Mo., 29.10.2018

Mühlenkreisserie: Anzahl an Starts entscheidet für Henry Brauns Schröder vergibt den Matchball

Vom Start weg belauerten sich Alexander Schröder (1150) vom ATSV Espelkamp und der Mindener Henry Brauns (1129). Am Ende gab es eine Überraschung.

Vom Start weg belauerten sich Alexander Schröder (1150) vom ATSV Espelkamp und der Mindener Henry Brauns (1129). Am Ende gab es eine Überraschung. Foto: Volker Krusche

Von Volker Krusche

Petershagen (WB). Es schien alles zur Krönung angerichtet: Alexander Schröder war zum letzten Lauf der diesjährigen Mühlenkreisserie anwesend, so dass jeder mit dem Gesamtsieg des für den ATSV Espelkamp startenden Lübbeckers rechnete.

Denn wann hatte der schnellste heimische Läufer in der Serie in den letzten Jahren einem Konkurrenten im direkten Duell mal den Vortritt lassen müssen? Beim 27. Wasserstraßer Waldlauf am Samstag passierte nun das Überraschende.

Aufschlag Schröder zum Match – so hätte man die letzten gut 30 Minuten wohl titulieren dürfen. Doch der Matchball ging ins »Aus«, das Break des Gegners saß, schmerzte und sorgte letztlich für einen nie für möglich gehaltenen Paukenschlag.

Schröder nicht in Form

Schon nach wenigen Metern war der abschließende Zehn-Kilometerlauf auf das Duell Schröder-gegen-Brauns fixiert. Und der Titelsammler von 2012 bis 2016, der bei offiziellen Wettkämpfen für den FC Schalke 04 an den Start geht, merkte sehr schnell, das diesmal kaum etwas zusammenlief. »Es lief alles andere als gewünscht. Möglicherweise habe ich die Situation unterschätzt. Ich hatte die gesamte Woche bis einschließlich Freitag voll trainiert und dachte, dass mir ein mittelschnelles Tempo schon reichen würde und ich aus dem Start einen guten Trainingslauf würde machen können«, gestand Alexander Schröder ein. »Aber ich war unglaublich schwerfällig; es lief nichts zusammen.«

Auf halber Strecke merkte Henry Brauns, dass diesmal gegen den Überflieger was drin sei – und setzte sich ab. »In Porta hat er mit noch eine Minute eingeschenkt. Ich kann gar nicht fassen, dass ich ihn heute geschlagen haben«, sah man beim Mindener eine Mischung aus Riesenfreude und völliger Überraschung. Der lief nach etwa fünf Kilometern eine Lücke heraus, die Schröder nicht mehr schließen konnte. »Mir fehlte die Frische, um wieder ranzukommen und am Ende noch mal zu beschleunigen, was mir ansonsten eigentlich immer gelingt«, gestand Schröder ein.

Dessen zweiter Platz kostete ihn sogar den Gesamtsieg, denn da beide Kontrahenten vier Siege und einen zweiten Platz aufweisen, entschied die Anzahl der Platzierungen weiterer Läufe. Und die wies Schröder aufgrund der Verletzungspause nicht auf.

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