Tennis: Franz Stauder kürt sich zum Deutschen Meister der Herren 40.
Titel-Party als Papa

Bad Neuenahr/Espelkamp (WB). Es dürfte das perfekte Jahr für Franz Stauder werden – privat und sportlich. Das absolute Highlight: Vor sieben Monaten kam seine Tochter Greta zur Welt. Und auch auf dem Platz läuft es für das Tennis-Ass des TV Espelkamp-Mittwald bestens. In Bad Neuenahr kürte er sich am vergangenen ­Wochenende zum Deutschen Meister der Altersklasse 40.

Dienstag, 06.08.2019, 18:03 Uhr aktualisiert: 08.08.2019, 10:26 Uhr
Die Form stimmt: Nach guten Auftritten mit den TVE-Herren 30 hat Franz Stauder als neuer Deutscher Meister überzeugt. Foto: Marc Schmedtlevin
Die Form stimmt: Nach guten Auftritten mit den TVE-Herren 30 hat Franz Stauder als neuer Deutscher Meister überzeugt. Foto: Marc Schmedtlevin

Die Nummer eins des Landes zu sein, ist für Franz Stauder nichts Neues. Bei den Herren 30 und 35 wurde er bereits Deutscher Meister, die Sammlung wurde nun vervollständigt. »Es war mein Ansporn, in allen Altersklassen mal den Titel zu holen«, sagt Stauder, für den es der erste Start überhaupt bei einem Turnier der ­»40er« war.

Dass der 42-Jährige zum Kreis der Favoriten zählen würde, stand im Vorfeld fest. »Doch planen kann man so einen Turniersieg natürlich nicht. Es gab fünf, sechs Kandidaten«, sagt Stauder, der an Position drei gesetzt wurde. Die Rangliste hätte diese Einstufung nicht hergegeben, doch die Veranstalter griffen ein. »Die Leute kannten mich und haben dann mit meiner Leistungsklasse argumentiert. Da hat auch keiner etwas gegen gesagt. Es wäre ja doof für alle gewesen, wenn ich gleich in den ersten Runden auf die anderen Topspieler getroffen wäre«, sagt Stauder.

Turniersieg ohne Satzverlust

Nach einem Freilos in Runde eins spielte sich der Espelkamper Bundesligaspieler ohne Probleme durch das Feld. Einem 6:1/6:1 gegen Roman Garzorz (TC BW Bad Ems) ließ er ein 6:2/6:1 gegen Daniel Klein (Wiesbadener THC) folgen. Ab dem Halbfinale bekam es Stauder dann mit der Crème de la Crème der Herren 40 zu tun. Anhand der Resultate wurde dies allerdings nicht deutlich. Matthias Hahn (Marburger TC), die Nummer vier der deutschen Rangliste, wurde mit 6:1/6:3 abgefertigt. Und das 6:2/6:4 im Endspiel gegen den topgesetzten Ranglisten-Zweiten Andrew Lux (TC BW Wuppertal-Elberfeld) stellte auch keine allzu hohe Hürde dar. »Luxi und ich kennen uns schon länger. Ich weiß, wie ich gegen ihn spielen muss. Deswegen hatte ich ein gutes Gefühl«, sagte Stauder.

Kurios: Gerade einmal eine Stunde nach dem Einzel-Finale standen Stauder und Lux wieder auf dem Platz. Dieses Mal allerdings Seite an Seite im Doppel-Finale. »Er hatte mich ein paar Tage vorher angesprochen, ob wir nicht zusammen spielen wollen. Da habe ich nicht lange gezögert«, berichtet Stauder, dessen Zusage sich lohnte. Mit Lux gelangen nach einem Freilos in der ersten Runde drei Zwei-Satz-Erfolge bis zum Turniersieg.

Nur noch selten im Lübbecker Land

Nicht nur dank der beiden DM-Titel wurden Stauders Erwartungen erfüllt. Über das Turnier auf der Anlage des HTC Bad Neuenahr hatte er im Vorfeld sowieso nur Gutes gehört: »Es war wirklich sehr gut organisiert und sehr gut besucht. Es hat einfach Spaß gemacht.« Stauder hatte zwar kein Heimspiel, doch die Anreise gestaltete sich für den Aufschlag-Riesen überschaubar. Stauder ist nämlich Vereinstrainer im etwa zwei Stunden Autofahrt entfernten Worms – seiner Heimat. Be­suche im Lübbecker Land gibt es deswegen nur noch bei Einsätzen für den TV Espelkamp-Mittwald, bei Feierlichkeiten oder zum Blasheimer Markt.

Eine deutlich weitere Reise hat Stauder für das nächste Jahr geplant. Als Deutscher Meister ist er automatisch für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Ausgetragen wird diese im kroatischen Umag. »Das will ich mal erleben. Sonst waren diese Turniere immer in Miami oder Kapstadt. Kroatien ist ja nicht ganz so weit entfernt«, sagt Stauder. Das Jahr 2019 dürfte dennoch schwer zu toppen sein.

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