Fußball: Preußen Espelkamp verpflichtet Maik Stoll und Paul Ludwig und kämpft um Tobias Steffen
Offensivstar mit Abwanderungsgedanken

Espelkamp (WB). Fußball-Westfalenliga-Aufsteiger FC Preußen Espelkamp verstärkt seinen Kader mit zwei weiteren hoffnungsvollen Talenten. Bei einem der Landesliga-Meisterhelden sieht es dagegen eher nach einem Abgang noch vor Saisonstart aus: Winterneuzugang Tobias Steffen ist unzufrieden und trägt sich mit Abwanderungsgedanken.

Freitag, 24.07.2020, 12:09 Uhr aktualisiert: 24.07.2020, 12:28 Uhr
Der Rahdener Maik Stoll (rechts) spielt zur Freude des Sportlichen Leiters und Trainers Tim Daseking künftig ebenso für den FC Preußen Espelkamp wie Paul Ludwig (links).
Foto: Notz

Er war der spektakuläre Winterneuzugang des FC Preußen: Tobias Steffen kam vom Regionalligisten Rödinghausen und zeigte in den wenigen Spielen, in denen er bis zum Saisonabbruch eingesetzt werden konnte, bereits, dass er auch in der Westfalenliga ein ganz wichtiger Spieler für den FC Preußen werden könnte. Beim Testspiel gegen Rehden saß Steffen am Donnerstagabend allerdings merklich gefrustet nur auf der Ersatzbank hinter der Ersatzbank (Corona und die Folgen...). Eine Verletzung war nicht der Grund für die Pause, wie Steffen offen zugab: „Ich hab mir das hier anders vorgestellt“, sprach der Offensivmann aus Kirchlengern das Problem an, das ihm seit Monaten Kopfzerbrechen bereitet: Die Hoffnung, mit dem Wechsel zum FC Preußen auch einen Arbeitsplatz bei einem Preußen-Sponsor zu bekommen, hat sich bisher nicht erfüllt.

Ich bin jetzt sechs Monate hier und es ist nichts passiert.

Tobias Steffen (Offensivstar des FC Preußen Espelkamp)

Nur vom Fußball kann Steffen auch in Espelkamp in der Westfalenliga dauerhaft natürlich nicht leben: „Ich bin jetzt sechs Monate hier und es ist nichts passiert“, ärgert sich der begnadete Linksfuß über seine auch durch Corona verschärfte Situation, neben dem Fußball bisher keine Stelle bekommen zu haben, um sich eine berufliche Zukunft aufbauen zu können. Derzeit sehe es daher eher so aus, dass er sich einen neuen Verein suchen müsse, über den er dann auch eine berufliche Perspektive bekommen könnte. Eine Lage, die auch den sportlich Verantwortlichen des FC Preußen natürlich nicht verborgen geblieben ist. „Tobi ist unzufrieden mit seiner Situation, die auch wegen Corona nicht so ist, wie wir uns das gewünscht hätten. Das ist hart für einen jungen Spieler, aber vielleicht muss er da noch etwas Geduld haben, wir unterstützen ihn jedenfalls nach Kräften“, hat Tim Daseking die Hoffnung noch nicht aufgegeben, den Ostfriesen weiter in Espelkamp halten zu können. Sollte er aber entgegen aller Espelkamper Hoffnungen doch noch vor Saisonbeginn gehen, „sind wir vorbereitet, die Stelle im Kader neu zu besetzen“, fährt Preußens Trainer und Sportlicher Leiter auf der Position derzeit gezwungenermaßen zweigleisig.

Maik wurde bei Arminia in den letzten Jahren hervorragend ausgebildet. Er stammt aus Rahden und passt damit sehr gut in unserer Anforderungsprofil, talentierte Spieler aus dem Kreis für uns zu gewinnen.

Janis Kaspelherr (Co-Trainer FC Preußen Espelkamp)

Mit Maik Stoll und dem bereits Sonntag präsentierten Paul Ludwig sind zwei Neuzugänge am Donnerstagabend vorgestellt worden. Mit Maik Stoll wechselt ein Spieler aus der U19-Bundesligamannschaft von Arminia Bielefeld zu den Preußen. „Maik wurde bei Arminia in den letzten Jahren hervorragend ausgebildet. Er stammt aus Rahden und passt damit sehr gut in unserer Anforderungsprofil talentierte Spieler aus dem Kreis für uns zu gewinnen. Leider hat er sich im Juni den Fuß gebrochen und wird frühestens Mitte August ins Training einsteigen können. Trotzdem trauen wir ihm aufgrund seiner tollen Physis mittelfristig den Sprung in die Stammformation zu“, sieht Co-Trainer Janis Kaspelherr gute Perspektiven für den Youngster. Mit Paul Ludwig wechselt ein weiterer Spieler der U19 vom SV Rödinghausen zu den Preußen. „Paul ist ein zentraler Mittelfeldspieler mit guter Übersicht und Technik. Er verfügt über eine hohe Spielintelligenz und wir freuen uns mit ihm eine weitere Option im Mittelfeld hinzugewonnen zu haben“, berichtet Trainer Tim Daseking.

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