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Mi., 29.07.2015

Kristin Pudenz ist mit Platz sieben bei den Deutschen Meisterschaften nur bedingt zufrieden Der große Wurf bleibt aus

Kristin Pudenz gehört zu Deutschlands besten Diskuswerferinnen. Bei den nationalen Titelkämpfen in Nürnberg landete die 22-jährige Löhnerin auf dem siebten Platz.

Kristin Pudenz gehört zu Deutschlands besten Diskuswerferinnen. Bei den nationalen Titelkämpfen in Nürnberg landete die 22-jährige Löhnerin auf dem siebten Platz. Foto: Imago

Von Florian Weyand

Nürnberg (WB). Nach  dem siebten Rang bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften merkt man Kristin Pudenz die Enttäuschung etwas an. Mit dem bisherigen Saisonverlauf kann die Löhner Diskuswerferin aber mehr als zufrieden sein.

Der ganz große Wurf ist Kristin Pudenz im Nürnberger Frankenstadion leider nicht gelungen. Nur auf 56 Meter brachte  die Löhnerin  den Diskus und landete am Ende auf dem siebten Rang. »Das war ein bisschen weniger als ich im Vorfeld erwartet haben«, sagt Kristin Pudenz  nach dem Wettkampf. »Ich hätte schon gern zwei oder drei Meter weiter geworfen«, sagt die Sportlerin. Dass sie  an  die 60 Meter-Marke  heranwerfen kann, hat die 22-Jährige zuletzt bei den U23-Europameisterschaften bewiesen. In Tallinn (Estland) sicherte sich Pudenz mit einer Weite von 59,94 Meter den dritten Platz und räumte die Bronzemedaille ab (wir berichteten).

Der große Erfolg im Vorfeld der nationalen Meisterschaften könnte die sympathische Sportlerin etwas gebremst haben. »Nach Tallinn war irgendwie die Spannung etwas raus. Außerdem wusste ich ja, dass es nicht für ganz vorn reichen wird«, spricht Pudenz die starke Konkurrenz an. Im Diskuswurf der Frauen ist der Deutsche-Leichtathletik-Verband richtig gut aufgestellt, verfügt gleich über mehrere Athletinnen mit internationaler Klasse, die konstant über 60 Meter werfen. So brachte die Deutsche Meisterin Julia Müller den Diskus auf satte 65,98 Meter.  Weiten, die auch das Löhner  Talent in Zukunft  anpeilen möchte.

Am Samstag machte Pudenz aber nicht nur das kraftraubende Wettkampfjahr zu schaffen. Auch der Sturm, der sich auch im Stadion bemerkbar machte,  bereitete der Sportlerin ein paar Probleme. »Im Stadion hat es schon einige Windböen gegeben«, berichtet die Löhnerin. »Man konnte aber dennoch werfen. Und meine Kolleginnen haben ja gezeigt, dass man trotzdem große Weiten erzielen konnte«, sagt die Studentin (Studienfach: Soziale Arbeit).

Nach den beiden Saisonhöhepunkten mit den Europameisterschaften in Estland und den nationalen Titelkämpfen in Nürnberg gönnt sich Kristin Pudenz nach der langen Freiluftsaison nun erst einmal die verdiente Erholungspause. Beine hochlegen anstatt Diskuswerfen. Frische Kräfte für die neue Saison tanken.  Mit Freunden geht es jetzt erst einmal  an die Ostsee. »Dann fahre ich noch für ein paar Tage nach Budapest. Da soll es ja ganz schön sein«, sagt die Sportlerin. Und zum Abschluss der freien Zeit steht natürlich  noch der  Heimatbesuch in Löhne an. Dort, wo im Werretalstadion  beim TV Löhne-Bahnhof die Karriere  begann.

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