Langstreckenwandern: Der Nörder Bajro Batilovic bewältigt seinen zweiten Mega-Marsch
In 19 Stunden rund um Frankfurt

Nörde/Frankfurt (WB). Bajro Batilovic liebt die besondere Herausforderung – und meistert diese auch noch mit Bravour. Beim Frankfurter Mega-Marsch sind von 1300 gestarteten Sportlern nur 403 nach 100 Kilometern rund um die Mainmetropole ins Ziel gekommen. Einer von ihnen war der Nörder.

Dienstag, 27.10.2020, 05:00 Uhr
Nach 100 Kilometern kann Bajro Batilovic noch lächeln. Der Nörder ist einer von nur 403 Finishern des Frankfurter Mega-Marsches. Foto:
Nach 100 Kilometern kann Bajro Batilovic noch lächeln. Der Nörder ist einer von nur 403 Finishern des Frankfurter Mega-Marsches.

Ex-Fußballer sattelt um

„Das hat riesigen Spaß gemacht. Ich habe mich schon für das kommende Jahr wieder angemeldet“, berichtet der 50-Jährige, der als junger Mann bei den Sportfreunden Warburg 08 als Stürmer aktiv war. „Ich habe meistens in der zweiten Mannschaft gespielt, durfte aber auch mal in der Bezirks- und der Landesliga bei Didi Wedegärtner aushelfen“, blickt er zurück.

100 Kilomter zu Fuß

Inzwischen hat sich der Fußballer sich dem Ausdauersport verschrieben. Dreimal in der Woche joggt er und hat jetzt zum zweiten Mal einen so genannten Mega-Marsch erfolgreich hinter sich gebracht. „Die 100 Kilometer läuft man nicht, sondern geht oder wandert“, erklärt Bajro Batilovic.

Unterwegs die Schuhe gewechselt

Da wegen der Corona-Pandemie in kleinen Gruppen gestartet werden musste, ging er erst mittags auf die Strecke. „Am nächsten Morgen kurz vor 7 Uhr war ich dann im Ziel“, so der drahtige Sportler. Vor allem im Taunus ging es auf und ab. Die ersten 50 Kilometer legte er in Wanderschuhen und in gut acht Stunden zurück. Dann wechselte er für den zweiten Streckenabschnitt in die Laufschuhe. „Bei meinem ersten Mega-Marsch vor zwei Jahren hatte ich so viele Blasen an den Füßen, dass ich am nächsten Tag meine Arbeitsschuhe nicht anziehen konnte. Daher habe ich diesmal im Rucksack ein zweites Paar Schuhe mitgenommen und unterwegs gewechselt. Das hat gut geklappt“, hat der Maurer Lehren aus seinem Debüt gezogen.

Tiefpunkt überwunden

Letztlich benötigte er für die gesamte Strecke 18:58 Stunden. „Am Ende ließ die Kraft ein bisschen nach. Bei Kilometer 70 hatte ich einen echten Tiefpunkt. Aber ich bin ja nicht nach Frankfurt gefahren, um zu jammern. Also bin ich einfach weitergelaufen“, berichtet Bajro Batilovic.

Die meiste Zeit war er übrigens alleine unterwegs. „Ab und zu hat sich mal eine Gruppe gefunden. Aber dann habe ich gemerkt, dass die anderen mir zu schnell oder zu langsam waren und bin wieder mein Tempo gegangen“, gibt er Einblick in seinen Streckenplan.

Drei Märsche 2021 geplant

Im kommenden Jahr stehen gleich drei Mega-Märsche auf dem Programm des 50-Jährigen: in Hannover, in München und in Frankfurt. „Dabei ist München die Königsetappe, da es von dort aus bis nach Garmisch mit reichlich Höhenmetern nur in eine Richtung geht“, weiß der Nörder und freut sich schon auf die neue Herausforderung. „Ich will einfach mal sehen, ob ich das schaffe“, hat er das nächste Ziel fest vor Augen.

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