Türk Gücü Espelkamp ist nach der Rückkehr ins Kreis-Oberhaus optimistisch
„Blick wird nach oben gehen“

Espelkamp (WB/Po). Es ist vollbracht. Endlich, sagt Tevfik Cengiz, der Trainer des A-Liga-Aufsteigers Türk Gücü Espelkamp. Die türkische Kraft, denn nichts anderes bedeutet Türk Gücü, ist wieder zurück im Kreis-Oberhaus – vier Jahre nach dem Abstieg.

Mittwoch, 29.07.2020, 12:37 Uhr aktualisiert: 29.07.2020, 12:54 Uhr
Türk-Gücü-Trainer Tevfik Cengiz (oben links) mit den Neuzugängen (oben von links): Ali Ali Oglu, Ibrahim Arabi, Meissa Biaye sowie (unten von links): Sami Khalei und Ibrahim Jarra. Es fehlen Kushtirim Uka, Alfred Linodi und Alperen Kaya. Foto: Pollex
Türk-Gücü-Trainer Tevfik Cengiz (oben links) mit den Neuzugängen (oben von links): Ali Ali Oglu, Ibrahim Arabi, Meissa Biaye sowie (unten von links): Sami Khalei und Ibrahim Jarra. Es fehlen Kushtirim Uka, Alfred Linodi und Alperen Kaya. Foto: Pollex

Cengiz bringt es klar und deutlich auf den Punkt: „Trotz Corona und dem Abbruch der vergangenen Serie bin ich überzeugt, dass wir diesen Aufstieg auch verdient haben. Ich gehe nun in mein viertes Trainerjahr und habe immer wieder Höhen und Tiefen erlebt.“

Zum Zeitpunkt des Abbruchs führte das Team des 1979 gegründeten türkischen Klubs nach Punkten zwar nicht die B-Ligatabelle an. Doch da Türk Gücü ein bzw. zwei Spiele weniger als die Konkurrenten und Mitaufsteiger aus Rahden, Lübbecke und Börninghausen absolviert hatte, wurde der Quotient zum guten Freund der Espelkamper. Denn nach dieser Rechenformel beendeten sie die Saison ganz offiziell auf Rang eins. Damit hatte ein stetiger Aufwärtstrend nach ganz bitterem Saisonstart sein famoses Ende gefunden.

Denn nach dem leidigen Spielabbruch am ersten Spieltag beim SV BW Oberbauerschaft und zwei schmerzhaften, deutlichen Niederlagen (2:6 in Preußisch Oldendorf und 5:9 bei TuRa Espelkamp II) fand sich Türk Gücü nach drei Spieltagen erst einmal ganz unten wieder: null Punkte, Schlusslicht. „Am Anfang der Serie lief nicht viel zusammen, immer wieder fehlten mir meine Spieler. Ein großer Teil weilte in der Türkei, denn es war die Haupturlaubszeit“, blickt Trainer Cengiz zurück: „Ich musste laufend Spieler aus der zweiten Mannschaft einbauen, um überhaupt ein Team auf dem Platz zu haben. Auch das reichte oft nicht aus, und so schnürte ich mit über 50 Lenzen noch öfter selber die Schuhe.“ Der Wille sei bei seinen Spielern jedoch immer da gewesen. „Aber das ist Schnee von gestern“, zieht der TG-Trainer auch verbal einen Schlussstrich unter diese negative Phase. Danach lief es aber umso besser. Von den folgenden 14 Partien verlor Türk Gücü nämlich nur noch eine. Zum Anschluss gab es noch einmal sechs Siege in Folge – mit respektheischenden 32 Toren.

Längst richtet der Trainer den Fokus auf die kommende Spielzeit. „Ich glaube, wir haben uns für die Kreisliga A optimal verstärkt“, sagt Cengiz: „Mir steht ein 20 Mann starker Kader zur Verfügung.“ Die Neuzugänge können sich jedenfalls sehen lassen. Vom SV Schnathorst kommt mit Ali Ali Oglu ein alter Bekannter zurück nach Espelkamp. Sami Khalei spielte zuletzt beim FC Lübbecke. Ibrahim Jarra stößt vom Bezirksligisten BW Vehlage dazu. Vom Nachbarn VfB Fabbenstedt zieht es Ibrahim Arabi zu Türk Gücü. Kushtirim Uka und Alfred Linodi spielten bislang beim Ortsrivalen TuRa Espelkamp. Alperen Kaya (SV Holsen) und Meissa Biaye (pausierte zwei Jahre) komplettieren den Reigen der neuen Akteure.

„Wir werden immer nur auf uns schauen, immer nur von Spiel zu Spiel“, kündigt Cengiz an und fügt selbstbewusst hinzu: „Für mich gibt es kein Team im Kreis-Oberhaus, vor dem wir uns verstecken müssen. Ich vertraue meinen Mannen und bin von der Spielstärke der Jungs überzeugt. Daher wird unser Blick auch so lange wie möglich nach oben gehen. Denn ich glaube, dass wir auch in der Kreisliga A sehr gut mitspielen können.“

Und die Aussicht auf das neue Sportgelände, das Ende des Jahres zur Verfügung stehen soll , dürfte bestimmt für eine Portion Extramotivation sorgen. Der Trainer ist jedenfalls voller Vorfreude: „Der Rasen strahlt schon in einem satten Grün.“

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