Fr., 31.01.2020

Fußball: Landesliga-Herbstmeister reagiert auf die Verletzung von Lennart Madroch Preußen Espelkamp holt Tobias Steffen

Tobias Steffen (Mitte) wechselt aus Rödinghausens Regionalliga-Mannschaft zu Trainer Tim Daseking (links) und dessen „Co“ Janis Kaspelherr (rechts) ins Team des ambitionierten Landesligisten FC Preußen Espelkamp.

Tobias Steffen (Mitte) wechselt aus Rödinghausens Regionalliga-Mannschaft zu Trainer Tim Daseking (links) und dessen „Co“ Janis Kaspelherr (rechts) ins Team des ambitionierten Landesligisten FC Preußen Espelkamp. Foto: Ingo Notz

Von Ingo Notz

Espelkamp (WB). Spektakulärer Neuzugang beim Landesliga-Herbstmeister FC Preußen Espelkamp: Tobias Steffen kommt mit sofortiger Wirkung vom Regionalligisten SV Rödinghausen in den Sportpark Mittwald. Die Verpflichtung ist die schnelle Reaktion auf die schwere Verletzung Lennart Madrochs.

Lennart Madroch hat sich im Testspiel am Mittwochabend gegen den niedersächsischen Landesligisten FC Sulingen (7:0) einen Handbruch zugezogen und wird vorerst ausfallen. Mit dem 27-jährigen Tobias Steffen, Stürmer vom SV Rödinghausen, wechselt daher nun schon im Winter ein eigentlich für den Sommer geplanter Spieler aus der Regionalliga West in die Landesliga nach Espelkamp. Steffen kann zuvor bereits Profistationen bei Bayer Leverkusen, Fortuna Köln und RW Essen vorweisen, bevor er sich 2016 über eine Station beim BV Cloppenburg dem SV Rödinghausen anschloss. In 154 Spielen in der Regionalliga erzielte er seitdem 37 Treffer.

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Tobias und ich kennen uns aus der Zeit in Rödinghausen und der Kontakt ist nie ganz abgerissen. Tobias möchte sich eine berufliche Perspektive aufbauen und natürlich noch ambitioniert Fußball spielen. Die Kombination ist bei uns möglich und wir müssen uns mal wieder bei unserem Sponsor Paul Gauselmann herzlich bedanken, der diesen Wechsel im Winter für uns ermöglicht.

Tim Daseking (Trainer und Sportlicher Leiter FC Preußen Espelkamp)

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„Tobias und ich kennen uns aus der Zeit in Rödinghausen und der Kontakt ist nie ganz abgerissen. Tobias möchte sich eine berufliche Perspektive aufbauen und natürlich noch ambitioniert Fußball spielen. Die Kombination ist bei uns möglich und wir müssen uns mal wieder bei unserem Sponsor Paul Gauselmann herzlich bedanken, der diesen Wechsel im Winter für uns ermöglicht,“ freut sich Trainer Tim Daseking über die Unterstützung Paul Gauselmanns, durch die der Wechsel erst möglich geworden sei. Angedacht war der Transfer ursprünglich für den kommenden Sommer, nach der Verletzung der Offensiv-Stammkraft Lennart Madroch haben die Espelkamper nun kurzfristig reagiert und den Transfer in Abstimmung mit dem SV Rödinghausen vorziehen können. „Es ging nicht darum, jetzt irgendeinen Spieler zu holen. Aber wenn wir einen ganz tollen Spieler wie Tobias kriegen können, der uns auch in höhere Ligen begleiten kann, dann ist es auch unsere Pflicht, das zu realisieren“, sagt Daseking – und verweist gleichzeitig auf die angespannte Personallage in der Offensive. Dort hatte Dominik Flaake den Verein bereits im Winter verlassen und mit Hendrik Bartsch, Lino Salle und Lennart Madroch fallen aktuell drei Offensivkräfte – teilweise noch längerfristig – aus. Dass Tobias Steffen im Rahmen der neuen Initiative „Preußen 2023“ gleich für dreieinhalb Jahre im Sportpark Mittwald unterschrieben hat, zeigt die Ambitionen des Vereins ebenso deutlich wie Tim Dasekings Einschätzung der Qualität seines neuesten Neuzugangs: „Tim wäre auch für die Westfalenliga und die Oberliga ein besonderer Spieler!“

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Mit Tobias bekommen wir natürlich einen absoluten Hochkaräter für die Offensive hinzu. Neben unseren vielen jungen, talentierten Spielern haben wir ganz gezielt nach einem weiteren offensiven Akteur gesucht und haben mit Tobias natürlich eine perfekte Lösung gefunden.

