So., 18.11.2018

Mühlenkreisserie 2018 geht mit der Siegerehrung in Espelkamp zu Ende – Rückgänge verzeichnet Fünf Wertungen sind eine zu viel

Organisator und Gesamtsieger der Mühlenkreisserie 2018: (von links) Henry Brauns (Bessel-RC Minden, Serie 1), Philipp Peixoto-Gonzales (TG Werste, Serie 3), Jan Isendahl (Hüllhorst, Serie 2), Oliver Neidiger (SV 1860 Minden), Lea Weike (SV Brackwede, Serie 3), Silke Rösener (SV 1860 Minden, Serie 1) und Sandra Weise (ATSV Espelkamp, Serie 3).

Organisator und Gesamtsieger der Mühlenkreisserie 2018: (von links) Henry Brauns (Bessel-RC Minden, Serie 1), Philipp Peixoto-Gonzales (TG Werste, Serie 3), Jan Isendahl (Hüllhorst, Serie 2), Oliver Neidiger (SV 1860 Minden), Lea Weike (SV Brackwede, Serie 3), Silke Rösener (SV 1860 Minden, Serie 1) und Sandra Weise (ATSV Espelkamp, Serie 3). Foto: Volker Krusche

Von Volker Krusche

Espelkamp (WB). Auf ein Neues heißt es seit Samstag, als mit der Ehrung der sechs Gesamtsieger und der vielen Altersklassengewinner die Mühlenkreisserie 2018 zu Ende ging. Doch die 29. Auflage der beliebten Laufserie in 2019 war da bereits allgegenwärtig.

Das Espelkamper Bürgerhaus war einmal mehr bis auf den letzten Platz gefüllt, als Oliver Neidiger und Andreas Schwarze die Lauffamilie zum großen Abschluss begrüßten. Schwarze, der für alle Volksbanken im Kreis, die seit dem ersten Moment im Jahr 1991 als Partner an der Seite der Mühlenkreisserie stehen, hob nicht nur die Nachhaltigkeit des aus acht Veranstaltungen bestehenden Gesamtevents hervor, sondern auch die Breite, die die Serie im heimischen Bereich ausmacht. »Keine andere Veranstaltung ist so flächendeckend wie die Mühlenkreisserie, von Pr. Oldendorf im Süd-Osten, über Werste und Porta bis nach Wasserstraße im Nord-Osten. Das verbindet.«

Mit einem Riesendank an Oliver Neidiger, dem ein Applaus-Orkan der Sportler sicher war, und einen Appell an die Anwesenden, sich über die Nachfolge des nach der Serie 2020 ausscheidenden Organisatoren Gedanken zu machen und die Aufgabe dann vielleicht auch im Team anzugehen, ging es zum Höhepunkt: der Ehrung der Meister und Platzierten.

Deutlich weniger Finisher

Mit 432 Meldungen lag das Zahl in 2018 rund 20 Startern niedriger als noch im Vorjahr. »Auf der Haupt- und Langstrecke haben wir ein paar Läufer verloren, dafür auf den fünf Kilometer einige hinzugewonnen«, betont Neidiger. 2016 hatte man nach 476 Teilnehmer noch die Hoffnung, die 500er-Schallmauer durchbrechen zu können. Doch der Laufboom – insbesondere was längere Strecken angeht – scheint seinen Höhepunkt längst überwunden. Für Oliver Neidiger aber kein Problem: »Als ich die Serie 2006 von Friedhelm Unland übernommen habe, hatten wir in dem Jahr gerade einmal 155 Teilnehmer. Unsere Zahlen sind daher absolut in Ordnung.« Von den über 400 gemeldeten Läufern kamen 272 in die Wertung, hatten also bei mindestens fünf der acht Läufen das Ziel erreicht. Für viele eine, so empfindet es Neidiger, zu hohe Hürde. »Oftmals machen einem Verletzungen oder Urlaub einen Strich durch die Rechnung. Daher haben wir diesmal wohl auch mehr als 60 Finisher weniger als im Vorjahr.« Da man aber aus Schaden klug, wie der Serien-Chef betont, würde man mit Blick auf 2019 reagieren. »Dann reichen vier Teilnahmen, um in die Wertung zu kommen. Schließlich geht es bei der Mühlenkreisserie nicht um den Leistungs- sondern den Breitensportgedanken«, so Neidiger.

Springt Eisbergen 2020 ein?

Im kommenden Jahr ändert sich das Feld der Veranstalter nicht. Einzig der Volkslauf in Pr. Oldendorf findet diesmal vor dem Mühlenlauf in Friedewalde statt. 2020 dürfte es dann aber eine Änderung geben. Da in Oldendorf stets am dritten Mai-Sonntag gelaufen wird, Friedewalde traditionell am Himmelfahrtstag einlädt und zwischen beiden Events dann nur vier Tage liegen, hat der OTSV die älteren Rechte. Der Mühlenlauf findet zwar statt, zählt dann aber nicht zur Mühlenkreisserie. Gut möglich, dass für den TuS Freya dann der TuS aus Eisbergen einspringen wird. Er zählte schon vor der Zeit Neidigers zu den Serien-Veranstaltern und richtet seit ein paar Jahren wieder einen Lauf aus. »Ich habe schon mit Frank Böger gesprochen. Generell spricht nichts dagegen, dass wir dann in Eisbergen laufen. Bevor das aber spruchreif wird, muss sich erst die Veranstalterrunde dafür aussprechen.« Und ob der Lauf später sogar ganz in den Reigen der Mühlenkreisserie zurückkehrt, sei Zukunftsmusik. »Darüber muss ich mir dann keine Gedanken als Organisator mehr machen«, erinnert Oliver Neidiger an seinen Ausstieg nach Abschluss der übernächsten Laufsaison.

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