Di., 05.11.2019

Padel: Christian Böhnke vertritt Deutschland bei der Europameisterschaft in Portugals Hauptstadt Stammgast in Lissabon

Die deutsche Padel-Nationalmannschaft mit Christian Böhnke (vorne, Zweiter von links) hat bei der EM in Lissabon einiges vor.

Die deutsche Padel-Nationalmannschaft mit Christian Böhnke (vorne, Zweiter von links) hat bei der EM in Lissabon einiges vor.

Von Marc Schmedtlevin

Lissabon/Espelkamp (WB). Zu Lissabon hat Christian Böhnke eine ganz besondere Beziehung. Zum dritten Mal bestreitet er rund um Portugals Hauptstadt eine Padel-Großveranstaltung. Der Spieler des TV Espelkamp-Mittwald vertritt Deutschland in dieser Woche bei der Europameisterschaft.

Der Wind pustet derzeit kräftig an der Atlantikküste. Bei etwa 20 Grad Außentemperatur lässt es sich aber gut aushalten. Hinzu kommt, dass Christian Böhnke einem seiner liebsten Hobbys nachgehen darf: Padel spielen. Und das auch noch bei der EM. Der 22-Jährige ist zwar mittlerweile eine feste Größe in der deutschen Nationalmannschaft, doch Matches für die Nation seien weiterhin etwas ganz Besonderes.

Unter die besten Acht

In der Vorbereitung hatte Böhnke schon ein anderes Highlight erlebt. Bei einem Trip nach München ergab sich ein Trainingsmatch an der Seite von Ex-Bayern-Star Arjen Robben. Die Namen sind bei der Padel-EM nun nicht ganz so bekannt, doch das Niveau ist um einige Klassen besser. Wie weit es für die Deutschen im Tableau gehen kann, bleibt abzuwarten. Die vorderen Plätze scheinen jedenfalls wieder an die größeren Padel-Nationen wie Gastgeber Portugal vergeben zu sein. »Ein Platz unter den besten Acht sollte es aber schon für uns werden«, sagt Böhnke.

Voraussetzung dafür ist einer der ersten beiden Ränge in der Vorrundengruppe D. Dann wäre die Qualifikation für die Endrunde der besten acht Teams gesichert. Erster Gegner wird am Dienstagnachmittag Polen sein. Aus Böhnkes Sicht die richtungsweisende Partie: »Da stehen die Chancen 50:50, es geht wahrscheinlich um den zweiten Platz.« Favorit in der Gruppe ist nämlich Belgien, die Norweger als dritter Gegner scheinen hingegen schlagbar zu sein.

Der große Bonuspunkt innerhalb der deutschen Mannschaft: die Stimmung. »Wir kennen uns alle gut und verstehen uns bestens«, betont Böhnke. Die Anreise mit einigen Teamkollegen erfolgte am Samstagabend. Bezogen wurde in Lissabon eine große Wohnung, in der sieben der acht Mannschaftsmitglieder untergebracht sind. Böhnke teilt sich sein Zimmer nicht mit Doppelpartner Lennart Samuelsen, sondern mit Johannes Lindmeyer. »Wir haben das ausgelost«, berichtet der TVE-Akteur. Ein Indiz dafür, dass alle Spieler untereinander sehr gut zurechtkommen. Als Einstimmung auf das Turnier wurde gemeinsam ein Stammlokal von vergangenen Aufenthalten in Lissabon aufgesucht. »Das ist sehr schön dort, direkt am Meer«, schwärmt Böhnke.

Einweihung des Court Central

Gefallen gefunden hat er auch an der EM-Anlage, dem Lisboa Racket Centre. Neben zehn Tennis-Hartcourts sind dort auch acht, neun Padel-Plätze zu finden. Der Court Central wurde sogar extra für das Turnier hergerichtet. Und genau darauf bestritt Böhnke am Montag zusammen mit dem Hamburger Samuelsen das erste Match in der Doppel-Konkurrenz. Das an Position 13 gesetzte Gespann tat sich gegen die Finnen Max Sjövall und Mikko Hermans etwas schwerer als gedacht. »Der Belag war vor kurzem frisch ausgerollt und mit Sand aufgefüllt worden. Das hat man gemerkt, die Bälle sind ganz seltsam gesprungen«, sagt Böhnke. Der erste Satz ging mit 4:6 verloren, im zweiten fanden Böhnke/Samuelsen beim 6:0 besser in die Partie. Dennoch blieb es eng, die Entscheidung fiel erst im Tiebreak des dritten Satzes – mit 7:5 zugunsten der Deutschen.

In Runde zwei des Doppelwettbewerbs kam es am Montagabend zum teaminternen Duell mit Fabian Schmidt und Daniel Lingen. »Das war natürlich eine ärgerliche Konstellation für uns alle«, sagt Böhnke, der die Partie nach drei intensiven Sätzen 4:6/6:4/5:7 verlor. »Wir haben es genau falsch gemacht und uns alle ausgepowert«, meinte Böhnke mit Blick auf den Dienstag. Schließlich geht es für die kurzzeitigen Rivalen dann um den gemeinsamen Erfolg für Deutschland.

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