Janis Kaspelherr (Co-Trainer FC Preußen Espelkamp)

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„Mit Tobias bekommen wir natürlich einen absoluten Hochkaräter für die Offensive hinzu. Neben unseren vielen jungen, talentierten Spielern haben wir ganz gezielt nach einem weiteren offensiven Akteur gesucht und haben mit Tobias natürlich eine perfekte Lösung gefunden“, ergänzt Co-Trainer Janis Kaspelherr. Auch Preußen Präsident Hendrik Wiegmann freut sich über den Transfercoup: „In diesem Fall kamen für uns viele glückliche Umstände zusammen, die diesen Transfer für uns ermöglichten. Trotzdem können wir als Landesligist natürlich sehr stolz sein, einen solchen Spieler an uns gebunden zu haben,“ betonte Hendrik Wiegmann.

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Donnerstag kam die erste Nachricht von Tim, ob ich es mir vorstellen könnte, schon im Winter nach Espelkamp zu kommen. Nach zehn Jahren Profifußball überlegt man da schon. Ich habe auch zuerst mit meinen Eltern darüber gesprochen.

Tobias Steffen (Neuzugang FC Preußen Espelkamp)

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Tobias Steffen selbst zeigte sich am Freitagabend im Sportpark Mittwald froh, dass der Wechsel doch schon im Winter geklappt hat. Auf den letzten Drücker am letzten Tag des Transferzeitraums. „Donnerstag kam die erste Nachricht von Tim, ob ich es mir vorstellen könnte, schon im Winter nach Espelkamp zu kommen. Nach zehn Jahren Profifußball überlegt man da schon. Ich habe auch zuerst mit meinen Eltern darüber gesprochen“, erzählt der gebürtige Ostfriese aus Leer, der mittlerweile allerdings in Bünde eine neue Heimat gefunden hat. Auch das war ein Grund für Steffen, den Wechsel jetzt zu forcieren. Aus Rödinghausen wurden ihm dabei auch keine Steine in den Weg gelegt – dass er dort zum Teil nur noch in der U23 eingesetzt worden war, konnte Steffen auch schon als Indiz dafür sehen, dass der aufstiegswillige Regionalligist nicht mehr dauerhaft mit ihm planen würde. Da es auch ein weiter entferntes Angebot für einen Winterwechsel gegeben hat, kam die Anfrage aus Espelkamp gerade zur richtigen Zeit. „Ich fühle mich hier wohl, habe einen großen Freundeskreis hier und auch meine Freundin hier kennengelernt“, war dann das neue Heimatgefühl auch ein entscheidender Grund, beim FC Preußen zuzusagen. Zum Freundeskreis zählen auch Stefan Langemann und Allan Firmino Dantas, die beide schon beim FC Preußen spielen. „Die haben mich auch davon überzeugt“, erzählt Steffen von seiner Entscheidungsfindung.

73 Spiele für den SV Rödinghausen

Tobias Steffen ist in seiner bisherigen Karriere insgesamt 73 Mal für den SV Rödinghausen aufgelaufen. 19 Tore und 15 Torvorlagen steuerte er in dieser Zeit bei. Auch für die U23 kam er in sechs Spielen zum Einsatz, in denen der sieben Tore erzielte. »Die vorzeitige Vertragsauflösung ist für beide Seiten zu diesem Zeitpunkt eine gute Lösung. Wir wünschen Tobi alles Gute und viel Erfolg bei seiner kommenden Aufgabe«, kommentierte Rödinghausens Manager Alexander Müller den Wechsel auf die andere Seite des Wiehengebirges.

 

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