Der FC Preußen Espelkamp und der TuS Tengern treffen schon das dritte Mal in dieser Saison aufeinander
Derby: Fänger im Fokus

Espelkamp/Hüllhorst (WB). Derby zum Dritten: Nach Pokalfinale und Landesliga-Hinspiel stehen sich der FC Preußen Espelkamp und der TuS Tengern heute Abend (19.45 Uhr, Sportpark Mittwald) erneut gegenüber. Dabei in den Fokus rücken könnten wie schon in der Vergangenheit die beiden Torhüter: Till Wriedt (28) und ­Alexander Fischer (32).

Donnerstag, 04.04.2019, 18:55 Uhr aktualisiert: 04.04.2019, 18:58 Uhr
So war es im Derby-Hinspiel vor einem halben Jahr: Espelkamps Torhüter Till Wriedt (links) vereitelt eine der zahlreichen Tengeraner Chancen. Foto: Marc Schmedtlevin
So war es im Derby-Hinspiel vor einem halben Jahr: Espelkamps Torhüter Till Wriedt (links) vereitelt eine der zahlreichen Tengeraner Chancen. Foto: Marc Schmedtlevin

Das erste Liga-Duell der laufenden Saison liegt ziemlich genau ein halbes Jahr zurück. Es endete ohne Tore. Daran hatten die beiden Keeper entscheidenden Anteil. Tengerns weitgehend beschäftigungsloser Alexander Fischer parierte einen Strafstoß von Maxim Dyck. Auf der Gegenseite entschärfte Espelkamps Till Wriedt reihenweise Großchancen.

Zufall konnte das mittlerweile nicht mehr sein. Wriedt und die Partien gegen Tengern – das ist eine ganz besondere Geschichte. »Ich mag Derbys und ich mag Spiele gegen Tengern. Glück­licherweise gelingen mir gegen diesen Verein oft gute Leistungen«, sagt Wriedt und bezieht diese Aussage auch auf Spiele im Trikot von Rot-Weiß Maaslingen. Die Auftritte seines Pendants hat auch Alexander Fischer registriert: »Till scheint gegen Tengern immer besonders motiviert zu sein.« Doch verstecken muss sich der TuS-Torwart nicht, denn eine bessere Derby-Bilanz als er kann wohl niemand vorweisen: »Ich habe gegen Preußen noch nie verloren. Und dabei wird es auch bleiben.«

Alexander Fischer bejubelt den parierten Elfmeter im Hinspiel.

Alexander Fischer bejubelt den parierten Elfmeter im Hinspiel. Foto: Schmedtlevin

Fischer legt sich fest

Das Selbstvertrauen auf Tengeraner Seite kommt nicht von ungefähr. Die Kleeblätter thronen an der Spitze, haben schon sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Fichte Bielefeld und in diesem Jahr noch keinen Punkt abgegeben sowie erst ein Gegentor kassiert. Anhand dieser Statistiken darf in Tengern vom Aufstieg geträumt werden, doch fest von ihm ausgehen kann man wohl noch nicht. Dafür ist das Restprogramm mit beinahe allen Topteams noch zu anspruchsvoll. Fischer ist dennoch sehr zuversichtlich und legt sich fest: »Für uns geht’s mit dem Derby jetzt richtig los, wir verspüren aber überhaupt keinen Druck. Wenn wir das Spiel jetzt auch noch gewinnen, wird uns keiner mehr aufhalten.«

Ganz so einfach wollen es die Preußen dem Altkreis-Rivalen auf dem Weg in Richtung Westfalenliga aber nicht machen. »Es wäre doch schön, wenn wir Tengern ein kleines Bein stellen können«, sagt Wriedt und ergänzt: »Ich gönne den Aufstieg zwar jedem einzelnen Spieler, doch ich hätte auch nichts gegen weitere Derbys in der nächsten Saison.« Nach Ansicht des Espelkamper Torhüters sei das über Jahre eingespielte Team in Tengern der derzeit entscheidende Bonuspunkt. »Ich habe das selbst in Maaslingen miterlebt. Man muss gar nicht das beste Team haben, es muss aber zusammenpassen. Hinzu kommt das nötige Spielglück, dann spielt man sich in einen Rausch«, analysiert Wriedt, der den Tengeranern den Kampf ansagt: »Ein Derby unter Flutlicht – das hat doch einen gewissen Charme. Wir werden ein Feuerwerk abbrennen.«

Topteams der Rückrunde

Die Form dafür dürften auch die Preußen haben. Drei Partien in Folge hat der Aufsteiger gewonnen, zudem bedeutet erst eine kassierte Niederlage in diesem Jahr den zweiten Platz in der Rückrundentabelle. Es handelt sich also um ein absolutes Topspiel. Ob es das dann auch wird, bleibt abzuwarten und das Urteil dürfte womöglich von Zuschauer zu Zuschauer unterschiedlich ausfallen. Schließlich sind die im Vorfeld großen Spiele häufig taktisch geprägt. So sieht es auch Alexander Fischer: »Viele Tore sind eigentlich nicht zu erwarten, das haben ja schon die ersten Duelle in dieser Saison gezeigt.« Vier Tage vor dem 0:0 im Hinspiel hatte es einen 2:1-Erfolg der Tengeraner nach Verlängerung im Pokalfinale gegeben.

Gegen ein ereignisreicheres Spiel hätten beide Keeper mit Blick auf heute Abend aber nichts einzuwenden. »Ich tippe auf ein 3:1 für uns«, sagt Tengerns ­Fischer. Ganz so konkret wird Espelkamps Wriedt bei seiner Einschätzung nicht: »Mein Tipp ist, dass wir das Spiel gewinnen. Wie hoch, ist mir dann egal.«

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