg II freiwillig zurück in die C-Liga. Als Aufsteiger vervollständigen der SSV Herlinghausen und der FC Germete-Wormeln II die Liga.

Wir haben uns bei den 16 Vereinen umgehört, wie sie mit der aktuellen Situation umgehen.

Borgentreich II kickt

Ingo Conze, Trainer des VfR Borgentreich II , seit 2019 im Amt berichtet, dass sein Co-Trainer Jan Fögen derzeit einmal die Woche mit den Spielern auf den Sportplatz geht. „Ein bisschen kicken unter Einhaltung aller Bestimmungen, so ist es derzeit und so wird es bleiben, bis es eine Entscheidung gibt, wann und ob die Saison startet“, sagt Conze.

Thorsten „Buxe“ Viereck geht beim FC Peckelsheim/Eissen/Löwen II in sein siebtes Jahr als Coach. „Wir haben immer noch Bock aufeinander, die Entscheidung ist beiden Seiten leicht gefallen.“ Beim FC gibt es ein Hygienekonzept und alle arbeiten daran, damit es funktioniert. Der Verantwortlichen warten auf den Startschuss vom Verband. Ein Plan kann erst erstellt werden, wenn ein offizieller Saisonstart bekannt ist. „Ich könnte mir sogar vorstellen, dass es dieses Jahr gar kein Meisterschaftsspiel geben wird. Das Wichtigste ist, dass alle gesund bleiben“, erklärt Viereck.

Nörde/O. will Jugend integrieren

Otto Sinemus, Trainer der SG Nörde/Ossendorf , dort seit 2019 im Amt, berichtet: „Eine Vorbereitung ist ohne einen genauen Saisonstart nicht planbar. Dabei wäre es wünschenswert einen solchen Termin möglichst bald zu bekommen.“ Zum neuen Spieljahr sollen weiterhin Jugendspieler in die Mannschaft integriert werden. „Unser Ziel ist es so attraktiv zu sein, das Spieler aus Ossendorf und Nörde gern in ihrem Heimatort spielen wollen“, sagt Sinemus.

Thomas Hoffmann, SG Scherfede/Rimbeck/Wrexen II , geht in sein sechstes Trainerjahr. Zu einer neuen Serie steht der Klassenerhalt als Ziel fest. Der Trainingsbeginn, mit unverändertem Kader ist für Mitte Juli geplant.

Herster Trainer plant

Ralf Pfeiffer, SV Herste , seit 39 Jahren im Fußball aktiv, ist seit 2016 beim SVH. Unter Einhaltungen aller geboten Regeln wird einmal pro Woche eine Trainingseinheit absolviert. „Natürlich habe ich eine gewisse Planung im Kopf und stehe auch mit anderen Trainern im Kontakt, eine Vorbereitung wie man sie kennt, geht erst wenn der Spielplan steht“, erklärt Ralf Pfeiffer. Er hofft, dass der Spielbetrieb nicht ohne vorherige Vorbereitungsspiele starten muss, das sieht er als besondere Schwierigkeit.

Klaus Hansmann, FC Westheim-Oesdorf, seit 2018 im Amt, holte mit dem bisherigen A-Jugend-Trainer Hubert Lohoff einen zweiten Mann ins Boot. „Da noch nicht klar ist, wann die neue Saison beginnt, ist es mit der Vorbereitung halt anders als sonst.“

Menne mit zwei Teams

Lars Stuckenbrock, seit 2015 Trainer des SV Menne , betont: „Viele der Jungs sind für sich laufen gewesen. Wir wollen draußen unter Einhaltung der Hygieneregeln trainieren.“ Doch dabei schaut er auch, wie groß das Interesse ist. Menne wird wieder zwei Mannschaften melden und so kann mit zwei Teams á zehn Akteuren auch mal ein Spiel gemacht werden.

Volker Stuckenberg, SV Preußen Daseburg , seit 2019 in Daseburg, berichtet: „Wir haben gar nicht trainiert. Die Maßnahmen konnten nicht umgesetzt werden. Wir warten bis es wieder losgehen darf.“ Sechs Wochen und Testspiele brauche er vor der Saison.

Fußballtennis in Großeneder

Marcel Schachten, seit drei Jahren Trainer beim FC Großeneder/Engar , hat zwei Trainingstage pro Woche angesetzt und die Mannschaft aufgeteilt. So wird mit neun Feldspielern und einem Torhüter Fußballtennis gespielt und Torschusstraining absolviert. „Es ist alles schwierig umzusetzen“, sagt Marcel Schachten.

Franz Böddeker, Trainer des SV Hohenwepel , hat mit seinem Team mit „lockerem Kicken“ begonnen. „Es ist auch eine große Verantwortung, wir müssen unbedingt alle Regeln einhalten, denn keiner wird es sich verzeihen können, wenn das Virus weitergetragen wird“, sagt der erfahrene Trainer, der seinen Posten zum Jahresende an ein Trainerteam übergeben will.

Wolfgang Brückner seit 2019 bei der SG Manrode/Borgholz/Natzungen im Amt, hat mit dem Team mit lockeren Einheiten auf dem Platz begonnen. Alles Weitere wird auch hier nach den vorgegebenen Regeln entschieden.

Lust auf Fußball

Andreas Kleinschmidt, SG Dalhausen/Tietelsen-Rothe , seit 2019 dort tätig, hat mit „Training auf freiwilliger Basis begonnen“. Mindestens zwölf Spieler seien bei den Einheiten dabei. „Die Jungs haben nach der langen Pause wieder richtig viel Spaß am Fußball.“

Für André Hillebrand ist der TuS Willebadessen die erste Trainerstation im Seniorenbereich. Es wurden Trainingseinheit unter Berücksichtigung der Schutzverordnungen angeboten. „Wir wollen den Spielern die Möglichkeit geben sich wieder zu bewegen und ein bisschen Fußball zurückzubekommen“, sagt Hillebrand, der das Team übernahm, als der Spielbetrieb eingestellt war.

Kai Richter, Trainer des SSV Herlinghausen , bietet beim Aufsteiger einmal pro Woche ein Training an. „Wer Lust hat, kann kommen“, drückt es Kai Richter aus. Denn in Zeiten der Pandemie müsse jeder für sich entscheiden dürfen, wie viel er macht. „Gut ist allerdings, wieder in einer Gemeinschaft zu sein und sich zu bewegen, auch bei allen Regeln.“

Stefan Branke, FC Germete-Wormeln , freut sich auf den Start: „Wir wollen loslegen und wir haben einen Plan erstellt“, sagt Stefan Branke. Die Hygieneregeln wurden umgesetzt. Testspiele sind eingeplant, jetzt warten alle darauf, wann gespielt werden darf.

Die SG Niesen/Siddessen wird seit 2018 von Jörg Mackenbach trainiert. Die Spieler treffen sich einmal pro Woche. Ab dem 27. Juli soll mit der Vorbereitung begonnen werden.

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