Fr., 14.06.2019

Deutsche Meisterschaft des DBS: Annika Lekon erreicht in Berlin drei Mal das Jugendfinale Mit den Besten mitgehalten

in Berlin sehr gut mitgehalten: (von links) Nick-Elyas Olek, Johanna Heidemann, Juian Gnaß und Annika Lekon von der BSG Espelkamp.

in Berlin sehr gut mitgehalten: (von links) Nick-Elyas Olek, Johanna Heidemann, Juian Gnaß und Annika Lekon von der BSG Espelkamp. Foto: WB

Von Alexander Grohmann

Berlin/Espelkamp (WB). Mit wertvollen Erfahrungen und Erfolgen sind die Schwimm-Asse der BSG Espelkamp von den internationalen Deutschen Meisterschaften in Berlin zurückgekehrt. »Es ist immer wieder beeindruckend«, sagt Trainer Horst Beneker über das Event in der Hauptstadt.

Seit 2000 werden die Wettkämpfe in der Schwimm- und Sprunghalle des Berliner Europasportparks ausgetragen. Zum wiederholten Mal war im Szene-Viertel Prenzlauer Berg auch ein Team der BSG vertreten. Vier Schwimmerinnen und Schwimmer hatten sich für die Titelkämpfe des Behinderten-Sportbundes (DBS) qualifiziert. Bereits am Donnerstag hatte sich die Mannschaft um Trainer Horst Beneker auf den Weg in die Hauptstadt gemacht, erst am Montag ging es wieder zurück.

»Es war sehr, sehr erfolgreich«, fasst Beneker, seit 1989 als Übungsleiter bei der BSG, zusammen. Die Bestleistungen lieferte fast schon erwartungsgemäß Annika Lekon ab. Die 16-Jährige qualifizierte sich auf drei verschiedenen Strecken für die Jugendfinals, in denen die Besten aller Altersklassen im Becken gegeneinander antraten. Ein weiteres Highlight war die Silbermedaille von Julian Gnaß (14) über 50 Meter Brust in der Altersklasse Jugend B.

Kaum Zuschauerinteresse

Neben den Beiden waren noch Johanna Heidemann und Nick-Elyas Olek in Berlin vertreten. Das BSG-Quartett erlebte drei spannende Wettkampf-Tage in der Hauptstadt. »Das war eine Klasse-Geschichte, eine super-organisierte Veranstaltung«, lobt Beneker den ausrichtenden DBS für den perfekten Ablauf. Die Schwimmerinnen und Schwimmer konnten sich voll auf ihre Höchstleistungen im Becken konzentrieren.

»Die Atmosphäre bei solch einer DM sucht für uns seinesgleichen«, so Beneker, der nur die leeren Tribünen kritisch anmerkt: »Das Zuschauer-Interesse geht gegen Null. Das muss man bemängeln«, sagt der langjährige Coach. Schwimmen sei im Sport für Menschen mit Beeinträchtigungen allerdings keine Ausnahme: »Beim ISTAF in Berlin war das Olympiastadion 2018 pickepackevoll. Als ein paar Wochen später die Para-Sportler im Friedrich-Jahn-Sportpark antraten, gab es viele leere Ränge. Das ist beschämend«, findet er.

Für Espelkamps Schwimmtalente war das alles aber überhaupt kein Problem. Sie konnten stolz darauf sein, sich in ihren Leistungsklassen mit nationalen wie internationalen Klasse-Gegnern messen zu dürfen. Und sie schauten in Berlin zudem auch über den »Beckenrand« hinaus. »Wir waren an einem Tag gemeinsam essen und haben natürlich auch einen Ausflug zum Brandenburger Tor gemacht«, berichtet Horst Beneker. Die Rückreise am Montag verband die Espelkamper Sportdelegation mit einer Stadtrundfahrt durch Potsdam: »Wir haben viel mitgenommen. Pfingsten hat in diesem Jahr für die Veranstaltung gut gepasst«, bilanziert Beneker.

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