Hindernislauf: Unmittelbar hinter der Kreisgrenze lockt in Trendelburg der Outdoor-Fitnesspark mit idealen Bedingungen
„Ein Spielplatz für Erwachsene“

Trendelburg (WB). Hindernislauf liegt im Trend. „Unsere Gruppe wächst stetig“, sagt Mark Bornhage, Trainer der OCR-Trailwoodrunners in Trendelburg. Der Outdoor-Fitness-Park an der Diemel, nur wenige Kilometer hinter der Höxteraner Kreisgrenze, steht allen Sportlern offen – und wird auch fleißig von heimischen Athleten genutzt.

Donnerstag, 23.07.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 23.07.2020, 05:01 Uhr
Reifen bilden eine der aktuell 22 Stationen des Outdoor-Fitnessparks an der Diemel in Trendelburg. Die OCR-Trailwoodrunners trainieren hier regelmäßig für ihre Extremhindernisläufe. Das Foto zeigt von links: Markus Jahnke, Carina Körber (Trainerin), Joshua Landhuis, Filip Radamm, Günther Grunewald, Mark Bornhage (Trainer), Christopher Risse (Lake Run Veranstalter), Justin Kay (Bushcraft Family). Foto: Sylvia Rasche
Reifen bilden eine der aktuell 22 Stationen des Outdoor-Fitnessparks an der Diemel in Trendelburg. Die OCR-Trailwoodrunners trainieren hier regelmäßig für ihre Extremhindernisläufe. Das Foto zeigt von links: Markus Jahnke, Carina Körber (Trainerin), Joshua Landhuis, Filip Radamm, Günther Grunewald, Mark Bornhage (Trainer), Christopher Risse (Lake Run Veranstalter), Justin Kay (Bushcraft Family). Foto: Sylvia Rasche

„Wir haben sehr viele Besucher aus Westfalen und Südniedersachsen“, betont der ehemalige Borgentreicher Dieter Uffelmann, Vorsitzender des SV Trendelburg. Der Vereinschef freut sich über die noch recht neue Abteilung im Gesamtverein. „Der Hindernislauf passt richtig gut in unserer Angebot. Auch Sportler anderer Abteilungen halten sich im Outdoorpark fit“, hebt er hervor und schmunzelt: „Das ist ein echter Spielplatz für Erwachsene...“

22 Geräte im Park

22 Geräte mit informativen Hinweistafeln gibt es inzwischen in dem 2017 eröffneten Park in Nordhessen. „Weitere zehn Stationen sind geplant“, berichtet Bornhage. Geräte für fünf neue Stationen sind schon bei der Bad Driburger Firma Playparc fest in Auftrag gegeben. Die Vereinsmitglieder pflegen den Parcours in Eigenregie, haben auch einige der Hindernisse selbst angefertigt.

Ausdauer und Körperbeherrschung sind wichtige Fertigkeiten des Hindernislaufs. Sämtliche Muskelgruppen kommen zum Einsatz. Klettern, Balancieren, Hangeln oder Springen stehen bei Wind und Wetter auf dem Programm. „Wir kennen keine Winterpause. Unseren Sport gibt es von Januar bis Dezember“, sagt Trainerin Carina Körber.

Diemel als natürliches Hindernis

Die gut einen Kilometer lange Runde im Wald oberhalb des Diemelradweges lässt sich beliebig erweitern. Da geht es auch schon mal durch die Diemel als natürliches Hindernis. Bei den Wettkämpfen gehören die Wasser-Aufgaben meist zu den Höhepunkten des Parcours. Schwimmen oder Tauchen sind dann gefragt. Es müssen nicht immer Flüsse sein, oftmals sind es auch breite Wassergräben, die nicht übersprungen werden können. „Wir haben hier die idealen Trainingsbedingungen“, sagt Körber.

Amelunxer bei EM 2019

Das weiß unter anderem auch der Amelunxer Filip Radamm zu schätzen, der sich im vergangenen Jahr für die Europameisterschaften der Extremhindernisläufer in Polen qualifiziert hatte und einmal wöchentlich auf der Strecke in Trendelburg trainiert. „Ansonsten kann man auch viel mit dem eigenen Körpergewicht arbeiten“, weiß Carina Körber aus Erfahrung. Mit ihren Vereinskollegen hat sie schon weltweit an Hindernisläufen teilgenommen. „Wir waren zum Beispiel in Chicago, Belgien und England“, berichtet die Trainerin.

Lake-Run als Trainingslauf

Froh sind die Trailwoodrunners, dass sie auch in dieser Corona-Saison nicht ganz auf ihre Wettkämpfe verzichten müssen. Die haben dann zwar keinen Eventcharakter mehr, sondern gleichen eher Trainingsläufen, sind aber trotzdem eine schöne Abwechselung. „Es ist uns gelungen, die Lake-Run-Serie so zu gestalten, dass wir sie unter Corona-Bedingungen durchführen dürfen“, sagt Veranstalter Christopher Risse. Eine Etappe des Lake-Runs wird am 10. Oktober in Trendelburg ausgetragen. Der Outdoor-Fitness-Park wird dann das Herzstück der Strecke sein. „Wir können 250 Teilnehmer immer in Zehnergruppen an den Start lassen“, informiert Risse.

Inklusionsprojekt

Ganz neu im Training ist eine Gruppe Sportler der Baunataler Diakonie. Trainer Mark Bornhage arbeitet dort und hat dieses Inklusionsprojekt initiiert. „Bis Oktober möchte ich die Teilnehmer so weit bekommen, dass sie eine Runde beim Lake-Run bestreiten können“, hat er sich vorgenommen.

Park jederzeit geöffnet

Geöffnet ist der Park in Trendelburg ständig. Er kann kostenlos von allen Sportlern genutzt werden. Die Trailwoodrunners bieten Sonntags je zwei Trainingszeiten an: Eine kleinere Runde für Einsteiger (acht bis zehn Kilometer). Hier geht es um 10 Uhr an der Raiffeisenbank in Trendelburg los. Und eine große Runde (zehn bis 18 Kilometer) für Fortgeschrittene am Sonntag um 18 Uhr, ebenfalls ab der Raiffeisenbank.

Weitere Infos zum Lake-Run gibt es im Internet unter www.lake-run.de und Kontakt zu den OCR-Trailwoodrunners über ihre Facebook-Seite.

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