Do., 15.08.2019

Distanzfahren: Niesenerin Ines Müller-Millgramm und ihr Pony »Sir Nando« bewältigen 160 Kilometer Im Kreis der Hundertmeiler

Trotz des schweren Geläufs haben Ines Müller-Millgramm und Sir Nando die 160 Kilometer bewältigt.

Trotz des schweren Geläufs haben Ines Müller-Millgramm und Sir Nando die 160 Kilometer bewältigt.

Niesen (WB). Das ist eine beeindrucken de Energieleistung: Die Niesener Distanzfahrerin Ines Müller-Millgramm hat mit ihrem nur 1,20 Meter großem Welsh A Wallach Strathies Sir Nando den ersten Platz über 160 Kilometer belegt.

»Vor Sir Nando hat bei dieser Veranstaltung noch nie ein Pony die 160 Kilometer absolviert«, berichtete die Niesenerin. Sie war in Stuck im Landkreis Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) beim Distanzritt-und Fahrt der »Griese Gegend« dabei und entschied sich für die längste aller angebotenen Strecken.

Das hieß erstmal: früh aufstehen. »Der Start wurde auf 5 Uhr morgens gelegt, so schellte unser Wecker schon um drei Uhr«, berichtet Ines Müller-Millgramm. Vor dem Start mussten Sir Nando gefüttert sowie Geschirr und Sulky kontrolliert werden. »Außerdem hatten wir eine Stirnlampe samt Ersatzbatterien dabei«, berichtet die Niesenerin.

Die ersten 38 Kilometer wurden in einer Runde absolviert, bevor es die erste Pause von 40 Minuten gab. Anschließend folgte eine 84-Kilometer-Runde und zum Abschluss noch mal die 38-er Schleife, unterbrochen von insgesamt sechs Pausen, in denen der Gesundheitszustand der Pferde streng kontrolliert wurde, bevor es wieder auf die Strecke ging.

»Die Griese Gegend um Gatow, Eldenaer und Grittel hat eine wunderschöne Landschaft, sehr viele Waldwege, die aber aufgrund der Trockenheit teilweise so tiefen Sand hatten, das man schon eher mit dem Sulky seitlich rutschte, anstatt zu fahren«, berichtet Ines Müller-Millgramm von schweren Steckenverhältnissen im Mecklenburg-Vorpommern.

Sie habe sich unterwegs gefragt, ob Nando diese lange kraftzerrende Fahrt wohl durchhalten würde. Doch in den Pausen zeigte sich bei allen tierärztlichen Untersuchungen, dass sich das Training offenbar ausgezahlt hatte. »Nur beste Werte in der Checkkarte«, hob sie zufrieden hervor.

Auf der letzten 38-Kilometer- Runde wurde es bereits dunkel. »Man fuhr im Licht der Helmlampe über Stock und Stein durch den Wald. Das ist schon ein bisschen mulmig, wenn man in den angrenzenden Maisfeldern die Wildschweine hört und Rehe den Weg im Dunklen kreuzen«, berichtet die Niesenerin von einer ganz besonderen Erfahrung.

Ein absoluter Höhepunkt sei die Zieleinfahrt gewesen. »Die Veranstalter und etliche Teilnehmer haben uns auf einer lange Fackelallee erwartet. Und das Nachts um kurz nach zwei Uhr«, schwärmt die Distanzfahrerin.

Nach der letzten Untersuchung stand dann fest: »Der Nando hatte es geschafft, er ist das erste Pony, das über die Strecke von 160 Kilometern bei dieser Veranstaltung gefahren wurde«. Inzwischen war Ines Müller-Millgramm 24 Stunden in Aktion.

Der Lohn war nicht nur der Sieg, sondern auch die »Taufe«, die das Duo in den »Kreis der Hundertmeiler« aufnahm.

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