Ex-Höxteraner Sören Weinfurtner beim SC Preußen Münster
„Wir wollen professionellere Strukturen schaffen“

Höxter/Münster -

Er zeigt ein strahlendes Lächeln und freut sich auf seine neues Amt: Sören Weinfurtner, ehemaliger Kapitän der ersten Mannschaft des SV Höxter, ist Sportlicher Leiter der Nachwuchsabteilung des SC Preußen Münster. Der Wahl-Münsteraner steht bei den Preußen für Kontinuität und macht einen weiteren Schritt in seiner Fußball-Laufbahn.

Donnerstag, 14.01.2021, 19:54 Uhr aktualisiert: 15.01.2021, 08:00 Uhr
Sören Weinfurtner (hier im Preußenstadion) freut sich auf seine neue Aufgabe beim SC Preußen Münster. Gerne blickt er auf die Jahre beim SV Höxter zurück. „Es ist für mich der Verein, mit dem ich die größten Erfolge und die schönste Zeit als aktiver Fußballer hatte“, sagt der 42-Jährige.
Sören Weinfurtner (hier im Preußenstadion) freut sich auf seine neue Aufgabe beim SC Preußen Münster. Gerne blickt er auf die Jahre beim SV Höxter zurück. „Es ist für mich der Verein, mit dem ich die größten Erfolge und die schönste Zeit als aktiver Fußballer hatte“, sagt der 42-Jährige. Foto: Preußen Münster

Im neunten Jahr als Trainer der U23 hatte er aus persönlichen Gründen an eine Auszeit gedacht. Jetzt freut er sich darauf, die Zukunft der Jugendabteilung des Fußball-Regionalligisten mitzugestalten und arbeitet bis zum Ende der aktuellen Saison in Doppelfunktion – als Trainer der Oberliga-Mannschaft und als Sportlicher Leiter Junioren. „Es ist eine reizvolle Herausforderung für mich“, sagt der 42-jährige Familienvater, der seine neue Aufgabe in dieser Woche angetreten hat.

„Die heiße Phase der Kaderplanung und die Besetzung der Trainerposten haben begonnen“, berichtet der B-Lizenz-Inhaber, der hauptberuflich als Lehrer an der Geschwister-Scholl-Realschule in Münster arbeitet.

„Ich bin in erster Linie Lehrer. Und natürlich ist der Fußball meine große Leidenschaft“, sagt der frühere Höxteraner, der vor knapp einem Jahr Vater geworden ist. In den Monaten seit der Geburt seiner Tochter habe er gemerkt, dass er mehr Zeit mit der Familie verbringen möchte. Bei vier- bis fünfmal Training in der Woche und dazu einem Spiel sei das schwierig. Deswegen hat er mit dem Verein gesprochen, dass er die Trainertätigkeit im kommenden Sommer aufhören würde. Mit der Stelle des Leiters der Nachwuchsabteilung bot sich ihm eine neue Perspektive. „Sie wurde für mich geschaffen. Dies ist aber im Gesamtzusammenhang zu sehen, denn wir sind auf dem Weg, ein Nachwuchsleistungszen-trum zu werden und auf diesem Weg professionellere Strukturen zu schaffen“, erklärt Weinfurtner.

Eine entscheidende Rolle habe dabei Peter Niemeyer. Der Ex-Profi (Werder Bremen und Hertha BSC Berlin) ist seit dem 1. Juli des vergangenen Jahres Geschäftsführer Sport der Preußen. „Er ist angetreten, die Strukturen im Verein zu professionalisieren und auch im Jugendbereich voranzutreiben. In dem Zusammenhang hatten wir sehr gute Gespräche“, sagt Sören Weinfurtner, der seit dem Jahr 2006 in Münster wohnt und seit 2012 Chefcoach der zweiten Mannschaft des Adlerclubs ist. „Seinen größten Erfolg als Trainer feierte er 2019, als er die U23 der Preußen erstmals in die Oberliga Westfalen führte und damit den Lohn für die jahrelange Arbeit erntete“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

„In der Nachwuchsabteilung starten wir bei der U12. Insgesamt sind es sieben Jugendmannschaften. Dazu kommt die U23 als Nachwuchsteam im Erwachsenenbereich“, berichtet Weinfurtner. „Unsere Profis sind im vergangenen Sommer aus der dritten Liga abgestiegen. Ziel ist es, zukünftig den Wiederaufstieg ins Auge zu fassen“, ergänzt er mit Blick auf das Aushängeschild des Traditionsvereins.

Apropos Aufstieg: Unvergessen ist für den damaligen Kapitän Sören Weinfurtner der Aufstieg mit dem SV Höxter in die Verbandsliga im Jahr 2003 unter Regie von Trainer Werner Koch. „Der SV Höxter ist für mich der Verein, mit ich die größten Erfolge und die schönste Zeit als aktiver Fußballer hatte“, stellt er heraus. Mit damaligen Mannschaftskollegen ist er noch heute befreundet. Am engsten mit Uli Kockmann. „Er wohnt ebenfalls in Münster und ist der Patenonkel meiner Tochter“, sagt Sören Weinfurtner. Auch Alexander Hundt sei zu nennen. „Er ist ein überragender Fußballer gewesen“, betont Weinfurtner, der aus dem niedersächsischen Bevern stammt und dort auch mit dem Fußball begonnen hat. „Mit unserer Höxteraner Mannschaft versuchen wir, uns einmal im Jahr zu treffen und alte Zeiten aufleben zu lassen“, führt er aus.

Wenn er beim SC Preußen Münster nicht mehr in Doppelfunktion im Einsatz ist, hat er mehr Zeit für seine Familie und kann vielleicht auch beim nächsten Ehemaligen-Treffen in Höxter dabei sein. Auf sein neues Amt freut er sich besonders, weil es ein Gebiet ist, dass es bei dem Bundesliga-Gründungsmitglied noch nicht gegeben hat. „Ich kann eigene Strukturen entwickeln und das Profil meines Jobs selbst bestimmen. Das findet man nicht so häufig vor“, reizt ihn die Aufgabe.

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