Sieben-Kontinente-Lauf: Wrexener Daniel Steinbach engagiert sich als Botschafter
„Enorme Eigendynamik“

Wrexen (WB). Wenn er einmal die Laufschuhe geschnürt hat, ist er schwer zu stoppen: 224 Kilometer hat der Wrexener Daniel Steinbach beim „Lauf für Afrika“ während der 7CRun-Sportserie absolviert und lag damit in der Endabrechnung auf Platz zwei der Gesamtwertung. An diesem Samstag startet mit dem Lauf für Europa die zweite Etappe – und der Wrexener ist wieder mit an Bord.

Samstag, 25.07.2020, 03:30 Uhr aktualisiert: 25.07.2020, 05:03 Uhr
Daniel Steinbach aus Wrexen (links) gehört als Botschafter mit zum Orgateam des 7CRun und hat im Ideengeber der weltweiten Sportserie, dem Paderborner Jan Braun (rechts), einen neuen Trainingspartner gefunden. Laufen oder Radfahren steht auf ihrem gemeinsamen Programm – nicht beides zusammen, wie hier ausnahmsweise beim Fototermin. Foto: Sylvia Rasche
Daniel Steinbach aus Wrexen (links) gehört als Botschafter mit zum Orgateam des 7CRun und hat im Ideengeber der weltweiten Sportserie, dem Paderborner Jan Braun (rechts), einen neuen Trainingspartner gefunden. Laufen oder Radfahren steht auf ihrem gemeinsamen Programm – nicht beides zusammen, wie hier ausnahmsweise beim Fototermin. Foto: Sylvia Rasche

„Aber so viele Kilometer wie für Afrika schaffe ich diesmal nicht“, will sich der 33-Jährige nicht unter Druck setzen lassen. Bei der ersten Etappe konnte nämlich nur Extremläuferin Tanja Braun, die sich jeden Tag einen Marathon vorgenommen hatte, die starke Quote des Wrexeners toppen.

Daniel Steinbach gehört zu den Botschaftern der weltweiten Sportserie und war in diesem Jahr auch schon als Osterlauf-Botschafter beim Oster-Sololauf dabei. „Das war ein so tolles Projekt, dass für mich schnell feststand, auch beim 7CRun als Botschafter mitzumachen“, erzählt er begeistert.

Der IT-Spezialist unterstützt zudem das Orga-Team in der Betreuung der Social-Media-Kanäle und erfährt so unvermittelt, wie die Serie immer weitere Kreise zieht. Sogar in Japan gibt es inzwischen Teilnehmer, wobei der überwiegende Teil aus Deutschland stammt.

„Weil man ja alleine läuft, tauscht man sich über seine Erlebnisse vorwiegend online aus. Da ist inzwischen eine echte Eigendynamik entstanden. Viele Teilnehmer haben auch in der Pause zwischen dem Afrika- und dem Europalauf weiter von ihren Läufen berichtet und sich gegenseitig angespornt“, hat Steinbach festgestellt. „Aus diesen Kontakten können sich auch Freundschaften entwickeln, wenn man sich später bei realen Läufen trifft“, blickt er voraus.

Er selbst hat im Chef-Organisator und Ideengeber der „Sieben-Kontinente-Lauf-Sportserie, dem Paderborner Jan Braun, einen Trainingskollegen gefunden. „Einmal in der Woche, manchmal auch zweimal trainieren wir gemeinsam“, berichtet Braun. Laufen oder Radfahren stehen dann je nach Lust und Laune auf dem Programm. Denn darauf kommt es dem Macher ganz besonders an: „Es geht nicht um die reine Leistung. Der Spaß an der Bewegung soll im Vordergrund stehen“, betont Braun – und hat mit seiner Idee offenbar den Nerv der Zeit getroffen.

Wie groß das Interesse an der virtuellen Sportserie inzwischen ist, wurde beim Meldestart für die zweite Etappe deutlich. „Wir hatten beim Afrika-Lauf gut 5000 Teilnehmer und haben für den Europalauf schon in den ersten beiden Tagen nach Öffnung des Meldefensters noch mal 2000 neue Athleten dazu gewonnen“, freut sich Jan Braun. Zweieinhalb mal um die Welt reichten die Kilometer für Afrika. Für Europa dürften es mit mehr Aktiven noch mal mehr werden.

7CRun-Botschafter Daniel Steinbach kommt eigentlich vom Fußball, hat lange beim TuS Wrexen in der Kreisliga gekickt und dort als Spielertrainer auch Verantwortung übernommen. Eine Saison spielte er bei der SG Rhoden/Schmillinghausen in der hessischen Gruppenliga, vergleichbar mit der Landesliga in Westfalen. Doch während sich andere Fußballer in der Saisonvorbereitung mit den nicht gerade beliebten Ausdauerläufen abquälten, fand Daniel Steinbach Spaß daran – und nach Ende der Fußballlaufbahn ein neues Hobby. 2019 lief er seinen ersten Marathon in Hannover, den ersten Hermannslauf und gleich noch drei weitere Marathons bis zum Jahresende.

Lange Läufe standen auch während der Afrika-Etappe des 7CRuns auf seinem Programm. „Ich bin gleich am ersten Wochenende mit 70 Kilometern gestartet“, berichtet Daniel Steinbach, der meist direkt von Wrexen nach Hardehausen läuft und dort verschiedene Wanderwege miteinander verbindet. „So findet man immer neue Schleifen. Anfangs kannte ich ja keine längeren Laufstrecken.“ Das hat sich schnell geändert. Zu den 224 Laufkilometern für Afrika kamen übrigens noch mal 100 Kilometer auf dem Rad dazu – quasi zum Lockern.

In der Zwischenzeit ist der 33-Jährige unter anderem den „1. Marsberger Schützenfestmarathon“ gelaufen und freut sich jetzt auf den Start der Europa-Etappe des 7CRuns. „Ich habe zuletzt sehr viele Kilometer gemacht und müsste mal pausieren. Aber dazu habe ich keine Lust“, lacht der Wrexener – und ist schwer zu stoppen, wenn er einmal die Laufschuhe geschnürt hat.

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