Mo., 03.09.2018

Tennis: Herren 30 des TV Espelkamp werden dieses Mal Deutscher Vizemeister Finale steht unter schlechtem Stern

Deutscher Vizemeister: Das Team des TV Espelkamp-Mittwald mit (von links) Jan-Henrik langhorst, Josselin Ouanna, Eric Prodon, Tobias Löhbrink, Mirko Sasse, Enrico Burzi, Gregoire Burquier und Gunnar Hildebrand nach der Siegerehrung auf der Anlage des MTTC Iphitos München.

Deutscher Vizemeister: Das Team des TV Espelkamp-Mittwald mit (von links) Jan-Henrik langhorst, Josselin Ouanna, Eric Prodon, Tobias Löhbrink, Mirko Sasse, Enrico Burzi, Gregoire Burquier und Gunnar Hildebrand nach der Siegerehrung auf der Anlage des MTTC Iphitos München. Foto: MTTC Iphitos München

Von Marc Schmedtlevin

München/Espelkamp (WB). Sie waren nach München gefahren, um ihren Titel zu verteidigen. Begnügen mussten sich die Tennis-Herren 30 des TV Espelkamp-Mittwald dieses Mal allerdings mit dem zweiten Platz in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Das 1:5 im Finale gegen den TC Raadt stand einfach unter einem schlechten Stern.

Die beiden Finalisten kannten sich bestens. Der neue Titelträger TC Raadt aus Mülheim und das TVE-Team waren sich zum Beispiel schon in der Gruppenphase dieser Saison begegnet. Da hatte sich Raadt mit 7:2 durchgesetzt. An ihre Chance und somit an eine Revanche hatten die Espelkamper dennoch geglaubt, denn sie wollten im großen Finale mit einer anderen und stärkeren Aufstellungen antreten als noch zu Beginn der Serie. Aus diesem Plan wurde allerdings nichts. Die Hiobsbotschaft erreichte das TVE-Team am Sonntagmorgen: Gregoire Burquier hatte sich im Doppel des Halbfinals verletzt. »Über Nacht ist es viel schlimmer geworden, Greg konnte morgens sein Handgelenk gar nicht mehr bewegen. An ein vernünftiges Einspielen war nicht zu denken«, berichtet Teamchef Tobias Löhbrink von den Erkenntnissen am Sonntagmorgen.

»Ausgerechnet Burquier« wird man sich im Espelkamper Lager gedacht haben. Der Franzose spielte eine herausragende Saison, präsentierte sich vor allem in den vergangenen Wochen und auch im Halbfinale in Bestform. Der Ausfall bedeutete so etwas wie einen Schlag ins Gesicht. »Man hat sich im Vorfeld natürlich seine Gedanken gemacht, rechnet sich Match für Match die möglichen Punkte durch. So war aber alles über den Haufen geworfen«, sagt Löhbrink. Logischerweise rutschten die TVE-Akteure so alle eine Position nach vorne, am Ende des Tableaus kam Jan-Henrik Langhorst zu einem doch relativ unverhofften Einsatz.

Ouanna holt den Ehrenpunkt

Favorit Raadt war durch die Umstellungen also zum noch klareren Favoriten geworden – und wurde dieser Rolle dann auch gerecht. »Wir hatten auch so unsere Chancen, aber es sollte dann auch einfach alles nicht sein«, fasst Löhbrink zusammen. Verlass war nur wieder einmal auf seinen Spitzenspieler Josselin Ouanna, der im TVE-Dress weiterhin ungeschlagen bleibt. Im Duell der »Einser« gegen den Niederländer Igor Sijsling musste der Franzose allerdings kräftig kämpfen, um sich schließlich mit 13:11 im Tiebreak durchzusetzen. Im zweiten Durchgang wurden die Verhältnisse beim 6:2 deutlicher.

Dieser Punkt sollte im Endspiel allerdings auch der einzige der Espelkamper bleiben. An einem weiteren schnupperte in erster Linie Enrico Burzi an Position drei. Der Italiener arbeitete sich nach verlorenem ersten Satz und abgewehrtem Matchball im zweiten zurück in die Partie. Er gewann den Tiebreak des zweiten Satzes mit 7:0. Im entscheidenden Durchgang legte Gegner Stefan Wauters (Belgien) aber noch einmal zu und gewann mit 10:1. »Wauters traf im dritten Satz gefühlt gleich fünf Mal die Linie. Es passte zum Tag«, sagt Löhbrink.

Thivessen verspielt Führung

Ohne Satzgewinn blieben die weiteren vier TVE-Akteure gegen die durchweg mit internationalen Spielern angetreten Gegner aus Mülheim. Chancenlos waren die Akteure des Altkreis-Klubs allerdings nicht. Eric Prodon kam zum Beispiel in den Tiebreak des ersten Satzes, Andreas Thivessen verspielte im zweiten Satz eine 3:0-Führung. »Es war schon etwas mehr drin«, kommentiert Jan-Henrik Langhorst, der sich selbst in zwei Sätzen geschlagen geben musste. Bitter verlief auch das Match von Franz Stauder. Der Aufschlagriese agierte angeschlagen, hatte Rückenprobleme und konnte daher nicht sein ganzes Leistungsvermögen abrufen.

Die Niederlage, die beim Stand von 1:5 bereits nach den Einzeln besiegelt war – daher wurde auf die Doppel verzichtet–, änderte aber nichts daran, dass die Espelkamper Mannschaft erneut stolz auf sich sein konnte. So sieht es auch Kapitän Löhbrink: »Wir sind Zweiter in Deutschland. Die Saison war trotzdem gut.«

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