Leichtathletik: Willebadessener Christine Düweke und Kwasi Heiser-Düweke engagieren sich für Kinderhilfsprojekt
Läufer unterstützen Schule in Ghana

Willebadessen (WB). Es ist Halbzeit im Afrika-Lauf, der ersten Etappe der weltweiten virtuellen 7CRun-Laufserie . Besonders aufmerksam beobachten die Willebadessener Christine Düweke und Kwasi Heiser-Düweke den Serien-Auftakt. Ihr Verein „Go for Ghana“ gehört zu den Projekten, die die Athleten und Sponsoren unterstützen können.

Mittwoch, 01.07.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 05:01 Uhr
Kwasi Heiser-Düweke und Christine Düweke leben mit ihren beiden Kindern in Willebadessen. Das Paar engagiert sich mit einem Kinderhilfsprojekt in Ghana, das von der 7CRun-Laufserie unterstützt wird. Foto: privat
Kwasi Heiser-Düweke und Christine Düweke leben mit ihren beiden Kindern in Willebadessen. Das Paar engagiert sich mit einem Kinderhilfsprojekt in Ghana, das von der 7CRun-Laufserie unterstützt wird. Foto: privat

„Wir freuen uns sehr, dass wir dabei sind“, sagt das Ehepaar, das sich vor vier Jahren über die Arbeit am Projekt „Farm of hope“ kennen gelernt hat. Neben den Spenden geht es ihnen auch darum, ihre Arbeit bekannter zu machen und so neue Unterstützer zu gewinnen.

Schule 2018 eröffnet

„Im Mittelpunkt steht ein Kinderhilfsprojekt“, sagt Christine Düweke. Dabei hat der Verein in Ghana eine Schule errichtet. „Wir haben die Schule 2018 mit 13 Kindern eröffnet. Vor der Corona-Pause hatten wir schon 118 Schüler“, erzählt Kwasi Heiser-Düweke, der aus Ghana stammt und im Alter von neun Jahren nach Deutschland kam. Die Bildung soll helfen, den jungen Menschen Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. Acht Klassenräume sind entstanden. Im nächsten Schritt ist ein Wohngebäude geplant. Dort sollen Helfer untergebracht werden, aber auch Internatsschüler. „Dieses Jahr wären 15 freiwillige Helfer aus Deutschland in Ghana aktiv gewesen. Leider hat uns die Corona-Pandemie ausgebremst“, berichtet Christine Düweke. Die Schule ist derzeit auch noch geschlossen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Wichtig ist dem Paar, das sich die „Farm of hope“ irgendwann selbst trägt. „Hilfe zur Selbsthilfe ist ein ganz wichtiger Aspekt“, betont Kwasi Heiser-Düweke. So soll es auch nicht nur um die Schule, sondern auch um handwerkliche Ausbildungsmöglichkeiten gehen.

„Wir möchten den Kindern die Chance geben, selbstständige und anerkannte Mitglieder der ghanaischen Gesellschaft zu werden“, betont das Paar. Um dieses Ziel zu erreichen, organisiert der Verein deutschlandweit öffentliche Veranstaltungen zu Gunsten des Kinderhilfsprojekt, wie Fußballturniere, Kindersachenbasare, Trommelworkshops und Konzerte.

Freiwilligendienste vor Ort

Wer mithelfen möchte, kann entweder spenden oder auch Patenschaften oder Freiwilligendienste vor Ort übernehmen. Die „Farm of hope“ ist das Hauptprojekt des Vereins, der aber auch in anderen Bereichen tätig ist und zum Beispiel Hilfslieferungen nach Ghana und zuletzt auch nach Nigeria organisiert hat.

Mit ihren beiden Kindern, Jonathan-Kojo (zweieinhalb Jahre) und Gabriel-Kojo (acht Monate) hat sich das Paar auch schon selbst aktiv am 7CRun beteiligt. „Wir sind eine Runde durch das Wildgehege in Willebadessen gewandert“, erzählt Christine Düweke. Der ghanaische Zweitname Kojo bedeutet übrigens „der am Montag geborene“. Es gibt in der Serienwertung auch ein eigenes Team „Go for Ghana“.

Willi Düweke läuft und radelt

Christine Düwekes Vater, der Brakeler Ultraläufer Wilhelm Düweke, hat sich vorgenommen, täglich am Spendenlauf teilzunehmen. „Eine tolle Idee, die auch ein Ansporn ist, die Trainingsumfänge wieder zu steigern. Die erste 17-Kilometer-Runde bin ich gleich am ersten Tag gelaufen“, berichtet der Brakeler, der Radetappen einlegen will, um an allen neun Tagen seinen Teil beizusteuern.“

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