So., 22.09.2019

Der Torjäger des FC Preußen Espelkamp schnürt beim 4:0 gegen den SuS Bad Westernkotten wieder einen Dreier-Pack. Nicht ein Torschuss der harmlosen Gäste Erneute Langemann-Gala

Dicke Chance für Can Akbar. Doch in den Schuss des eingewechselten Espelkampers wirft sich Westernkottens Torhüter Bauer.

Dicke Chance für Can Akbar. Doch in den Schuss des eingewechselten Espelkampers wirft sich Westernkottens Torhüter Bauer. Foto: Volker Krusche

Von Volker Krusche

Espelkamp (WB). Stefan Langemann legt nach. Nach seiner Tor-Gala im letzten Heimspiel gegen Kreisnachbar Rot-Weiß Maaslingen gelang dem Torjäger von Fußball-Landesligist FC Preußen Espelkamp beim 4:0 (1:0) gegen den an Harmlosigkeit kaum zu übertreffenden SuS Bad Westernkotten erneut ein Dreierpack. Und hätte der etatmäßige Elfmeterschütze bei einem Strafstoß den Ball nicht seinem vorherigen Vorlagengeber Lennart Madroch überlassen, wäre wohl sein erster Viererpack im Adler-Trikot fällig gewesen.

Zehn Treffer sind es inzwischen, die der Espelkamper Torgarant nach sechs Durchgängen als Führender der Landesligastatistik auf seinem Konto hat. Und im Stile eines hungrigen Stürmers stellte er fest: »Ich richte meinen Blick jetzt schon mal auf die Torjägerliste. Eigentlich hätte ich den Elfer daher selbst schießen sollen. Aber für ein gutes Mannschaftsgefüge war es mir wichtig, ihn Lennart zu überlassen.« Seitdem er Papa geworden ist, trifft Stefan Langemann noch häufiger. »Der Kurze bringt mir eben Glück!«

Kein Schuss aufs Preußen-Tor

Glück benötigten die Preußen am Sonntag im Albert-Pürsten-Stadion keines. Zu überlegen führten sie das Spiel, zu harmlos waren die Gäste über die gesamten 90 Minuten. Torhüter Nino vom Hofe hätte auch Kaffee trinken gehen können, denn nicht ein einziger Schuss kam auf seinen Kasten. Überhaupt verzeichnete Bad Westernkotten im Spielverlauf keine einzige Chance.

Die Dreier-Kette um Toni Islamaj stand sicher, wurde aber auch nie geprüft. Und vorn baute Trainer Tim Daseking neben Goalgetter Langemann auf seinen eigentlichen Abwehrchef. Der aufgrund von leichten Knieproblemen auf der Bank sitzende Henrik Bartsch wurde diesmal durch Michael Wessel ersetzt. »Das habe ich bewusst getan, denn auf dem Boden des Stadions wollte ich zwei physisch starke Stürmer aufbieten.« Hinzu kam, dass der SuS über große Abwehrspieler verfügte.

Die Partie hatte noch gar nicht richtig Fahrt aufgenommen, da ließ Stefan Langemann Mitspieler, Trainer und Fans erstmals jubeln. Nach einer Ecke wurde der Ball erneut nach Außen gepasst, wo ihn Justin Manske seinem Stürmer in der fünften Minute mustergültig auf den Schlappen legte und der unhaltbar eindrosch.

Bauer rettet in höchster Not

Obwohl die Hausherren Ball und Gegner laufen ließen, waren weitere Großchancen im ersten Abschnitt eher Mangelware. Zumeist kam der letzte Pass nicht an. Bis auf eine abgefälschte Flanke von Manske, bei der SuS-Keeper Bauer so eben noch mit den Fingerspitzen an den Ball kam und ihn an den Innenpfosten lenkte. Oder ein Zusammenspiel von Wessel und Langemann kurz vor der Pause, bei dem mehr drin war.

Nach dem Wechsel rettete Bauer zweimal in höchster Not, so dass Stefan Langemann schon verzweifelte: »Der Ball will einfach nicht rein!« 30 Sekunden später war er aber drin. Und Langemann bejubelte sein zweites Tor in der 55. Minute nach feinem Pass von Madroch. Anschließend scheiterte der eingewechselte Can Akbas freistehend am gegnerischen Keeper, ehe »Langemann zum Dritten« folgte. Mit langem Pass geschickt, ließ er sich allein auf den gegnerischen Kasten zulaufend die Konterchance nicht entgehen und erhöhte in der 62. Minute auf 3:0. Sieben Zeigerumdrehungen weiter stieg ein Westernkottener Abwehrspieler Michael Wessel in die Hacken – Elfmeter. Hier durfte nun Lennart Madroch ran und sorgte für den 4:0-Schlusspunkt. FC Preußen Espelkamp : vom Hofe; K. Reimer, Islamaj, Wessel, Klostermann, Langemann, Schmidt, Manske (70. Kelemci), Heine (70. Freimuth), Madroch (73. Dantas), Flaake (57. Akbas) Tore : 1:0 (5.), 2:0 (55.) und 3:0 (62.) Stefan Langemann, 4:0 Lennart Madroch, FE (69.)

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