Fr., 15.03.2019

Fußball: Partie der wieder besser besetzten Vehlager gegen Löhne auf der Kippe Preußen bekommen keine Schönheitspreise

Der FC Preußen wird länger auf Lino Salle (rechts) verzichten müssen. Er hat sich eine Bänderverletzung an der Schulter zugezogen.

Der FC Preußen wird länger auf Lino Salle (rechts) verzichten müssen. Er hat sich eine Bänderverletzung an der Schulter zugezogen. Foto: Wessel

Von Marc Schmedtlevin

Espelkamp (WB/mas). Die einen haben Gewissheit, die anderen noch nicht: Der Einsatz des Landesligisten FC Preußen Espelkamp beim SC Peckeloh am Sonntag ist gesichert, es wird auf Kunstrasen gespielt. Das Heimspiel des SC BW Vehlage in der Bezirksliga gegen TuRa Löhne ist dagegen wetterbedingt stark gefährdet.

Landesliga: SC Peckeloh - FC Preußen Espelkamp. Ihre Erfahrungen mit widrigen Bedingungen haben die Preußen schon in der Vorwoche gesammelt. Regen, Wind, Schnee und sogar ein Linienrichter-Wechsel – alles war dabei. Wohl auch von diesem Gesamtkonstrukt ließen sie sich beim 1:2 gegen Holsen irritieren. Das Gute: Schlimmer können die Umstände jetzt in Peckeloh wohl nicht werden. »Ich bin einfach froh, dass wir im Rhythmus bleiben«, sagt FCP-Trainer Tim Daseking, der mit Blick auf Sonntag zuversichtlich gestimmt ist.

Auswärts liegt Espelkamp besser

Dies dürfte wohl auch daran liegen, dass sein Team wieder auswärts antritt. Auf den Plätzen des Gegners tun sich die Espelkamper in der Regel ein wenig leichter. »Die Gegner spielen meist mehr mit, bieten uns dadurch größere Räume an«, sagt Daseking. Diese Räume müssten seine Spieler dann auch nutzen – vor allem in Form einer besseren Chancenverwertung als zuletzt. »Wir sind zuletzt gegen Holsen teilweise fahrlässig mit unseren Möglichkeiten umgegangen«, sagt Daseking und kritisiert eine Neigung zu Schönspielerei vor dem gegnerischen Tor: »Dafür wird es keinen Preis geben. Es ist sicherlich besser, zwei einfache Treffer zu erzielen als ein schönes.«

Fürchten muss sich ein Espelkamp in Bestform vor den Gastgebern aus Versmold gewiss nicht. Die sind mit derzeit 23 Punkten auf Tabellenplatz elf zu finden. In diesem Jahr holten sie bisher vier Punkte – genauso viele wie der FC Preußen. »Es handelt sich um eine sehr robuste Mannschaft, die das im Kampf gegen den Abstieg auch sicherlich zeigen wird. Wir stellen uns auf ein kampfbetontes Spiel ein«, sagt Daseking, der aber auch auf die SCP-Offensivabteilung um 14 Tore-Mann Alban Shabani hinweist. Im Preußen-Aufgebot fehlen die verletzten Maxim Dyck (Bänder) und Lino Salle (Schulter).

Bezirksliga: SC BW Vehlage - TuRa Löhne. Zu Kreisliga-Zeiten wurde in Vehlage häufig frühzeitig abgesagt, eine Entscheidung für diesen Sonntag wird in Zusammenarbeit mit dem Ortsvorsteher erst am Wochenende getroffen. Die Tendenz ist aus Sicht von Trainer Heinrich Dyck allerdings recht deutlich: »Ich gehe nicht davon aus, dass wir spielen können. Wir waren am Donnerstag vor Ort, das sah nicht so gut aus.«

Gegen einen Anpfiff hätte Dyck allerdings nichts einzuwenden. Schließlich hatte seine Mannschaft am vergangenen Spieltag den Negativtrend mit einem Remis in Dützen erst einmal gestoppt und die Serie der Auswärtsspiele zum Start in das Jahr 2019 versöhnlich abgeschlossen. Dycks Bilanz fällt dennoch nicht besonders zufriedenstellend aus: »Wir haben uns auf den für uns ungewohnten Kunstrasenplätzen zwar gut verkauft. Ich denke aber, dass in vielen Spielen durchaus mehr möglich gewesen wäre.« So oder so sei Dyck nun froh, wieder auf den heimischen Rasen zurückzukehren. Dot haben die Blau-Weißen schließlich erst eine von zehn Partien verloren.

Vehlage sucht Torhüter

Und auch die personelle Situation hat sich beim Aufsteiger wieder etwas entspannt. Comebacker Benjamin Rossel steht nach überwundenem Infekt wieder zur Verfügung, auch Vitalij Klunk und Dominik Schütz befinden sich wieder im Training. Sorgen bereitet nur die Position zwischen den Pfosten. Stammtorhüter Thorsten Korejtek wird aufgrund von Bandscheibenproblemen erst einmal ausfallen. Mit Iwan Demin steht zwar ein Keeper bereit, doch die Vehlager suchen aufgrund eines möglicherweise langen Korejtek-Ausfalls vorsichtshalber schon einmal nach einer Alternative. »Mitten in der Rückrunde wird es natürlich schwierig, jemanden zu finden«, sagt Dyck, der außerdem auf seinen Sohn Jan-Guido verzichten muss.

Nach dessen roter Karte wegen der Beleidigung eines Gegenspielers wurde der Mittelfeldspieler für vier Wochen gesperrt. Es war nämlich nicht sein erster Platzverweis der Saison. »Manche lernen es einfach nicht«, hält sich Vater Dyck mit Kritik nicht zurück.

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